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Zeitungsartikel 2020
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28. Juli 2020 - Montage von Fusionsreaktor beginnt

Artikel von Rudolf Balmer aus taz.de

Der Fusionsreaktor in Frankreich geht in seine nächste Bauphase. Die Kritik am größten internationalen Technologievorhaben von 35 Staaten bleibt.

Für das internationale Kernfusionsprojekt Iter beginnt eine neue und entscheidende Etappe. Die wichtigsten Bestandteile sind aus aller Welt an den Standort im südfranzösischen Durance-Tal geschafft worden. Jetzt müssen die Komponenten in den kommenden Monaten zusammengebaut werden. Am Ende soll ein Reaktor entstehen, der aus der Fusion der Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium mehr Energie liefert, als er selbst für die Reaktion benötigt.

Seit Jahrzehnten träumen WissenschaftlerInnen von dieser Art der Energiegewinnung. Iter muss den Beweis liefern, dass es nicht bloß eine überstiegene Illusion ist. Wenn alles plangemäß verläuft, könnte auf dieser Anlage bei Cadarache frühestens ab 2025 Deuterium-Tritium-Plasma gezündet werden. Freilich gab es in der Vergangenheit bereits Verzögerungen im Zeitplan und erheblich mehr Kosten als ursprünglich geplant.

Eigentlich sollten zu Beginn der Montagearbeiten Staatspräsident Emmanuel Macron und verschiedene Staats- und Regierungschefs zugegen sein. An dem bisher größten internationalen Technologievorhaben sind 35 Staaten beteiligt, die der EU, die USA, Russland, China, Indien, Korea, Japan und die Schweiz. Wegen Corona findet die Zeremonie am Dienstag virtuell per Videokonferenz statt.

Die riesige Baustelle mit einer reduzierten Zahl von Beschäftigten aus aller Welt macht seit Wochen auch besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Trotzdem sind die wichtigsten Teile nun vor Ort. Riesige Magnetspulen und Vakuumgefäße wurden dazu zunächst auf dem Seeweg aus Asien hergebracht und dann in Sondertransporten auf der Straße angeliefert.

Grüne warnen vor horrenden Summen

„Wir kommen in die Phase des ultimativen Experiments, mit Iter steht und fällt alles in Sachen Kernfusionsenergie“, sagt Pressesprecherin Sabina Griffith. Iter steht für International Thermonuclear Experimental Reactor. Die Kosten belaufen sich auf 20 Milliarden Euro, industriell soll Elektrizität mit dem Reaktor aber noch nicht produziert werden. Das soll bei einem Erfolg von Iter ab 2035 im nächsten Schritt erfolgen.

Die grüne Bundestagsfraktion warnte Ende 2019: „Iter verfehlt ein Ziel nach dem anderen und wird bestenfalls noch einen Bruchteil der ursprünglich für essenziell gehaltenen Erkenntnisse liefern – und selbst das viel zu spät.“ Es werde immer klarer, dass Kernfusion für die notwendige Energieversorgung der Zukunft viel zu spät komme, wenn sie überhaupt erfolgreich sein sollte. Es sei unverantwortlich, dass die EU und mit ihr Deutschland horrende Summen in Kernfusionsforschung investiere, obwohl erwiesen sei, dass das Hauptprojekt Iter krachend scheitere.

Laut Bundesregierung förderte die EU die Atomforschung von 2014 bis 2020 insgesamt mit rund 5 Milliarden Euro, darunter allein 2,7 Milliarden für den Fusionsreaktor Iter. Für den EU-Haushalt ab 2021 will die EU-Kommission die Gelder für das Iter-Projekt auf 6 Milliarden Euro bis 2027 verdoppeln. Die Verhandlungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.

 

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Karte der nuklearen Welt:

Baustelle des Fusionsreaktors ITER im Centre de Cadarache ...

 

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Fusion

 

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AtomkraftwerkePlag

 

ITER (Frankreich)

Kernfusionsanlage in Südfrankreich

Die Idee, eine Kernfusionsanlage in internationaler Zusammenarbeit zu entwickeln, hatte 1985 der damalige sowjetische Ministerpräsident Gorbatschow entwickelt und dem US-Präsidenten Reagan vorgeschlagen. Ein Jahr später unterzeichneten die Europäische Union (EURATOM), Japan, die ehemalige Sowjetunion und die USA ein erstes Abkommen zu ITER.

Da die großen Aufträge für ITER an französische Unternehmen vergeben wurden, deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen jedoch fast leer ausgingen, stellte die Bundesregierung im September 2012 die Projektförderung für deutsche Anbieter ein. Deutschland trägt jedoch weiterhin 20 % des EU-Beitrags zum Bau der Anlage.

Kritiker sehen den Bau der Kernfusionsanlage als "Milliardengrab" ...

https://atomkraftwerkeplag.wikia.org/de/wiki/ITER_(Frankreich)

 

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Wikipedia

 

Fusionsenergie

bezeichnet im Zusammenhang der Forschungspolitik die großtechnische Nutzung der thermonuklearen Kernfusion zur Stromerzeugung. Die Aussicht auf eine praktisch unerschöpfliche Energiequelle ohne das Risiko katastrophaler Störfälle und ohne die Notwendigkeit der Endlagerung langlebiger radioaktiver Abfälle ist die Motivation für langfristige, internationale Forschungsaktivitäten.

Das zurzeit aufwendigste und teuerste Projekt ist der internationale Forschungsreaktor ITER. Mit dem Reaktor, der seit 2007 in Südfrankreich errichtet wird, kann frühestens ab 2026 untersucht werden, ob ein Energieüberschuss – d. h. es wird mehr Fusionsleistung erzeugt als an Energiezufuhr benötigt wird – technisch realisierbar ist ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Fusionsenergie

 

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02.08.2020 - Mützenich bleibt dabei: Keine US-Atomwaffen mehr in Deutschland

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, will weiterhin, dass die USA ihre Atomwaffen aus Deutschland abziehen.

Er fühle sich durch die Diskussion darüber bestätigt, sagte Mützenich in der Sendung "Forum" des Inforadios vom rbb. Er betonte, die SPD habe schon im vergangenen Wahlprogramm einen solchen Abzug gefordert. Er sei zuversichtlich, dass seine Partei vor der kommenden Bundestagswahl wieder eine Antwort geben werde. Mützenich warnte, gerade kleinere Atomwaffen könnten künftig an Bedeutung gewinnen:

"... Wir stehen zur Zeit in offensichtlich einem Zeitabschnitt, wo Nuklearwaffen in ihrer militärischen Bedeutung wieder stärker zur Geltung gebracht werden sollen. Es wird nicht nur mit dem Einsatz gedroht, sondern es wird darüber nachgedacht, mit kleineren Atomwaffen zu reagieren ... Gerade vor dem Hintergrund, dass Frau Kramp-Karrenbauer, die Verteidigungsministerin, in den USA bindende Verträge versucht zu diskutieren, über neue Nuklearwaffen-Trägersysteme, die Deutschland dann auch bezahlt, ..."

 

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01.08.2020 - AKW in den Arabischen Emiraten eingeweiht: „Saubere Energie“

Die Vereinigten Arabischen Emiraten haben als erstes arabisches Land ein Atomkraftwerk. Es soll die Abhängigkeit von Öl mindern und Prestige bringen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Samstag ein Atomkraftwerk in Betrieb genommen – als erstes arabisches Land überhaupt. Der Reaktorblock I des Akw Barakah an der Nordwestküste der Emirate sei erfolgreich hochgefahren worden, schrieb der Vertreter Abu Dhabis bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Hamad Alkaabi, im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Inbetriebnahme des Akw nur zehn Tage nach dem Start der ersten arabischen Marsmission unterstreicht den Anspruch der Emirate, zur bedeutenden Regionalmacht aufzusteigen.

Die Inbetriebnahme des Reaktors sei ein „historischer Meilenstein“ für die Emirate, schrieb Alkaabi. Ziel sei es, „eine neue Art der sauberen Energie für die Nation“ zu etablieren ...

 

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31.07.2020 - Doppelte Ernte: Süße Himbeeren und jede Menge Solarstrom

Auf einer Obstplantage in den Niederlanden testet eine BayWa-Tochter im Großmaßstab neuartige Solarmodule, die Strom liefern und gleichzeitig die Pflanzen schützen.

Himbeeren und andere süße Früchte gedeihen besser, wenn sie geschützt vor Sonne und Wind heranwachsen können. Insofern herrschen seit kurzem perfekte Bedingungen auf dem Obsthof von Piet Albers im niederländischen Babberich, auf halber Strecke zwischen Emmerich und Arnheim: Die deutsche BayWa r.e., Projektentwickler für Energielösungen im Bereich der Erneuerbaren Energien, hat hier gemeinsam mit der niederländischen Tochtergesellschaft GroenLeven eine Himbeerplantage von 3,2 Hektar Fläche in 2,5 Metern Höhe mit 10.250 Solarmodulen überzogen. Auch Vorbereitungen für die Drahtabspannungen, an denen die Himbeerruten nach oben wachsen und seitlich gestützt werden können, sind schon integriert ...

 

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31.07.2020 - 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki - BUND fordert sofortiges Abrüsten und kompletten Atomausstieg

Zum 75. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine sofortige nukleare Abrüstung und einmal mehr den kompletten Atomausstieg Deutschlands. Die atomare Aufrüstung ist neben der Klimakrise, dem Artensterben und einem zu hohen Ressourcenverbrauch eine der großen existenziellen Bedrohungen der Menschheit. Der Einsatz von Atomwaffen hätte katastrophale Auswirkungen auf Mensch und Natur. Doch bereits der zum Nuklearwaffenbau notwendige Uranabbau zerstört Natur und Umwelt großflächig und gefährdet die Gesundheit der in den Uranminen arbeitenden Menschen. Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) haben zudem erneut gezeigt, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist ...

 

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31.07.2020 - Atombombenopfer als Forschungsobjekte

75 Jahre sind seit den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 vergangen. Fast genau solange werden die Folgen radioaktiver Strahlung auf die Überlebenden und deren Nachkommen untersucht. Die Opfer wurden zu Forschungsmaterial.

Schätzungsweise 100.000 Tote in Hiroshima, etwa 70.000 in Nagasaki – die Opferzahlen können nur geschätzt werden, denn aufgrund des Feuers und der enormen Hitzeentwicklung im und nahe dem Hypozentrum waren die Menschen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt oder hatten sich völlig aufgelöst. Andere waren auf der Suche nach Wasser ins Meer gespült worden. Zu denen, die sofort starben, kamen in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren Zigtausende weitere hinzu, die an den (Langzeit)-folgen der Radioaktivität starben.

1946 wurde in Hiroshima auf Anordnung von US-Präsident Harry Truman die Atomic Bombs Casualty Commission (ABCC), gegründet. Ziel war die Durchführung einer Langzeitstudie über die medizinischen und biologischen Auswirkungen ionisierender Strahlen auf die Überlebenden der Atombomben. 1950 beginnen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an 120.000 Menschen die Untersuchungen für ihre bis heute laufende Langzeitstudie.

Medizinische Hilfe für die Opfer gab es nicht ...

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30.07.2020 - USA: Statt Kohle nun Solar, Wind und Batterien

US-Energieversorger legen Kohlekraftwerke still und ersetzen sie durch Solar-, Windkraft und Batterien.

Weit verbreitet – insbesondere in der Erdgaswirtschaft und bei unbelehrbaren Atomkraftbefürwortern – ist die Meinung, dass man große fossile und atomare Kraftwerke, vor allem Kohlekraftwerke, nicht stilllegen könne, weil Speicherkapazitäten noch nicht genügend vorhanden oder zu teuer seien. Die typische Redewendung lautet: „Solange die Speicherfrage nicht gelöst ist, muss man übergangsmäßig auf flexible Erdgaskraftwerke zurückgreifen.“ Auch die Atomkraftbefürworter begründen ihre Forderung nach einer Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke mit der angeblich ungelösten Speicherfrage.

Ausgerechnet in den USA, wo Präsident Trump alles versucht, um mit hohen Subventionen Kohle- und Atomkraftwerke in Betrieb zu halten, schalten immer mehr Energieversorger ganze Kraftwerke ab und ersetzen sie durch Erneuerbare Energien mit Speichern. Die Triebfeder dahinter ist, dass sie mit Solar- und Windkraftwerken plus Batterien versorgungssicher und kostengünstiger den Strom produzieren können, als mit den umweltschädlichen Kraftwerken ...

 

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Suche nach Energieressourcen:

30.07.2020 - Ruanda setzt auf Atomkraft

Als aufstrebendes Land steigt Ruanda in die Atomenergie ein. Kooperationspartner ist Rosatom, Russland lockt auch andere afrikanische Staaten.

Viele Länder steigen aus, Ruandas Parlament hat soeben den Weg frei gemacht, in die Atomkraft einzusteigen. Das Parlament in Kigali stimmte dem Plan der Regierung zu, in der Hauptstadt ein nukleares Recherchezentrum und einen kleinen Atomreaktor mit Kapazitäten von bis zu 10 Megawatt zu bauen. Die Pläne zwischen Russland und Ruanda wurden bereits im Oktober 2019 im russischen Sotschi unterzeichnet.

Wer zahlt, ist bislang unbekannt. Bei einem ähnlichen Projekt in Ägypten bewilligten russische Staatsbanken dem ägyptischen Staat ein Darlehen von über 22 Milliarden Euro. Dafür soll der russische Energieriese Rosatom in El Dabaa am Mittelmeer bis 2026 einen gigantischen Atomkomplex bauen, Ägypten selbst schultert nur 15 Prozent der Kosten ...

 

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30.07.2020 - Nordsee: Tausende Gaslecks am Meeresgrund

Methan-Austritt rund um alte Bohrlöcher setzt pro Jahr tausende Tonnen Treibhausgas frei

Verborgene Treibhausgas-Schleudern: Der Meeresgrund der Nordsee setzt mehr Methangas frei als bislang angenommen – allein im britischen Nordseeteil sind es mehrere tausend Tonnen pro Jahr. Das potente Treibhausgas stammt aus flachen Gasreservoiren und bahnt sich durch Risse und Lecks rund um alte Bohrlöcher den Weg an die Oberfläche. Wegen der geringen Wassertiefe der Nordsee gelangt das Methan bis in die Atmosphäre.

Prinzipiell ist es nichts Ungewöhnliches, dass Methan aus den Sedimenten des Meeresgrunds austritt. Vor allem entlang der Küsten wird das Gas aus tauenden Gashydraten frei, aber auch aus anderen natürlichen Reservoiren. Vor Helgoland beispielsweise entstanden im Herbst 2015 tausende solcher Gasaustritte, aus denen große Mengen Methan aufstiegen ...

 

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29.07.2020 - Ein weissrussisches Kernkraftwerk spaltet die baltischen Staaten, und Putin reibt sich die Hände

In Weissrussland geht demnächst das erste Kernkraftwerk des Landes in Betrieb. Litauen bezeichnet die nahe seiner Grenze gelegene Anlage als gefährlich und möchte einen gesamtbaltischen Boykott durchsetzen. Doch der Nachbar Lettland hat andere Interessen, und Brüssel hilft auch nicht.

«Aus internen Gründen verhindert», lautete die trockene Begründung dafür, weshalb Litauens Präsident Nauseda nicht zum Jahrestreffen mit seinen baltischen Amtskollegen aus Lettland und Estland reisen würde. Doch kurz darauf lichtete sich der Nebel. Ohne eine gemeinsame Position in der «Frage des Kaufs von Strom aus Drittländern», so liess der Sprecher des Präsidenten wissen, halte Nauseda ein solches Treffen nicht für angebracht.

Wegen Uneinigkeit in einer sehr technischen Angelegenheit also liess Litauen die traditionelle regionale Zusammenkunft auf höchster Ebene platzen? Auf den ersten Blick scheint das reichlich überzogen, zumal es um die erste derartige Verweigerung eines Mitglieds des Ländertrios seit 1991 geht. Doch Litauen wollte ein politisches Zeichen setzen zu einem Problem, das dem Land schon seit Jahren Kopfschmerzen bereitet. Es geht um das Kernkraftwerk Ostrowez in Weissrussland, das fast unmittelbar an der eigenen Grenze gebaut wird und dessen erster Block demnächst in Betrieb gehen soll ...

 

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28.07.2020 - Meereis auf historischem Tiefstand

Die Ausdehnung des arktischen Meereises war im Juli noch nie so gering

Neuer Negativrekord: Die Fläche des arktischen Meereises ist im Juli 2020 so gering wie nie zuvor um diese Zeit. Vor allem vor Sibirien hat sich das Eis weit zurückgezogen, die Nordostpassage ist schon seit zwei Wochen eisfrei. Ursache dieses anomal starken Eisschwunds ist eine anhaltende Warmluftzelle, die vor allem die östliche Arktis auf sechs Grad über den langjährigen Durchschnitt erwärmte.

Die Arktis ist ein Hotspot des Klimawandels – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn diese Region hat sich deutlich stärker erwärmt als es dem globalen Mittelwert entspricht. Sichtbar wird dies unter anderem am allmählichen Schwund des arktischen Meereises. Er trifft zunehmend auch ältere und dickere Eisflächen, gleichzeitig geht dem Packeis der Nachschub aus. Prognosen zufolge könnten die Schiffsrouten durchs Nordmeer und der Nordpol schon vor dem Jahr 2050 eisfrei werden ...

 

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Bitte die beiden folgenden Artikel lesen:

Energiewende

28.07.2020 - Studie: Gute Chancen für grünen Wasserstoff

Weil Windkraft immer günstiger wird, könnte auch nachhaltig produzierter Wasserstoff den Durchbruch deutlich schneller schaffen als bislang gedacht.

Schon 2023 könnte grüner Wasserstoff aus Ökostrom laut einer Analyse der US-Bank Morgan Stanley genauso günstig sein wie die bislang billigere Alternative aus fossilem Erdgas. Grund dafür sind die immer noch rasant sinkenden Kosten für erneuerbaren Strom aus Wind- und Solaranlagen. In einer Untersuchung kommen die Analysten zu dem Ergebnis, dass vor allem das intelligente Zusammenspiel zwischen Windparks und Elektrolyseanlagen dem viel diskutierten „Green Hydrogen“ früher zur Wirtschaftlichkeit verhelfen könnte als bisher angenommen ...

 

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Gazprom und Rosatom - Wasserstoff aus Atomenergie

27.07.2020 - Russlands neue Energiestrategie: Nord Stream 2 soll Wasserstoff liefern

Auch Russland setzt auf neue Energie: Bis 2024 soll die Wasserstoffproduktion anlaufen. Vorreiter wollen die Staatskonzerne Gazprom und Rosatom werden.

Weil Europa auf Wasserstoff als Energieträger umschwenkt, stellt sich auch Russland neu auf. Dem Land bleibt keine andere Wahl: Als größter Öl- und Gasimporteur des Kontinents will es seine Position auf dem Energiemarkt behalten.

Nun hat das Energieministerium einen Plan für die Entwicklung von russischem Wasserstoff vorgelegt. Bis 2024 soll eine völlig neue Branche entstehen ...

 

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