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23.03.2020 - Atomkraft: Kärnten sorgt sich nach Erdbeben in Kroatien um AKW Krško

Artikel von Andreas Wilkens aus www.heise.de

Das Erdbeben in Kroatien nimmt die Kärtner Landesregierung zum Anlass, erneut die Abschaltung eines benachbarten Atomkraftwerks zu fordern.

Das Erdbeben in der Nähe der kroatischen Hauptstadt Zagreb am vergangenen Wochenende hat die Sorgen in Österreich um die Sicherheit eines benachbarten Atomkraftwerks bestärkt. Das Beben sei auch im slowenischen Krško deutlich spürbar gewesen, schreibt die Regierung des österreichischen Bundeslands Kärnten. In Krsko wird seit 37 Jahren ein Atomkraftwerk kommerziell betrieben.

"Die Umweltbehörde der Republik Slowenien gab bekannt, dass Seismographen des staatlichen Netzwerks von Erdbebenobservatorien zufolge das Erdbeben eine Stärke von 5,1 aufwies", heißt es aus Kärnten. Die slowenischen Behörden hätten entschieden, das AKW Krško nicht abzuschalten, Analysen und Kontrollen bei laufendem Betrieb durchzuführen.

"Dieses Mal ist vielleicht alles gut gegangen, aber was ist beim nächsten Mal? Auch wenn ein Supergau wie in Fukushima vielleicht nie eintreten wird: Die Gefahr, die Ungewissheit, insbesondere in dem alten Reaktor in Krško, ist permanent da", betonte der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. Daher sei der möglichst rasche Umstieg auf alternative Energiequellen alternativlos.

Krško ist ungefähr 50 km von Zagreb entfernt und 190 km von der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Zwischen dem österreichischen Bundesland und Kroatien gibt es einen ähnlichen Interessenkonflikt wie zwischen Nordrhein-Westfalen und Frankreich sowie Belgien wegen der dortigen grenznahen Atomkraftwerke.

Seit einiger Zeit wehrt sich Kärnten gegen Ausbaupläne für das AKW Krško, Umweltlandesrätin Sara Schaar kommentierte im August 2019: "Die Risiken für die Bevölkerung durch das AKW Krško sind enorm – das Werk ist veraltet, störanfällig und befindet sich zudem in einer der seismisch aktivsten Zonen Europas. Es ist absolut unverständlich, dass Slowenien angesichts dieser Tatsachen Ausbaupläne wälzt."

In Österreich selbst werden keine Atomkraftwerke betrieben. Das bereits fertiggestellte AKW in Zwentendorf wurde nach einer Volksabstimmung im November 1978, in der sich die Mehrheit gegen den Betrieb entschied, nie ans Netz genommen.

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Ein Beben kann schon eines zu viel sein ...

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25. März 2020 - Schlüsselkomponenten des zweiten HTR-PM-Reaktors angeschlossen

Der Reaktordruckbehälter, der Dampferzeuger und die Heißgasleitung des zweiten Reaktors in Chinas gasgekühltem Hochtemperatur-Demonstrationskraftwerk (HTR-PM) wurden erfolgreich gekoppelt und verbunden, teilte die China National Nuclear Corporation (CNNC) heute mit.

Die Arbeiten an der Demonstrationsanlage HTR-PM - die zwei kleine Reaktoren und eine Turbine umfasst - begannen im Dezember 2012 am Standort Shidaowan von China Huaneng in der Stadt Weihai in der ostchinesischen Provinz Shandong.

Übersetzt mit https://www.deepl.com/translator (kostenlose Version)

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25. März 2020 - Änderungen in Fennovoima treiben den Fortschritt des Hanhikivi-Projekts voran

Das finnische Unternehmen Fennovoima sagte, dass die 2019 vorgenommenen betrieblichen Veränderungen sowohl innerhalb des Unternehmens als auch im gesamten Projekt des Kernkraftwerks Hanhikivi 1 bedeutende Fortschritte in verschiedenen Bereichen der Anlagenplanung und der Vorbereitungsarbeiten gebracht haben. In einem neu veröffentlichten Bericht beschreibt das Unternehmen den Fortschritt des Projekts und die im vergangenen Jahr durchgeführten Arbeiten zur Nachhaltigkeit.

Fennovoima unterzeichnete im Dezember 2013 den Liefervertrag für Hanhikivi mit Rusatom Overseas - der Tochtergesellschaft von Rosatom, die sich mit dem Export von Atomkraftwerken befasst. Rosatom bot an, ein Kraftwerk mit einem 1200 MWe AES-2006 WWER im Rahmen eines Festpreisvertrags zu bauen.

Übersetzt mit https://www.deepl.com/translator (kostenlose Version)

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23. März 2020 - Atommüll-Transporte

Initiativen und der Bundesverband rufen die Regierung auf in diesen Zeiten auf Atom-Transporte zu verzichten.

Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die Ärzteorganisation IPPNW befürchten, dass der Gronauer Urananreicherer Urenco für kommende Woche am 30./31. März einen neuen Uranmülltransport von der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk plant. Die Initiativen rufen Urenco sowie die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung dringend auf, in den Corona-Zeiten auf diese Belastung der Öffentlichkeit zu verzichten.

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23. März 2020 - Corona-Krise stoppt Castor-Transport

Die mit dem aktuellen Castor-Transport beauftragte Gesellschaft für Nuklear-Service hat die Vorbereitungen ausgesetzt. Hintergrund ist, dass ein Polizeieinsatz angesichts der Corona-Krise nicht möglich ist.

Durchatmen bei den Atomkraftgegnern in der Wesermarsch. Das Coronavirus stoppt vorerst auch den geplanten Castortransport mit radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield über den Hafen Nordenham in ein Zwischenlager des Kernkraftwerks Biblis. Nach Angaben der mit dem Transport beauftragten GNS Gesellschaft für Nuklear-Service haben die für die Begleitung und Durchführung des Transports verantwortlichen Polizeibehörden mitgeteilt, dass der Polizeieinsatz mit Blick auf die aktuelle Corona-Ausbreitung derzeit nicht verantwortbar sei und somit nicht wie geplant durchgeführt werden könne. Die Vorbereitungen für den Transport bei der GNS wurden daraufhin ausgesetzt.

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22. März 2020 - Neue Brennelement-Exporte genehmigt - Verbot noch nicht in Sicht

Ein Verbot umstrittener Brennelement-Exporte an alte Atomkraftwerke nahe der deutschen Grenze ist auch mehr als drei Monate nach einem Vorstoß von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) nicht in Sicht. Am vergangenen Mittwoch seien Exportgenehmigungen für das französische AKW Dampierre 2 und die belgischen AKW Doel 1 und 2 erteilt worden, sagte ein Sprecher Schulzes der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Mit der vom Bundesumweltministerium angestrebten gesetzlichen Regelung eines Exportverbots wäre eine Belieferung der grenznahen belgischen Atomkraftwerke Doel 1 und 2 nicht mehr möglich." Die Gespräche dazu dauerten an.

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