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Zeitungsartikel 2020
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90 Millionen Quadratmeter

18. November 2020 - Eon sieht riesiges Potenzial für Fotovoltaik-Anlagen auf Dächern

Artikel aus www.manager-magazin.de

Mit zusätzlichen Solarenergieanlagen auf Dächern könnte man in Deutschland theoretisch acht Kohlekraftwerke ersetzen, rechnet der Versorger Eon vor - wären da nicht politische Hürden.

Der Energiekonzern Eon sieht beim Ausbau der Solarenergie in Deutschland noch großes Potenzial auf den Dächern von Supermärkten, Möbelhäusern und Lagerhallen. Insgesamt 90 Millionen Quadratmeter gewerblicher Dachfläche eignen sich für Fotovoltaik-Anlagen, wie Eon am Mittwoch auf Grundlage eigener Berechnungen mitteilte. Theoretisch könnten dort demnach Anlagen mit einer Kapazität von 6750 Megawatt entstehen, "was einer Leistung von acht Kohlekraftwerken entspricht".

"Fotovoltaik-Anlagen auf Dächern bringen erneuerbare Energien in die Stadt und nutzen bestehende Flächen bestmöglich zum Erreichen der Klimaschutzziele, erklärte der Konzern. Dafür müsse in der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) allerdings "eine Gleichbehandlung von Dach- und Freiflächenanlagen" geschaffen werden.

Bislang sind in dem Gesetz laut Eon deutlich strengere Regeln für leistungsstarke Dachanlagen vorgesehen: Demnach dürfte ein Mittelständler seinen selbst erzeugten Strom bei einer Anlagenkapazität über 500 Kilowatt nicht selbst nutzen, sondern müsste ihn zwangsläufig ins Netz einspeisen. "Auch müsste sich das Unternehmen abseits seines Kerngeschäfts an einem sehr bürokratischen Ausschreibungsverfahren beteiligen", kritisierte der Energiekonzern.

"Gewerbe und Industrie können mit eigenen Klimastrategien einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende leisten", betonte Eon-Vorstandsmitglied Karsten Wildberger. "Umbau und Betrieb von Energieinfrastruktur darf die Unternehmen aber nicht belasten, sondern muss wirtschaftlich sein."

 

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Karte der nuklearen Welt:

Transusigkeit überwinden ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

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Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Mittelfeld im internationalen Vergleich

Deutschland nimmt jedoch bei der Energiewende im internationalen Vergleich keineswegs eine Vorreiterrolle ein.

2014 teilte sich Deutschland im Energiewende-Index des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) und der Internationalen Gesellschaft für Solarenergie (ISES) zusammen mit Japan und Großbritannien lediglich den vierten Rang. Nach einer anderen Studie des Handelsblatt Research-Instituts belegte Deutschland im April 2014, gemessen an "51 Indikatoren zu Energie, Haushalten, Unternehmen und Verkehr", nur Platz 24.

2018 lag Deutschland im globalen Energiewende-Index des Weltwirtschaftsforums (WEF) auf Platz 16; auch in Europa kam es nicht einmal unter die besten zehn. Die Hauptgründe waren die schlechte Bewertung in der Struktur der Energiesysteme und die hohe Abhängigkeit vom Kohlestrom. In einem internationalen Klimaschutzvergleich erreichte Deutschland nur Platz 27, wegen Verzögerungen beim Ausbau erneuerbarer Energien und beim Kohleausstieg. Der Bundesrechnungshof räumte 2018 ein, dass voraussichtlich "die Ziele für das Jahr 2020 bei der Umsetzung der Energiewende überwiegend nicht erreicht" werden.

2019 lag laut "Strom-Report" der Anteil der Erneuerbaren Energien (Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft) an der Netto-Stromerzeugung in Deutschland bei 46 %, der Anteil der konventionellen Energieträger (Stein- und Braunkohle, Erdgas und Kernkraft) bei 54 % ...

 

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Inkonsequente Energiepolitik

Eigenständiger Prozess der Energiewende

Im Großen und Ganzen hat die Energiewende seit 2011 einen erfolgreichen Verlauf genommen, nicht wegen, sondern trotz der Energiepolitik unter Angela Merkel. Von der Politik halbherzig begonnen, schlecht geplant, immer wieder verzögert und ausgebremst, hat sie sich zu einem weitgehend eigenständigen Prozess entwickelt.

Als die schwarz-gelbe Regierung nach Fukushima ihre Laufzeitverlängerung rückgängig machte, beschränkte sie sich darauf, alte Reaktoren abzuschalten und einen 11 Jahre langen Zeitplan für den Atomausstieg zu initiieren, der zwar die Zumutungen für die deutschen Atomkonzerne niedrig hält, zugleich aber die deutsche Bevölkerung eine weitere Dekade lang den Gefahren der Atomenergie aussetzt. Der Atomausstieg wurde nicht ins Grundgesetz aufgenommen, die Atomfabriken in Gronau und Lingen, Atomforschung und Forschungsreaktoren wurden vom Atomausstieg ausgenommen, der Euratom-Vertrag ist bis heute nicht gekündigt worden.

Rahmenbedingungen für die Energiewende wurden kaum gesetzt. Dennoch ist die Nutzung der erneuerbaren Energien schneller vorangeschritten als vermutet, einfach weil die Zeit reif dafür war ...

 

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Wikipedia

 

Energiewende

ist der deutschsprachige Begriff für den Übergang von der nicht-nachhaltigen Nutzung von fossilen Energieträgern sowie der Kernenergie zu einer nachhaltigen Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien. Der Begriff wurde nach dem 1980 erschienenen Buch Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran des Öko-Instituts kulturell rezipiert und wurde bereits als Lehnwort in andere Sprachen übernommen (beispielsweise "The German Energiewende" oder "A Energiewende alemã").

Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren. Angesichts der maßgeblich vom Menschen verursachten Globalen Erwärmung ist heutzutage besonders die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft von Bedeutung – durch Beendigung der Nutzung von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Kohle und Erdgas. Ebenso stellen die Endlichkeit der fossilen Energieträger sowie die Gefahren der Kernenergie wichtige Gründe für die Energiewende dar. Die Lösung des globalen Energieproblems gilt als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts ...

 

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19.11.2020 - Grüner Wasserstoff aus Chile für unter 1,60 Dollar pro Kilogramm

In Chile ist das Potenzial für Solar- und Windstrom riesig, die Energiewende geht dort rasant voran. In den nächsten 15 Jahren soll der Anteil der Erneuerbaren auf zwei Drittel steigen, und das eröffnet dem Land ganz neue Möglichkeiten: Chile könnte zu einem wichtigen Hersteller und Exporteur von grünem Wasserstoff werden.

Die Energiewende in Chile ist eine absolute Erfolgsgeschichte. Noch vor 15 Jahren sicherte das Land seine Stromversorgung über Gasimporte aus dem Nachbarland Argentinien. Eine Versorgungskrise lenkte das Interesse auf erneuerbare Energien, mit dem Ergebnis, dass heute schon 44 Prozent des chilenischen Stroms aus Wind und Sonne stammen. Bis 2050 sollen es 95 Prozent werden. Eine Analyse der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ergab, dass das Land mit Wind-, Wasser- und Solarenergie etwa das 75-Fache seines eigenen Strombedarfs erzeugen könnte. Beste Bedingungen also, um den überschüssigen Strom für grünen Wasserstoff zu nutzen ...

 

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Wie sich Frankreichs »Kollapsologen« auf den Weltuntergang vorbereiten

19.11.2020 - Den Untergang vorwegnehmen

In Frankreich verbindet die Idee des Kollapses verschiedene Strömungen der Ökologiebewegung. Die Frage, was man tut, bis es so weit ist, wird unterschiedlich beantwortet.

Stille in den Städten, Ruhe auf den Straßen und Einsamkeit in den Parks – solche Erfahrungen stellten im lockdown für viele Menschen eine psychische, soziale und gesundheitliche Belastungsprobe dar. Auf manche jedoch wirkt der gesellschaftliche Rückzug wie ein Jungbrunnen. In einer katastrophisch empfundenen Gegenwart sehen sie keine andere Lösung, als sich von den Errungenschaften und Vorzügen des urbanen kapitalistischen Lebens zu verabschieden.

In Frankreich ist in kapitalismuskritischen und ökologiebewegten Kreisen seit einigen Jahren die Rede vom Kollaps, die Idee des Zusammenbruchs der globalisierten kapitalistischen Gesellschaften verbreitet ...

 

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19.11.2020 - Vor EU-Küsten sollen bis 2050 Windräder mit 300 Gigawatt Leistung stehen

Die EU will die Windenergie auf hoher See für ihre Klimaziele massiv ausbauen.

Bis 2050 sollten sich Windräder mit einer Leistung von 300 Gigawatt vor den Küsten der Mitgliedsstaaten drehen, heißt es im am Donnerstag veröffentlich Offshore-Konzept der Staatengemeinschaft. Rechnerisch bedeutet das - wenn der Wind immer kräftig blasen würde - eine Stromproduktion in der Größenordung von 300 AKW-Blöcken. Die Kosten werden mit fast 800 Milliarden Euro beziffert. Bis 2030 sollen zunächst 60 Gigawatt installiert werden. Deutschland, Dänemark und die Niederlande sind derzeit Vorreiter in der EU beim Ausbau. Deutschland allein will bis 2030 in Nord- und Ostsee Windräder mit 20 Gigawatt Leistung betreiben. In Großbritannien sind jetzt bereits etwa zehn Gigawatt in Betrieb. Da das Land aber die EU verlässt, ist dies bei den EU-Ausbauzielen nicht berücksichtigt ...

 

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19.11.2020 - Erneuerbare Energien in Südafrika - Wo Sonne und Wind viel Kraft haben

Solar- und Windenergie haben dort enormes Potenzial, dennoch ist Südafrika von Kohlestrom abhängig. Das ändert sich gerade, weil der staatliche Energiekonzern für viele Stromausfälle verantwortlich ist: Die wütende Bevölkerung sieht Alternativen.

In der Produktionshalle von ARTsolar in Durban herrscht reger Betrieb: Die Mitarbeiter sind mit der Herstellung von Solarpanels beschäftigt, überprüfen deren Qualität und packen sie anschließend in große Kartons, fertig für den Transport.

Geschäftsführer Viren Gosai führt derweil potenzielle Kunden durch die Fabrik: Eine Gruppe Südafrikaner, die mehrere Supermärkte besitzen und diese künftig mit Solarstrom betreiben wollen. Unternehmer wie diese gehören ebenso zu seinen Kunden wie Privatleute und sogenannte unabhängige Stromproduzenten, die größere netzgebundene Anlagen bauen, erklärt Gosai.

Das Interesse an erneuerbaren Energien sei momentan erfreulich groß: "Wir liefern gerade ziemlich viel aus. Der Lockdown und die Probleme bei der Stromversorgung in Südafrika haben dazu geführt, dass unser Geschäft aufgeblüht ist. Man sagt ja, dass es immer einen Silberstreif am Horizont gibt." ...

 

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19.11.2020 - Bidens Atomplan - Strahlendes Comeback

Amerikas nächster Präsident Joe Biden setzt im Kampf gegen den Klimawandel auch auf Atomkraft. Eine neue Generation von Mini-Kraftwerken soll mobil und vor allem sicher sein. Aber manche Probleme bleiben.

Wenn der künftige US-Präsident Joe Biden im kommenden Jahr die Amtsgeschäfte von Donald Trump übernimmt, soll der Kampf gegen die Erderwärmung zur Chefsache werden. Es ist ein ausgemachtes Versprechen und die Hoffnung vieler Klimaschützer, dass die USA unter dem Demokraten Biden dem Pariser Klimavertrag wieder beitreten und eine führende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen.

Biden hat das ambitionierteste Klimaprogramm versprochen, das es je von einem Präsidentschaftskandidaten gab: Ein gigantisches Finanzprogramm soll die USA auf Klimakurs bringen. Er plant die Abkehr von der durch Trump geförderten Öl- und Gasindustrie. Er plant, die USA bis 2050 zu einem klimaneutralen Staat zu machen und will dafür die Stromversorgung des Landes komplett umstellen ...

 

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19.11.2020 - Japan will noch mehr radioaktives Wasser ins Meer ableiten

Weil Japan nicht mehr weiss, wo es das radioaktiv verseuchte Wasser von Fukushima lagern soll, soll es ins Meer abgeleitet werden.

Gemäss Einschätzungen von Expertinnen und Experten sollen die Entsorgungsarbeiten des zerstörten Atomkraftwerks in Fukushima voraussichtlich 30 bis 40 Jahre dauern – und so erstaunt es nicht, dass die radioaktiven Abfälle auch 2020 nicht einfach verschwunden sind. Aktuell hat die japanische Regierung ein drängendes Problem: Auf dem Gelände des zerstörten Atomkraftwerks gibt es keinen Platz mehr zur Lagerung des kontaminierten Wassers. Also hat sie den Entscheid getroffen, das radioaktiv verseuchte Wasser in den Pazifik zu leiten. Gemäss verschiedenen Berichten könnte die formelle Ankündigung bereits in diesem Jahr erfolgen ...

 

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19.11.2020 - Die Nicht-Aktivisten: «Doomer» warten auf das Ende der Welt

Klimaproteste nerven? Diese Bewegung beunruhigt erst recht. 

Eine Pause gab es nur wegen der Corona-Pandemie: «Fridays for Future», «Extinction Rebellion» und andere Klimaaktivisten legen seit mehr als einem Jahr Strassen und Plätze lahm. «Können die nicht einfach die Klappe halten?», fragen Genervte in den Kommentarspalten immer öfter und sprechen von «Greta-Hype» und «Klimadiktatur».

Gewisse Alternativen sind jedoch noch beunruhigender. Neben radikalisierten Klimakämpfern gibt es nämlich noch die, die den klimabedingten Zusammenbruch bereits für eine unabänderliche Sache halten. Ihr Argument: Politisch hat sich bisher zu wenig bewegt, um auch nur das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die Worst-Case-Szenarien sind düster, eine Zukunft wird es nicht geben. Proteste sind aus ihrer Sicht sinnlos ...

 

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18.11.2020 - RWE baut EE-Aktivitäten in den USA mit neuem PV-Großprojekt weiter aus

Der Essener Energiekonzern RWE treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran und hat dabei insbesondere den Markt in den USA im Fokus. Im US-Bundesstaat Georgia hat RWE nun mit dem Bau eines Photovoltaik-Großprojektes begonnen.

Die USA haben eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der RWE Strategie zum Ausbau erneuerbarer Energien. Neben dem Ausbau der Windenergie steht auch die Solarenergie auf der Agenda. In Georgia hat der Energiekonzern mit dem Bau eines riesigen Solarparks mit begonnen, der mit einem Großspeicher gekoppelt wird. 

... Geringer als in den USA ist bei RWE die Dynamik auf dem EE-Sektor in Europa. Im Solarbereich betreibt RWE derzeit lediglich in Spanien Solarparks mit einer Gesamtleistung von rd. 50 MW. Für Großbritannien gibt RWE (Stand: 18.11.2020) laut RWE-Transparenzwebseite eine Windenergieleistung von 3.880 MW an, davon entfallen 813 MW auf Windenergie an Land und 3.066 MW auf die Offshore Windenergie. Auf Rang zwei folgt Deutschland mit 1.700,90 MW Windkraftleistung (665 MW Windenergie an Land, 1.036 MW Offshore-Wind). Danach folgen Italien (475 MW), Spanien (447 MW), Polen (392,2 MW), die Niederlande (260 MW) und Schweden (165 MW)  ...

 

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18.11.2020 - Atomausstieg immer teurer

Wen trifft die Schuld?

Wieder hat die Bundesregierung vor Gericht gegen einen Energiekonzern verloren – nicht zum ersten und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Diesmal unterlag sie dem schwedischen Konzern Vattenfall. Der hatte Verfassungsbeschwerde eingelegt, weil er die Kernkraftwerke in Krümmel und Brunsbüttel abschalten musste und mit der Entschädigung der Regierung nicht einverstanden war. Nun muss das Umweltministerium nachbessern.

Der aktuelle Fall ist aber nur ein Teil einer ganzen Reihe von handwerklichen Fehlleistungen in der Energiepolitik, die gleich mehrere Merkel-Regierungen zu verantworten haben. Der wohl teuerste liegt nun schon neun Jahre zurück und hat mit einer Wahl zu tun. Damals waren im japanischen Fukushima nach einem Erdbeben mehrere Atomreaktoren havariert, in Deutschland wuchs daraufhin die Beliebtheit der Grünen, und das kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte daraufhin eine Wende von ihrer Wende: Nachdem sie gerade erst den Atomausstieg der vorherigen rot-grünen Bundesregierung kassiert und die Laufzeiten der AKWs verlängert hatte, verkündete sie nun erneut den Ausstieg. Bis 2022 soll das letzte AKW vom Netz. Gesetze wurden in Windeseile verabschiedet, offensichtlich mit Fehlern, die bis heute viel Geld kosten ...

 

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18.11.2020 - Investitionen gestoppt: Engie Electrabel schließt eine Laufzeitverlängerung der belgischen Atommeiler aus

Der Betreiber der belgischen Kernkraftwerke, Engie Electrabel, hat am Mittwoch in einem Kommuniqué angekündigt, alle Investitionen in Verbindung mit einer Laufzeitverlängerung der Atommeiler auf Eis zu setzen.

„Als verantwortungsbewusster Betreiber arbeitet Electrabel in strikter Einhaltung des Gesetzes”, lässt das Unternehmen verlauten. Und sieht nun einmal akutell vor, dass Belgien bis zum Jahr 2025 alle Kernreaktoren in den Atomkraftwerken von Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich vom Netz nehmen muss. Daran wird sich laut Electrabel auch nichts ändern ...

 

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18.11.2020 - Grönland: Schmelze überholt Prognosen

Pegelanstieg durch Grönlands Gletscher erreicht schon jetzt fast die Werte für 2100

Schlimmer als das Worst-Case-Szenario: Der Meeresspiegelanstieg durch die Gletscherschmelze in Grönland nähert sich schon jetzt Werten, die erst für 2100 vorhergesagt waren, wie eine Studie enthüllt. Demnach haben die drei größten Gletscher Grönlands seit 1880 bereits 8,1 Millimeter zum Pegelanstieg beigetragen – bei „nur“ 1,5 Grad lokaler Erwärmung. Prognostiziert waren solche Anstiege jedoch erst für gut acht Grad Erwärmung, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

Grönland ist das zweitgrößte Eisreservoir des Planeten und spielt eine Schlüsselrolle für Klima und Meeresspiegel. Doch schon länger deuten Messdaten daraufhin, dass Grönlands Gletscher immer schneller schmelzen. Möglicherweise ist beim Abtauen sogar schon ein erster Kipppunkt überschritten. Als Folge strömt immer mehr Schmelzwasser ins Meer und treibt den Meeresspiegel in die Höhe ...

 

 

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Auch Uran und Thorium haben gute Eigenschaften, wenn man sie in der Erde lässt.

18.11.2020 - Wie viel Radioaktivität braucht die Erde

Für die Habitabilität eines Planeten ist auch der Gehalt an Uran und Thorium entscheidend

Kosmischer Glücksfall: Unser Planet verdankt seine Lebensfreundlichkeit zum großen Teil seinen radioaktiven Elementen – denn er enthält von ihnen genau das richtige Maß, wie nun Forscher ermittelt haben. Die Zerfallshitze von langlebigen Radionukliden wie Uran und Thorium ermöglicht die Plattentektonik, hält den Geodynamo in Gang und schafft das schützende Erdmagnetfeld. Andere Planeten dagegen haben oft zu viel oder zu wenig von dieser inneren Heizung.

Die Habitabilität eines Planeten hängt nicht nur vom richtigen Abstand zu seinem Stern ab, sondern auch von einer Reihe interner Faktoren. So benötigt er ein Magnetfeld, um das Leben auf seiner Oberfläche vor Strahlung zu schützen und seine Atmosphäre vor der Erosion durch den Sternenwind zu bewahren. Günstig ist zudem eine Plattentektonik, die geologische Kreisläufe antreibt. All diese Eigenschaften und Prozesse wiederum haben eine gemeinsame Wurzel: Sie beruhen auf der inneren Heizung des Planeten ...

 

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