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Klimaschutz

13. Oktober 2020 - Wer auf Kernkraft setzt, reduziert keine Emissionen

Artikel aus www.energiezukunft.eu

Die Kernenergie taugt nicht als Alternative beim Klimaschutz. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kamen Forscher, die Daten aus 123 Ländern ausgewertet haben. Nur Länder, die konsequent auf Erneuerbare Energien setzen, reduzieren ihre Emissionen.

Um den Treibhausgasausstoß zu reduzieren, wird die Kernenergie immer wieder als Alternative zu fossilen Energieträgern oder als Ergänzung zu Erneuerbaren Energien diskutiert. Auch der IPCC betrachtet in seinen vielfältigen Szenarien mögliche CO2-Einsparungen durch den Ausbau der Kernenergie, gibt jedoch keine politischen Empfehlungen für oder gegen den Ausbau. Erst jüngst haben die Niederländer für ihr Land die Kernkraft als Option wieder ins Spiel gebracht. Die Regierung hatte eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken in Auftrag gegeben und erwägt den Bau von drei Kernkraftwerken.

Dabei zeigen die jüngsten Erfahrungen vor allem eines: Explodierende Kosten beim Bau von Atomkraftwerken und jahrelange Bauverzögerungen. Der Druckwasserreaktor im Kernkraftwerk in Flamanville beispielsweise sollte 3,3 Milliarden Euro kosten und 2012 fertig sein. Die Inbetriebnahme wurde zuletzt auf 2023 verschoben. Die Baukosten werden dann bei rund 19 Milliarden Euro liegen.

Der Bau von Hinkley Point C in Großbritannien ist ein ähnliches Desaster. Die beiden Druckwasserreaktoren sollten 19 Milliarden Euro kosten. Mit Stand 2019 war der Bau acht Jahre in Verzug, das vorgesehene Budget bereits um Milliarden überschritten.

Erneuerbare Energien reduzieren Emissionen messbar

Länder, die CO2-Emissionen schnell, substanziell und kostensparend reduzieren möchten, sollten auf Erneuerbare Energien statt auf Nuklearenergie setzen. Das legt eine Analyse nahe, die Forscher von der University of Sussex Business School und der International School of Management (ISM) durchgeführt wurde. Sie untersuchten dafür Daten aus 123 Ländern über einen Zeitraum von 25 Jahren.

Sie fanden heraus, dass Erneuerbare Energien mit deutlich niedrigeren Emissionen einhergehen als dies bei der Nuklearenergie der Fall ist. In ärmeren Ländern sei Atomkraft sogar mit höheren CO2-Emissionen verbunden.

Die Analyse der Forscher basiert auf Daten der Weltbank und der Internationalen Energieagentur von 1990 bis 2014. Im Ergebnis gibt es sichtbare Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Energieträgern und den Kohlenstoffdioxidemissionen eines Landes. Warum der Ausbau der Kernenergie nicht zu messbaren Reduktionen führt, wurde nicht untersucht.

Eine Erklärung könnte sein, dass Länder, die es mit den Erneuerbaren Energien wirklich ernst meinen, insgesamt mehr Anstrengungen zur Emissionsreduktion unternehmen. Andererseits werden vielleicht in Ländern, die auf Kernkraft setzen, während der langen Realisierungszeiten zu wenige Anstrengungen zur Emissionsreduktion unternommen.

Kernkraft und Erneuerbare Energien sind kein Erfolgs-Duo

Die Studie zeigt zudem, dass Erneuerbare Energien selten erfolgreich mit Nuklearenergie koexistieren. Vielmehr verdrängen sich die beiden Energiesysteme gegenseitig. „Investitionen in Nuklearenergie anstelle von Erneuerbaren Energien sollten in Frage gestellt werden. Länder, die solche Investitionen in großem Maßstab planen, riskieren, nicht ihr volles Potenzial im Kampf gegen den Klimawandel auszuschöpfen“, sagt Benjamin Sovacool, Professor für Energy Policy in Brighton.

Ein Grund für die Inkompatibilität von Nuklearenergie und Erneuerbaren Energien wird in der Stromübertragung und -verteilung gesehen. Wenn die Netzstruktur für eine zentralisierte Produktion von Elektrizität optimiert ist, wird die Integration kleinteiliger Anlagen kostspielig. Dasselbe gilt für die damit verbundenen Normen, Protokolle, Verträge, Betriebsvorschriften und Expertenkulturen, die notwendig sind, damit diese Strukturen funktionieren.

Die Studie entlarvt nach Auffassung der Autoren das Argument, dass ein paralleler Ausbau von Kernkraft und Erneuerbaren sinnvoll sei. Vielmehr gefährden die Spannungen und Wechselwirkungen zwischen den beiden Investitionsstrategien einen wirksamen Kampf gegen den Klimawandel.

Darüber hinaus zeigen die Studienergebnisse, das Nuklearenergie nur in reicheren Ländern CO2-Emissionen einsparen hilft, und das auch nur in geringem Umfang. Der Zusammenhang zwischen Emissionsreduktion und Erneuerbaren Energie sei dagegen deutlich stärker.

Patrick Schmid, Professor für Quantitative Methoden an der ISM hebt hervor: „Das Erstaunliche an der Datenlage ist, wie widerspruchsfrei sich die Ergebnisse lesen. Die Resultate sind über verschiedene Länder und Zeiträume hinweg sehr klar und konsistent. Zudem ist der Zusammenhang zwischen Erneuerbaren Energien und geringeren CO2-Emissionen ungefähr siebenmal stärker als der Zusammenhang zwischen Nuklearenergie und CO2-Emissionen.

 

Die Studie in nature energy

 

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Karte der nuklearen Welt:

Die Atomlobby und die virtuelle CO2-Einsparung ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

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Hintergrundwissen

 

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CO2

Atomlobby

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03. September 2020 - Strahlende Klimastrategien

Die CO2-Bilanz von Atomkraftwerken ist zwar deutlich niedriger als bei Kohle- oder Gaskraftwerken, aber auch nicht null. Wenn man die ganze Produktionskette von Atomstrom berücksichtigt, kommt man für den CO2-Ausstoß auf Werte von 3,7 bis 110 Gramm CO2-Äquivalente pro Kilowattstunde. Im Vergleich mit erneuerbaren Energien liegen Atomkraftwerke damit im oberen Bereich: Windkraft an Land beispielsweise erzeugt pro Kilowattstunde Strom 10 Gramm CO2-Äquivalente, Photovoltaik etwa 67 Gramm CO2-Äquivalente. Die osteuropäischen Staaten kalkulieren die Kernkraftwerke in ihren Klimaschutzplänen jedoch einfach als emissionsfrei ein ...

 

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Umweltbundesamt

 

Ist Atomstrom wirklich CO2-frei?

Atomstrom ist keineswegs CO2-neutral. Die Treibhausgasemissionen sind größtenteils der Stromproduktion vor- und nachgelagert. Betrachtet man den gesamten Lebensweg – von Uranabbau, Brennelementherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis zur Endlagerung – so ist in den einzelnen Stufen des Zyklus zum Teil ein hoher Energieaufwand nötig, wobei Treibhausgase emittiert werden.

Bei Stromerzeugung aus Kernenergie fallen Emissionen auch im Betrieb an, da Uran abgebaut, angereichert und für sehr lange Zeit endgelagert werden muss. Insbesondere die CO2-Emissionen die noch für die Endlagerung entstehen werden, sind nur schwer absehbar ...

 

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Wikipedia

 

Kohlendioxidbilanz

Auch wenn es bei der Kernspaltung selber keinerlei CO2-Emissionen gibt, so lässt sich ein Kernkraftwerk bei ganzheitlicher Betrachtung nicht vollständig CO2-frei betreiben. CO2-Emissionen entstehen vor allem beim Bau des Kraftwerks, bei Abriss und Entsorgung, sowie bei der Urangewinnung und -anreicherung. Insbesondere bei der Urangewinnung und der -anreicherung gibt es große Unterschiede bei den CO2-Emissionen in Abhängigkeit von der Urankonzentration des Erzes und dem Verfahren der Anreicherung.

Nach einem ganzheitlichen Vergleich der Ruhr-Universität Bochum von 2007 beträgt der CO2-Ausstoß bei der Kernenergie 10–30 g/kWh. Im Vergleich dazu erzeugen Kohlekraftwerke 750–1200 g/kWh, GuD-Kraftwerke 400–550 g/kWh, Photovoltaik 50–100 g/kWh, Windenergie und Wasserkraft 10–40 g/kWh und Solarthermie in Afrika 10–14 g/kWh.

 

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Atommüll

17.10.2020 - Schulze: Bei Endlagersuche geht es nicht um politische Erwägungen

Die Bundesumweltministerin setzt auf wissenschaftliche Befunde und geologische Daten. Über 90 Gebiete bundesweit seinen als Atomendlager geeignet.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland vor „politischen Erwägungen“ gewarnt. Die SPD-Politikerin sagte am Samstag zum Auftakt einer digitalen Fachkonferenz, sie könne gut nachvollziehen, dass sich niemand ein Endlager in seiner näheren Umgebung wünsche. „Aber Deutschland braucht ein Endlager.“ Es müsse das gemeinsame Ziel sein, einen Standort auszuwählen, der für eine Million Jahre die bestmögliche Sicherheit biete. Entscheidender Faktor seien wissenschaftliche Befunde und geologische Daten. Politische Erwägungen und Bundesländergrenzen spielten keine Rolle ...

 

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Atommüll

17.10.2020 - Die Sorge vor dem ewigen Zwischenlager

„Für meine Generation ist das Zwischenlager ein Endlager“, sagt Jörg Frauhammer. Der Gemmrigheimer Bürgermeister ist 55 Jahre alt, wenn die aktuelle Genehmigung für das Standort-Zwischenlager 2046 ausläuft, wird er 81 sein. Und schon jetzt ist klar: Das Atomzeitalter wird in Gemmrigheim und Neckarwestheim auch dann nicht beendet sein, das Zwischenlager wird länger bleiben.

Würde der offizielle Zeitplan eingehalten, fiele die Entscheidung über das künftige Endlager 2031, in Betrieb könnte es aber erst 2050 gehen – vier Jahre nach Auslaufen der bestehendenden Betriebsgenehmigung für das Standort-Zwischenlager am AKW Neckarwestheim, das komplett auf Gemmrigheimer Markung liegt. Eine Verlängerung der Laufzeit des Zwischenlagers ist also unumgänglich – und die wird nicht unbürokratisch vonstatten gehen, sondern bedarf einer aufwendigen Neugenehmigung mit acht Jahren Vorlauf. Der müsste also 2038 beginne ...

 

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16.10.2020 - Atomarer Abrüstungsvertrag: Putin für Verlängerung

Der atomare Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland läuft in wenigen Monaten aus. Wladimir Putin hat nun vorgeschlagen, den Vertrag zunächst ohne Bedingungen für ein Jahr zu verlängern. Ohne den Vertrag gäbe es keine Begrenzung der Nukleararsenale beider Länder.

Vier Monate vor dem Auslaufen des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags mit den USA hat Russlands Präsident Wladimir Putin eine Verlängerung um mindestens ein Jahr ohne Bedingungen vorgeschlagen. Diese Zeit könne für „sinnvolle Verhandlungen über alle Einzelheiten“ genutzt werden, sagte der Kremlchef am Freitag bei einer Videokonferenz seines Sicherheitsrates in Moskau. „Es wäre schade, wenn dieser Vertrag nicht mehr existieren würde.“ ...

 

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Das Schluchzen der Krokodile

16.10.2020 - Berkeley lehnt Verbot des Uranbergbaus in Spanien ab

Ein Änderungsvorschlag zu Spaniens Gesetzentwurf zum Klimawandel und zur Energiewende, der die Exploration und Gewinnung von Uran verbieten würde, sei verfassungswidrig, so Berkeley Energia. Das australische Unternehmen befindet sich bei der Lizenzvergabe für seine Uranmine in Salamanca in einem fortgeschrittenen Stadium.

Der Gesetzesentwurf wurde ursprünglich im Mai 2020 dem spanischen Parlament vorgelegt. Am 14. Oktober reichten die Fraktionen zweier politischer Parteien der spanischen Regierung eine Reihe von Änderungsanträgen zu dem Gesetzesentwurf ein: Unidas Podemos und PSOE ...

Eine der vorgeschlagenen Änderungen sieht vor, die Untersuchung und Ausbeutung radioaktiver Mineralien in Spanien zu verbieten und alle offenen Verfahren im Zusammenhang mit der Genehmigung radioaktiver Anlagen des Kernbrennstoffkreislaufs für die Aufbereitung solcher Mineralien einzustellen ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) 

 

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16.10.2020 - Riesen-Solarpark mit 43 Megawatt geht in Ungarn ans Netz

Solarpark mit 43 Megawatt bringt Ungarn näher an sein 2020-Ziel von 14,65 Prozent Erneuerbaren-Anteil im Strommix.

IBC Solar hat in Ungarn den MET Kabai Solarpark mit einer Leistung von 43 Megawatt (MW) ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Rund fünf Monaten dauerte der Bau, nun ist dort die größte aktive Photovoltaikanlage Ungarns ans Netz gegangen. Eigentümer und Auftraggeber des Megawattparks ist die Schweizer Gashandelsplattform MET Asset Management AG, die IBC Solar mit Planung, Beschaffung und Bau (EPC) beauftragte. Das Projekt liegt in der Nähe von Debrecen, in der Tiefebene im Osten Ungarns und wird künftig mit rund 52 Gigawattstunden Strom pro Jahr mehr als 23.000 ungarische Haushalte versorgen ...

 

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Atommüll

16.10.2020 - Castor-Transporte nach Biblis stehen bevor

Vom englischen Sellafield aus starten wieder Castoren nach Biblis. Der Atommüll könnte schon im November nach Deutschland zurückkommen.

Es ist der strahlende Abfall der deutschen Energiewirtschaft der vergangenen Jahrzehnte. Deutschland weiß noch nicht endgültig, wohin mit der aufbereiteten hochradioaktiven Fracht aus dem englischen Sellafield, also müssen die Castoren erst einmal zwischengelagert werden. In den kommenden Wochen soll wieder ein Castor-Transport durch die Republik rollen, von der Küste ins südhessische Biblis. In der Vergangenheit gab es dabei immer wieder teils massive Proteste. Im Frühjahr war der Transport wegen der Corona-Pandemie noch abgesagt worden ...

 

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Atommüll

16.10.2020 - Japan will radioaktives Material ins Meer leiten

Japans Regierung hat offenbar entschieden, dass radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem Atomkraftwerk von Fukushima ins Meer abgelassen werden darf. Das berichten mehrere Medien. Der Plan stößt auf Widerstand bei Fischern und Landwirten.

Radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem bei der Katastrophe des Jahres 2011 zerstörten Atomkraftwerk in Fukushima soll offenbar ins Meer geleiten werden. Die entsprechende formelle Entscheidung werde die Regierung in Kürze treffen, berichteten mehrere japanische Medien. Demnach soll das Ablassen von mehr als einer Million Tonnen kontaminierten Wassers frühestens im übernächsten Jahr beginnen ...

 

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15.10.2020 - Nationalrat diskutiert Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg

Fraktionen sind über Ausstiegsmöglichkeit uneinig

In der heutigen Nationalratssitzung fand eine erste Debatte über das Volksbegehren zum Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag statt. Mit 100.482 Unterschriften hat dieses Volksbegehren die 100.000er-Hürde zur Behandlung im Nationalrat knapp übersprungen. Während ÖVP und NEOS wenig Potenzial zum Vertragsausstieg erkennen konnten, sah die FPÖ durchaus Möglichkeiten dazu. SPÖ und Grüne forderten die Überarbeitung hin zu einem Atomenergie-Ausstiegsvertrag. Das Volksbegehren wurde dem Umweltausschuss zur weiteren Beratung zugewiesen ...

 

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15.10.2020 - Erster kommerzieller Solarpark mit senkrechten Modulen

In Donaueschingen ist auf 14 ha ein innovativer Solarpark mit 4,1 MW Leistung entstanden. Er bringt Landwirtschaft und Solarstromerzeugung unter einen Hut.

Photovoltaik-Freiflächenanlagen stehen in der Kritik, zur Versiegelung von landwirtschaftlichen Flächen beizutragen. Dem wollen die Planer und Betreiber des Solarpark Donaueschingen-Aasen entgegentreten: Dort wurde eine innovative Lösung umgesetzt, indem Landwirtschaft und Solarenergie unter einen Hut gebracht werden. Die Agrophotovoltaikanlage von Next2Sun ist im Donaueschinger Ortsteil Aasen entstanden, auf einer Fläche von rund 14 Hektar wurden insgesamt auf 5.800 Gestellelementen rund 11.000 bifaciale (beidseitig aktive) Solarmodule montiert. Die Anlagenleistung liegt bei 4,1 Megawatt und der Jahresenergieertrag bei 4.850 MWh ...

 

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14.10.2020 - Bulgarien: Grünes Licht für neuen Atommeiler an der Donau

Bulgarien gibt grünes Licht für ein neues AKW an der Donau in der Nähe des bestehenden Meilers Belene. Das neue AKW soll mit amerikanischer Technologie gebaut werden. Belene ist russischen Bautyps und gilt nach mehreren Modernisierungen als sicher.

"Wir setzen auf neue Technologien, auf amerikanische Technologien, sodass der neue Meiler noch 70 Jahre lang in Betrieb bleiben kann", sagte Borissow. So stelle man die Diversifizierung in allen Bereichen der Energiewirtschaft sicher, fügte der Regierungschef hinzu ...

 

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13.10.2020 - USA drängen China aus rumänischem Atomkraft-Projekt

Der Bau von Atomkraftwerken ist ein Milliardengeschäft, bei dem es auch um politischen Einfluss geht. Die USA und Rumänien haben jetzt eine zwischenstaatliche Vereinbarung zum Bau und zur Finanzierung zweier Atomkraftwerke unterzeichnet. Doch es steckt viel mehr dahinter.

2015 hatte der rumänische Staatskonzern Societatea Nationala Nuclearelectrica SA (SNN) zunächst ein Memorandum of Understanding (MoU) mit dem chinesischen Staatskonzern China General Nuclear Power Group (CGN) über den Bau von zwei rumänischen Atomkraftwerken geschlossen. Doch nach einem Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem rumänischen Präsidenten Iohannis im Jahr 2019 kommen Sicherheitsbedenken gegen die chinesische Beteiligung auf – und eine radikale Kehrtwende ...

 

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13.10.2020 - Stromversorgung in Belgien auch ohne umstrittene Reaktoren Doel 1 und 2 gewährleistet

Die Sicherheit der Stromversorgung in Belgien wäre durch eine sofortige Abschaltung der Atomreaktoren Doel 1 und 2 nicht beeinträchtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Umweltinstitut München. Unter Beibehaltung der bisherigen Importstromkapazitäten ist sogar ein vollständiger Atomausstieg Belgiens machbar.

„Die sofortige Abschaltung der Reaktoren Doel 1 und 2 würde die Versorgungssicherheit in Belgien nicht negativ beeinträchtigen“, stellt die Autorin des Papiers, Anika Limbach, fest. „Ein Kapazitätszuwachs grundlastfähiger Leistung innerhalb der letzten vier Jahre – insbesondere von Gaskraftwerken – gleicht den Wegfall der beiden Meiler mehr als aus.“ ...

 

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Atommüll Transport nach Biblis soll Ende Oktober starten

13.10.2020 - Bündnis nennt Termin

Das Bündnis Castor stoppen geht von einem Atommüll-Transport von Sellafield nach Biblis zwischen dem 26. Oktober und 4. November aus. Wie das Bündnis in einer Mitteilung schreibt, erfolge ab dem 26. Oktober der Schiffstransport von Sellafield nach Nordenham bei Bremerhaven. Daran schließe sich der Schienentransport vom 1. bis 4. November von Nordenham nach Biblis an. Als geplante Bahn-Strecke nennt das Bündnis die Route Bremen, Hannover, Göttingen, Fulda, Frankfurt, Darmstadt bis zum Atomkraftwerk Biblis ... 

 

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Atomsemiotik für die Nachwelt

13.10.2020 - Hier bitte nicht buddeln!

Deutschland sucht ein Endlager für seinen Atommüll. Es soll die gelben Fässer sicher verwahren, am besten für eine Million Jahre. Bis 2031 will die Bundesregierung einen geeigneten Standort finden. In den Jahren darauf werden Bagger und Bohrer anrücken. 2050 folgen dann die Castoren mit Deutschlands hochradioaktivem Abfall. 10 Millionen Kilogramm gilt es unter Tage zu versiegeln.

Bei der Planung für das Endlager geht es bislang vor allem um Geologie. Dringt irgendwann Wasser in den Salzstock ein? Hält das Tongestein? Solche Fragen sind wichtig, aber sie sind nur ein Teil des Problems. Geologische Vorgänge kann man vorhersagen. Der Mensch hingegen ist unberechenbar. Erst recht, wenn es um Zeiträume geht, die tausende Generationen überspannen ...

 

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13.10.2020 - „Sicherheit für eine Million Jahre - lächerlich“

Für alle, die in Sachen Atommüll-Endlagerung bezüglich des Kandidaten gehandelten Diesdorfer Ortsteils Waddekath Fragen zum geologischen Untergrund haben, für die bietet der bergbaupolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Uwe Harms einen bereits vorbereiteten Vortrag an.

„In 45 Minuten ist alles erklärt, dass der Untergrund für ein Endlager völlig ungeeignet ist“, sagte Harms der AZ.

Derweil äußerte sich nun auch die Bürgerinitiative (BI) „Saubere Umwelt und Energie Altmark“ zum Thema Atommüll-Endlagerung in der Altmark. „Dass ausschließlich geologisch-wissenschaftliche Kriterien ausschlaggebend sein sollen – wie soll das gehen?“, fragt Dr. Christfried Lenz von der BI.

Die mit großem Aufwand verbreitete Behauptung, es sei möglich, eine Sicherheit für 1 Million Jahre zu schaffen, rückt laut Lenz die ganze Kampagne in eine Dimension der Unwahrheit. Denn eine solche Sicherheit gebe es nicht ...

 

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