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Zeitungsartikel 2020
Hintergrundwissen Aktuell+.

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Endlager der 2. Versuch

Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung

28. September 2020 - Diese Regionen kommen als Endlager-Standorte infrage

Artikel von Susanne Götze aus www.spiegel.de

Wo soll ein Endlager für Atommüll gebaut werden? Laut einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung sind 90 Regionen in Deutschland geologisch geeignet - unter anderem auch Berlin.

90 Gebiete in Deutschland eignen sich potenziell als Standort für ein atomares Endlager. Das geht aus dem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hervor. Der Bericht nennt erstmals konkrete Regionen, die für eine Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll infrage kommen. Die meisten sogenannten "Teilgebiete" für ein potenzielles Endlager befinden sich laut dem BGE-Bericht im Norden und Südosten Deutschlands. Der umstrittene Salzstock Gorleben, eines der ersten Zwischenlager Deutschlands, ist aus dem Rennen. "Der Salzstock Gorleben wird daher nicht bei den weiteren Arbeiten der BGE zu den Vorschlägen über die Standortregionen betrachtet", heißt es in dem Bericht.

Besonders große Gebiete liegen laut Bericht in Niedersachsen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Insgesamt sind auf rund 250.000 Quadratkilometer geeignete Gesteinsformationen im Untergrund gefunden worden - das sind 67 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands, die BGE beziffert aufgrund von Überlagerungen 54 Prozent. Auch Städte sind dabei, beispielsweise Berlin. Auch Hamburg, Hannover, Schwerin, Stuttgart und Bremen liegen laut den Karten des Berichtes in geeigneten Regionen. "Die heute ausgewiesenen Teilgebiete sind noch lange keine Endlagerstandorte", sagte Stefan Studt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung am Morgen in Berlin.

Die 70 Wissenschaftlerinnen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) sammelten drei Jahre lang geologische Daten über den geologischen Untergrund in ganz Deutschland. Dabei suchten sie vor allem nach drei Wirtsgesteinen: Salz, Ton und Granit.

  • Den größten Anteil an den ausgewiesenen Gebieten machen die Tongesteine aus mit fast 130.000 Quadratkilometern auf allerdings nur neun Teilgebieten. Sie befinden sich vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und auch am Rande von Berlin und Brandenburg.
  • Salzgestein hat hingegen den kleinsten Anteil mit nur 30.000 Quadratkilometern aber 74 Teilgebieten, vor allem in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bisher waren Salzstöcke aufgrund des umstrittenen Erkundungsbergwerks in Gorleben besonders gut untersucht.
  • Die Granitformationen machen gut 80.000 Quadratmeter auf sieben Teilgebieten aus, die sich vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen befinden.

Die drei Steinformationen eignen sich besonders gut, um den Atommüll über lange Zeit sicher zu lagern. Insgesamt müssen das hoch radioaktive Material bis zu einer Million Jahre sicher verstaut werden. Die Wahl des Wirtsgesteins ist auch eine politische, da die Wirtsgesteine im Norden und Süden Deutschlands sich stark unterscheiden. So informierte sich beispielsweise Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in Finnland über eine mögliche Endlagerung in Granit , das vor allem in Bayern vorkommt.

"Wir haben alle gleich behandelt, auch vorbelastete Standorte wie Gorleben", erklärte der CDU-Politiker und Geschäftsführer der BGE, Steffen Kanitz. "Gorleben hat zwar alle Mindestanforderungen erfüllt, war aber in der geowissenschaftliche Gesamtschau nicht ausreichend." Das hätte vor allem am "mangelhaften Rückhaltevermögen" und dem Deckgebirge gelegen, das nicht vollständig intakt gewesen sei.

"Wir geben heute bekannt, wo es auf keinen Fall ein Endlager geben wird", so Kanitz heute in Berlin. Im Zwischenbericht sei es um die reine geologische Sicherheit gegangen.

 

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Karte der nuklearen Welt:

Endlager Deutschland, der 1. Schritt beim 2. Versuch ...

 

Englischsprachige Version der Weltkarte:

https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD&ll

 

 

 

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Hintergrundwissen

 

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BGE - Bundesgesellschaft für Endlagerung - Endlagersuche - Zwischenbericht Teilgebiete

Inklusive einer interaktiven Karte der Teilgebiete:

https://www.bge.de/de/endlagersuche/zwischenbericht-teilgebiete

Der Zwischenbericht Teilgebiete ist der erste Meilenstein auf dem Weg zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Die Basis bilden Daten über den tiefen geologischen Untergrund. 1.040.605 Dateien haben die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) bis zum Datenstichtag 1. Juni 2020 aus Bundes- und Landesbehörden erreicht und wurden im Zwischenbericht Teilgebiete verarbeitet. Diese Daten stammen aus dem Bereich des Bergbaus, der Erdöl- oder Erdgasförderung oder aus Geothermiebohrungen. Die BGE hat den Zwischenbericht Teilgebiete am 28. September 2020 veröffentlicht und dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) (externer Link) übergeben ...

Der "Zwischenbericht Teilgebiete" als PDF-Datei:

https://www.bge.de/fileadmin/user_upload/Standortsuche/Wesentliche_Unterlagen/Zwischenbericht_Teilgebiete/Zwischenbericht_Teilgebiete_barrierefrei.pdf

 

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Durchsuchen der reaktorpleite.de mit dem Suchwort:

Endlager

 

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atommüllreport

 

Endlagerung

Hintergrund

Die Bilanz nach 50 Jahren Endlagerpolitik in Deutschland fällt nüchtern aus: Zwei havarierte Salzstöcke, ein dritter, der seit 40 Jahren heftig umstritten und geologisch ungeeignet ist und ein altes Erzbergwerk, dessen Umbau zu einem Atommülllager erhebliche Probleme mit sich bringt. Mit zwei Standorten beschäftigten sich bereits Parlamentarische Untersuchungsausschüsse, der niedersächsische Landtag 2009 - 2012 mit der ASSE II und der Deutsche Bundestag 2010 - 2013 mit Gorleben. Bei der Wismut in Sachsen und Thüringen werden die Halden und Absetzbecken einfach als oberflächennahe, dauerhafte Abfalllager für radioaktiven Schrott und Bauschutt genutzt.

Bereits 1977 wurde der Salzstock Gorleben im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen als Standort für Endlager für hoch radioaktive Abfälle benannt. Eine vergleichende Standortsuche nach einem bestmöglichen Ort hatte nicht stattgefunden ...

https://www.atommuellreport.de/themen/endlagerung.html

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Atommüll und Endlagerung in Europa

Im Juli 2011 verabschiedete die Europäische Union ein Gesetz zur Endlagerung von Atommüll; alle Mitgliedsländer müssen bis 2015 ein Konzept für eine langfristige Entsorgung vorlegen.

https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/Atomm%C3%BCll_und_Endlagerung_in_Europa

 

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Wikipedia

 

Endlagersuche in Deutschland

Mit der Endlagersuche soll ein geeigneter Standort in tiefer geologischer Formation für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden werden. Der Suchprozess für die Bundesrepublik Deutschland ist im Standortauswahlgesetz beschrieben, das dazu Mitte 2017 novelliert wurde. Die wesentlichen Kriterien wurden zuvor durch die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe von 2014 bis Mitte 2016 erarbeitet.

Der Prozess der Endlagerung gliedert sich in die „Etappen“ Endlager-Auswahl, Errichtung des Endlagers, Einlagerung des radioaktiven Abfalls und Verschluss des Bergwerks.

Die Standortauswahl soll in die drei Phasen Auswahl der Standort-Region, übertägigen und die untertägigen Erkundung gegliedert werden.

Gleichzeitig mit dem technischen Auswahlverfahren wird ein mehrstufiges, demokratisch legitimiertes Entscheidungs- und Konfliktbewältigungs-Verfahren vorgeschlagen mit dem Ziel, einen möglichst weitgehenden und generationenfesten Konsens zu ermöglichen ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Endlagersuche_in_Deutschland

 

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US-Atomindustrie nutzt den Hinkley Point-Effekt
Immer mehr unrentable Akws werden mit Steuergeldern am Netz gehalten

02.10.2020 - PSEG beantragt ZEC-Erweiterung

Die Public Service Enterprise Group (PSEG) beantragte gestern eine dreijährige Verlängerung der Zero Emission Certificates (ZECs) für die Kernkraftwerke Salem und Hope Creek. Die Blöcke waren bis zur Vergabe der ZECs durch New Jersey im April 2019 von der Schließung bedroht gewesen, doch laut PSEG haben sich die Strommärkte seit Beginn des ersten ZEC-Berechtigungszeitraums erheblich verschlechtert.

New Jersey verabschiedete im Mai 2018 das Gesetz über Zero-Emissions-Zertifikate, das es dem Staat ermöglicht, anspruchsberechtigte Kernkraftwerke für ihre kohlenstofffreien Eigenschaften und ihren Beitrag zur Brennstoffvielfalt anzuerkennen und zu entschädigen. Am 18. April 2019 beschloss der New Jersey Board of Public Utilities, dass der Einzelblock Hope Creek und die beiden Blöcke in Salem ab diesem Datum bis Ende Mai 2022 für den Erhalt von ZECs in Frage kommen ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

 

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01.10.2020 - Unseriös ist, die Risiken der Atomkraft kleinzurechnen

Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zu den Atomkraftkosten schlägt weiter Wellen. Die Atomkraft bleibe teuer und gefährlich, kontert der Auftraggeber der Studie, Greenpeace Energy, aufgekommene Kritik an den Studienergebnissen.

Das Schicksal der Stromerzeugung durch Atomenergie ist in Deutschland besiegelt, nach 2022 ist Schluss. Das ist Fakt. Selbst die Betreiberkonzerne haben kein Interesse mehr am Ausstieg aus dem Atomausstieg. Daran ändern auch Fantasien über neue Atomtechnologien nichts. Die Kernfusion wäre selbst bei weiteren hohen Forschungsinvestitionen vermutlich nicht vor 2050 kommerziell nutzbar. Die sogenannte "Transmutation", die angeblich Atommüll reduziert, indem sie ihn als Brennstoff nutzt, ist ebenfalls nicht erprobt - und auch hier lägen die Realisierungskosten im zwei- bis dreistelligen Milliardenbereich.

Und was ist mit dem Bau "moderner" Reaktoren wie dem europäischen Druckwasserreaktor EPR? Dort, wo er gebaut wird, lässt er Zeit- und Kostenpläne explodieren. Allein das AKW Hinkley Point C in England dürfte mehr als 100 Mrd. Euro an staatlichen Subventionen verschlingen. Ohne üppige Finanzierungshilfe aus Russland könnte auch Ungarns Premier Viktor Orban sein Prestigeprojekt Paks II nicht verwirklichen. Dabei ist längst belegt: Hier wie dort könnten Energiesysteme mit viel Windkraft und einer flexiblen Speicherinfrastruktur die gleichen Strommengen bereitstellen - sicherer, genauso verlässlich und deutlich billiger ...

 

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01.10.2020 - Umweltfreundlicher Stromspeicher aus Vanillin

Aus Holzabfällen erzeugter Aromastoff lässt sich in Elektrolyte für Redox-Flow-Batterien umwandeln

Vanillin als Akku-Rohstoff: Statt giftiger Schwermetalle könnte künftig Vanillin als Rohstoff für Redox-Flow-Batterien dienen – diese Stromspeicher können beispielsweise Windstrom-Überschüsse aufnehmen. Forscher haben einen Weg gefunden, das aus Holzabfällen erzeugte Vanillin auf einfachem und umweltfreundlichen Wege in einen Elektrolyt für diese Flüssigbatterien umzuwandeln ...

In ersten Tests mit Para-Benzoquinon als zweitem Elektrolyt zeigte diese Redox-Flow-Batterie eine Effizienz von 97 bis 99 Prozent und behielt diese auch nach 250 Ladezyklen bei, wie die Forscher berichten ...

 

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01.10.2020 - Gericht verurteilt japanische Regierung und Tepco zur Zahlung von Schadensersatz

Der hohe Gerichtshof von Sendai hat am Mittwoch die japanische Regierung und den Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima zur Zahlung von einer Milliarde Yen Schadensersatz an die Menschen, die von der Katastrophe im Jahr 2011 betroffen wurden, verurteilt.

Es ist das erste Mal in Japan, dass ein hohes Gericht die Verantwortung des Staates für die Katastrophe anerkennt ...

 

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01.10.2020 - Atomkraftgegner rechnen Anfang November mit Castor-Transport

Atomkraftgegner gehen davon aus, dass der geplante Castortransport von der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield nach Biblis etwa Anfang November im Hafen von Nordenham ankommt. "Nach unseren Informationen müssen wir mit dem Transport ein paar Tage vor oder nach dem 1. November rechnen", sagte Hans-Otto Meyer-Ott vom Arbeitskreis Wesermarsch der Deutschen Presse-Agentur.

Die Diskussion um den im vergangenen Frühjahr coronabedingt verschobenen Transport hatte zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Die beauftragte Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) hatte vorige Woche mitgeteilt, dass die Vorbereitungen für den Rückführungstransport von Sellafield nach Biblis wieder aufgenommen worden seien ...

 

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01.10.2020 - Atomkraft: Niederlande überlegen AKW vor Ostfriesland zu bauen

Das Nachbarland will seine Klimaziele auch mit Atomkraft erreichen, wenn es nach ihrer Regierungspartei VVD geht.

Die Niederlande sind weit davon entfernt, ihre Klimaziele zu erfüllen. Auf den Autobahnen des Landes wurde deshalb Tempo 100 eingeführt; und nun überlegt die rechtsliberale Regierungspartei VVD bis zu zehn neue Atomkraftwerke zu bauen.

Zwar haben die Niederlande die Windkraft und auch die Solarenergie in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut, doch reiche dies nicht aus. Zumindest um Netzschwankungen ausgleichen zu können, bedürfe es eine zuverlässige Energiequelle, berichtete die niederländische Zeitung AD ...

 

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30.09.2020 - Atomkraft für Klimaschutz? Energiekonzerne sind von neuen Pro-AKW-Demos genervt

Die deutschen Kernkraftwerke sind wieder Ziel von Protesten – dieses Mal aber pro Atomkraft. Dabei haben die Betreiber überhaupt kein Interesse daran.

Vor den deutschen Atomkraftwerken bietet sich seit Wochen ein altbekanntes, aber auch skurriles Bild: Es wird wieder protestiert. Jahrzehntelang standen die Reaktoren im Sturm der Anti-AKW-Bewegung. Seit die Umweltschützer den Atomausstieg durchgesetzt haben, war es ruhig geworden. Jetzt versammeln sich aber reihum von einem Reaktor zum anderen wieder Demonstranten.

Die Bewegung nutzt die Argumente von Fridays for Future

Am vergangenen Wochenende mischten sich bei der Klimademonstration in Berlin auch vereinzelte Mitglieder von Nuklearia unter die Demonstranten. „Klimakrise? Kernkraft!“, stand auf ihren Schildern ...

 

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30.09.2020 - ETH Zürich filtert radioaktive Elemente aus dem Wasser

Schweizer Forscher haben eine Membran aus einfachen Bestandteilen entwickelt, die erstaunliche Eigenschaften hat. Den Wissenschaftlern ist es jetzt sogar gelungen, einen besonderen Nachweis zu führen: Ihre Erfindung kann verseuchtes Wasser reinigen – und beispielsweise das Abwasserproblem im japanischen Fukushima lösen.

Die Filtermembran selbst ist gar nicht neu. Die Forscher stellten sie bereits im Jahr 2017 vor und zeigten in einer Publikation, dass sie mit dieser Entwicklung Wasser von Schwermetallen befreien konnten – und auch von Edelmetallen wie Gold oder Platin. Diese Ergebnisse waren wegen der gewählten einfachen Materialien erstaunlich. Denn die Membran besteht im Wesentlichen aus Aktivkohle und denaturierten Molkeproteinen.

... Untersuchungen haben ergeben, dass sich alle radioaktiven Isotope, die im Periodensystem zwischen den getesteten Extremen Technetium und Uran liegen, an die Membran binden. Unter anderem wären das radioaktives Cäsium, Iod, Silber und Kobalt – diese Stoffe sind im Abwasser von Fukushima nachgewiesen worden. Nur Tritium, das sich ebenfalls im Fukushima-Wasser befindet, kann von der Membran nicht herausgefiltert werden, weil es dafür zu klein ist. Unterm Strich würde die Wasserbelastung aber erheblich sinken, und die benutzten Membranen könnten gemeinsam mit den alten Brennstäben eingelagert werden ...

 

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28.09.2020 - Radioaktiver Abfall - Sicherheitsbehörden rüsten sich für neuen Castor-Transport

Die Behörden in Niedersachsen und Hessen bereiten einen Castor-Transport ins Zwischenlager des Atomkraftwerks Biblis vor. Tausende Polizisten sollen die Strecke sichern.

Während die Debatte über mögliche Standorte für ein Atommüll-Endlager in Deutschland neu entbrannt ist, rüsten sich die Sicherheitsbehörden für Proteste gegen einen neuen Castor-Transport. Nach SPIEGEL-Informationen sollen in der ersten Novemberwoche insgesamt sechs Castor-Behälter mit radioaktiven Abfällen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage in Sellafield nach Deutschland gebracht werden - zunächst per Schiff nach Nordenham in Niedersachsen und dann mit der Bahn weiter ins Atomkraftwerk im hessischen Biblis ...

 

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28.09.2020 - Deutscher Atommüll in Russland - Protest gegen die "Uran-Zöpfe"

Deutschland löst einen Teil seines Atommüllproblems durch den Export von Abfallprodukten nach Russland - zur Wiederaufbereitung. Umweltschützer kritisieren. dass der Müll im Land bleibe.

"Russland ist keine Mülldeponie", schreiben Greenpeace-Aktivisten in ihrer aktuellen Petition. Sie lehnen sich gegen deutsche Atommüll-Transporte auf und sind alarmiert. Erst vor kurzem traf wieder eine Ladung in der Nähe von St. Petersburg ein. Und sie sei größer als frühere gewesen, sagt Greenpeace-Aktivist Raschid Alimow:

"In einem Brief des Bundesumweltministeriums, der an die Aktivisten in Deutschland weitergeleitet wurde, wird von 900 Tonnen pro Lieferung gesprochen, nicht von 600, wie es in den früheren offiziellen Schreiben hieß. Diese Transporte werden ungefähr alle drei Wochen aus Deutschland entsandt." ...

 

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IPPNW-Pressemitteilung

28.09.2020 - Ärzteorganisation fordert schnellen und vollständigen Atomausstieg

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert anlässlich der heutigen Veröffentlichung des Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) einen schnellen und vollständigen Atomausstieg. Die sechs verbleibenden Atomkraftwerke in Deutschland sowie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennstäbeproduktion in Lingen müssen so schnell wie möglich geschlossen werden ...

Aktuell lagert der Atommüll in relativ ungesicherten oberirdischen Zwischenlagern quer durch die Republik – eine anhaltende Gefahr für Umwelt und öffentliche Gesundheit.

Dazu erklärt der IPPNW-Co-Vorsitzende Dr. med. Alex Rosen: „Optionen jenseits der dauerhaften Einlagerung in Deutschland wird es nicht geben. Weder wird es möglich sein, den Atommüll einfach in ein anderes Land zu verfrachten, noch ihn im Meer zu versenken oder im Weltall zu entsorgen. Auch die sogenannte Transmutation, also das ‚Recycling‘ von Atommüll zu Zwecken der Energiegewinnung ist ein Hirngespinst der Atomlobby und weltweit immer wieder technisch und wissenschaftlich als unrealistisch verworfen worden. Wir werden nicht umhinkommen, als Gesellschaft eine Lösung für unseren Atommüll hier in Deutschland finden zu müssen - so bitter das vor allem für uns Atomgeger*innen auch sein mag. Wir und unsere Nachkommen haben diese Altlasten des Atomzeitalters zu tragen.“ ...

 

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