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05. Mai 2020 - Ukraine: Energoatom plant 60 Jahre Betrieb für alle Kernkraftwerke

Artikel aus www.nuklearforum.ch

Die Ukraine plant, die Laufzeit all ihrer Kernkraftwerkseinheiten auf 60 Jahre zu verlängern. Dies sagte die staatliche Nuklearbetreiberin NNEGC Energoatom gegenüber der internationalen Kernenergie-Nachrichtenagentur NucNet. 

Wenn kein Entscheid getroffen wird, die Laufzeit der Kernkraftwerkseinheiten in der Ukraine zu verlängern, so könnten laut Energoatom nach 2040 nur noch vier kommerzielle Blöcke am Netz bleiben. Dies wären Rowne-4 und Saporoschje-6 sowie Chmelnizki-3 und -4, die noch in Bau sind. Bei gegenwärtig elf Einheiten ist eine Betriebsbewilligung bereits von 40 auf 50 Jahre verlängert worden.

Bei Saporoschje-5 haben die Arbeiten zur Verlängerung der Betriebsdauer begonnen. Die drei Einheiten, bei denen diese Arbeiten noch nicht lanciert worden sind, sind Saporoschje-6 (anfänglich vorgesehene Lebensdauer von 40 Jahren wird im Oktober 2026 erreicht), Rowno-4 (Juni 2035) und Chmelnizki-2 (Juli 2035).

«Alle Kernkraftwerke in der Ukraine werden ein Verfahren zur Laufzeitverlängerung durchlaufen», erklärte die Energoatom. «Darüber hinaus sieht die Energiestrategie der Ukraine bis 2035 den Bau von Ersatzkapazitäten vor.»

Chmelnizki-3 und -4 vom Typ WWER-1000 sind die einzigen zwei Blöcke der Ukraine, die als in Bau bezeichnet werden. Der erste Beton für die beiden Einheiten war Mitte der 1980er-Jahre gegossen worden. Die beiden Bauprojekte wurden 1990 wegen dem Reaktorunfall von Tschernobyl gestoppt. Block 3 war damals zu 75% und Block 4 zu 28% fertiggestellt. Die Energoatom teilte der NucNet kürzlich mit, dass die Fortsetzung des Baus von der Integration des ukrainischen Energiesystems in das europäische Netz abhänge. Ein langfristiger Vertrag über den Export von Strom aus Chmelnizki-2 in europäische Länder wird laut Energoatom ein wichtiges Finanzierungsinstrument für die geplante Fertigstellung von Chmelnizki-3 und -4 sein.

2019 lieferte der ukrainische Kernkraftwerkspark fast 54% der Stromerzeugung des Landes. Damit klassiert sich das Land zusammen mit der Slowakei auf Platz 2 hinter Frankreich mit 71%.

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Karte der nuklearen Welt:

Ob die sogenannten Verantwortlichen gegen jegliche Form des Dazulernens immunisiert sind, ist noch nicht eingehend erforscht ...

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Ukraine

Keine Konsequenzen aus Tschernobyl

Die ukrainische Sowjetrepublik war 1957 ein Gründungsmitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).

Der Einstieg in die Atomkraft begann mit dem Bau des ersten Tschernobyl-Reaktors im Jahre 1970, der 1977 in Betrieb genommen wurde. Der atomare GAU von Tschernobyl am 26. April 1986, bei dem auch Teile der Ukraine radioaktiv verstrahlt wurden, führte 1988 zum Baustopp bei den Reaktoren Tschernobyl-5 und -6 sowie 1989 beim Reaktor Crimea-1. Auch löste er am 2. August 1990 ein Moratorium für Neubauten in Saporischschja, Khmelnitsky und Riwne aus. Mit Hilfe von Spenden wurde für den zerstörten Reaktor Tschernobyl-4 ein neuer Sarkophag gebaut ...

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Wikipedia:

Energoatom (Ukraine)

Die National Nuclear Energy Generating Company Energoatom kurz NNEGC Energoatom (ukrainisch НАЕК Енергоатом) ist ein ukrainisches Staatsunternehmen, das mit der Betreibung aller ukrainischen Kernkraftwerke betraut ist. Die Gesellschaft ist für den Betrieb der laufenden Kernreaktoren, die Konstruktion neuer Atomkraftwerke, sowie für die Beschaffung nuklearen Brennstoffs und die Entsorgung des Atommülls verantwortlich.

Zurzeit betreibt das Unternehmen vier Kernkraftwerke mit 15 Reaktorblöcken ...

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Euratom-Vertrag muss gekündigt werden!

07.05.2020 - Der Generalanwalt erklärt, dass Österreichs Berufung gegen die staatlichen HPC-Beihilfen zurückgewiesen werden muss

Der Europäische Gerichtshof sollte eine Berufung Österreichs in Bezug auf die Genehmigung der Europäischen Kommission für staatliche Beihilfen für das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C (HPC) im Vereinigten Königreich abweisen, so Generalanwalt Gerard Hogan abschließend. Seine Meinung wird berücksichtigt werden, wenn der Europäische Gerichtshof über die Berufung Österreichs gegen die 2018 ergangene Entscheidung des Gerichts, den Fall abzuweisen, entscheidet ...

Er merkte auch an, dass die Bestimmungen des Euratom-Vertrags notwendigerweise die Entwicklung von Kernkraftwerken vorsehen ...

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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07.05.2020 - Bürgerinitiative konferiert online über Atommüllager in Würgassen

Knapp 200 Menschen haben sich am Mittwochabend (06.05.2020) an einer Online-Infoveranstaltung über das geplante Zwischenlager für Atommüll in Würgassen beteiligt. Die Bundesregierung will ab 2027 auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen radioaktiven Abfall zwischenlagern.

 

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06.05.2020 - Atomare US-Alleingänge und die Debatte um die Nukleare Teilhabe

Keines der Argumente, die von Befürwortern der Nuklearen Teilhabe ins Feld geführt werden, hält einer näheren Überprüfung stand

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06.05.2020 - Umstrittenes Atomkraftwerk in Weissrussland bekommt Kernbrennstoff

Das umstrittene Atomkraftwerk in Weissrussland hat kurz vor seiner Fertigstellung seinen Kernbrennstoff erhalten. Dieser sei für den ersten Atommeiler vorgesehen, teilte das Energieministerium der Ex-Sowjetrepublik in Minsk am Mittwoch mit. Das AKW in Ostrowez an der Grenze zum EU-Land Litauen wird vom russischen Atomenergiekonzern Rosatom gebaut, der die Anlage zu 90 Prozent mit Krediten finanziert. Das AKW soll im Juni fertig werden und ab Herbst ans Netz gehen. Es ist das Prestigeprojekt von Präsident Alexander Lukaschenko. Das Nachbarland Litauen bemängelte immer wieder die Einhaltung von Sicherheits- und Umweltstandards ...

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