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Zeitungsartikel 2019
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Nacht vom 31.12.2019 zum 01.01.2020

Einige der letzten Nachrichten des alten Jahres stimmten mich zuversichtlich.

Drei Uralt-Atomreaktoren, Mühleberg in der Schweiz, Ringhals 2 in Schweden und Philippsburg 2 in Deutschland sind in den letzten Tagen vom Netz genommen worden; die Aussichten für den weiteren Ausbau der Sonnenenergie im neuen Jahr könnten hervorragend sein, wenn die Regierung endlich aufhören würde Spielchen zu spielen; ein Gericht in Angola hat 2,2 Milliarden Dollar eingefroren, die der (Ex-) Präsidenten-Papa José Eduardo dos Santos seiner Tochter Isabel zugeschanzt hatte.

Solche Meldungen liest man doch gern, nicht nur im Winter wenn's nicht schneit.

Also las ich frohen Mutes weiter und die Ernüchterung folgte auf dem Fuß.

Irrsinnige Realitäten als Witze verpackt über die ich nicht mehr lachen kann - scheinbar müssen nur noch die Namen der rechten Horror-Clowns (Trumpl, Joker-Johnson, Muerte der Killerpräsident auf den Phillipinen etc.) erwähnt werden und schon treibt's aller Welt ein dümmlich, wissendes Grinsen auf's Gesicht, die konkreten Folgen dieser Politik, die unzähligen Opfer lassen sich so leicht weglachen; der WDR-Kinderchor singt das, schon in hunderttausend verschiedenen Versionen verhunzte, Lied von der Oma mit dem Motorrad im Hühnerstall und die Rechten schlagen wie wild die digitale Buschtrommel, drohen - wie immer, unter dem machen sie's ja nicht - mit Mord und Totschlag und der WDR fällt wie auf Kommando kollektiv und reihenweise auf die Knie und bittet diese potentiellen Gewalttäter auch noch um Vergebung, für eine Satire, kein Witz; weltweit brennen die Wälder, nicht so wie jedes Jahr, sondern so heftig wie nie zuvor und ein Ende ist nicht in Sicht.

Meine Füße waren daraufhin wie festgenagelt auf dem Boden der Realität, sodass der Teppich garnicht mehr fliegen konnt' ...

Also las ich auf der Suche nach Hoffnung weiter und fand was ich suchte.

Zwei Artikel möchte ich den treuen Lesern zum Beginn des neuen Jahres besonders ans Herz legen:

29.12.2019 - "Wahrhaft selbstloses Handeln ist äußerst selten (oder tritt in Wirklichkeit überhaupt nie auf)"

Andreas von Westphalen

Wirtschaftswissenschaft und Evolutionsbiologie haben Schwierigkeiten menschlichen Altruismus zu erklären

... Der Mensch hat durchaus die Fähigkeit zum selbstlosen Altruismus, in dessen Zentrum die Person steht, der geholfen werden soll, und nicht das eigene Ego, das Lust darauf hat, sich im Licht einer guten Tat zu sonnen. Zudem gibt es starke Hinweise darauf, dass der Mensch diese Eigenschaft von Natur aus mitbringt ...

sowie

30.12.2019 - Der Grüne Deal und das Goldene Kalb

Wolf Reiser

Den Planeten zu retten heißt, die herrschenden Eliten zu stürzen

... es ist bemerkenswert, dass sich eine Generation meldet, die man schon unter digitaler Demenz abgehakt hatte. Allerdings: Ein auffälliger Unterschied zu den damaligen Märschen wegen Vietnam, Imperialismus, Polizeigewalt und Notstand besteht darin, dass die aktuell empörte Jugend von Staatsmacht, Wissenschaft, Justiz und Wirtschaft zu ihren aktivistischen Happenings geradezu angetrieben wird. Auch stehen Greta und den Reemtsma-Influencerinnen TV-Studios, Zeitungsredaktionen, Eventhallen, Oligarchen-Paläste, Vatikan und die Davoser-Premium-Suiten rund um die Uhr offen - "Open up the doors" sozusagen ...

In diesem Sinne, weitermachen.

 

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Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...

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02.01.2020 - Geld allein wird die Probleme bei der Windkraft nicht lösen

Die Koalition will die Akzeptanz für die Windkraft erhöhen. Mit finanzieller Unterstützung werden die wahren Probleme aber nur kaschiert.

Seit Monaten kommt der Ausbau der Windkraft hierzulande nicht voran. Ein verkorkstes Ausschreibungsdesign gehört zu den Ursachen. Ebenso der wachsende Widerstand vor Ort. Langwierige Genehmigungsverfahren und sehr häufig auch Klagen gehören für die Branche zum Alltag.

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02.01.2020 - Windenergie: SPD will durch "Windbürgergeld" Akzeptanz erhöhen

Der Umweltpolitiker Matthias Miersch hat sich dafür ausgesprochen, Anwohner von Windanlagen finanziell zu entschädigen. So ließen sich Widerstände überwinden.

Wer Windräder in der Nachbarschaft akzeptiert, könnte künftig finanziell belohnt werden. Die SPD strebt die Einführung eines sogenannten Windbürgergeldes an, wie SPD-Fraktionsvizechef Matthias Miersch in der Neuen Osnabrücker Zeitung ankündigte.
Eine solche Prämie würde dazu beitragen, den Widerstand gegen Windräder vor der Haustür zu überwinden und damit den Ausbau der erneuerbaren Energiequelle ermöglichen, sagte Miersch.

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01.01.2020 - 70 Prozent weniger CO2 - Radikaler Klimaschutz in Dänemark

Mit Riesenmehrheit hat sich das Kopenhagener Parlament auf ehrgeizige Ziele verpflichtet. Jetzt stehen in Dänemark die Mühen der Ebene und schmerzhafte Einschnitte an.

Wenn Klimaaktivisten einstimmig die Politiker ihres Landes – von der sozialdemokratischen Regierung mitsamt linken Stützparteien bis zur Bürgeropposition – über den grünen Klee loben, lohnt ein genauerer Blick. Zumal Dänemarks auf breiter Front im Parlament ausgehandeltes Klimagesetz mit dem Ziel von 70 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 für Optimismus genau in den Wochen sorgte, als die Madrider UN-Klimakonferenz kläglich scheiterte und in Berlin die Große Koalition ihr verzagtes Klimapaket vorlegte.

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01.01.2020 - Schweden nimmt AKW Ringhals vom Netz - Abschied auf Raten

Da waren's nur noch sieben: Schweden verabschiedet sich von der Atomkraft – wenn auch langsam. Dabei produziert das Land schon mehr Strom als nötig.

Das neue Jahr beginne „fantastisch gut“, sagt Isadora Wronski von Greenpeace. „Nun wird Schweden ein wenig sicherer.“

Am 30. Dezember wurde Reaktor 2 des AKW's Ringhals endgültig vom Netz genommen. Ein Veteran mit 45 Betriebsjahren. Und für Dezember 2020 ist die Stillegung des ein Jahr jüngeren Reaktors 1 fest vereinbart. Von Schwedens ehemals 12 Atomreaktoren werden dann noch sechs in Betrieb sein. Halbzeit also.

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01.01.2020 - Industriepräsident: Auch Bürger müssen für Energiewende Preis zahlen

Die Energiewende in Deutschland kommt nicht richtig voran. Industriepräsident Kempf sagt: Bürgerinitiativen dürften nicht bestimmen, wohin die Reise geht.

Für den grundlegenden Umbau des Energiesystems in Deutschland müssen aus Sicht von Industriepräsident Dieter Kempf auch die Bürger einen Preis zahlen. "Es darf nicht das Prinzip gelten: nicht in meinem Hinterhof", sagte Kempf der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf Proteste etwa gegen neue Windräder oder Strommasten. "Zur Förderung des Gemeinwohls muss auch schon mal auf individuelle Interessen verzichtet werden."

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31.12.2019 - Atomausstieg: AKW Philippsburg abgeschaltet

Der Atomausstieg geht weiter: Der Energiekonzern EnBW hat den Stecker beim Atomkraftwerk Philippsburg gezogen. Sechs Meiler bleiben noch am Netz.

Das Atomkraftwerk Philippsburg 2 ist vom Netz getrennt. Der Meiler wurde wie geplant abgeschaltet, teilte der Energiekonzern EnBW mit. "Der Abschaltvorgang lief technisch wie geplant und ohne Besonderheiten", sagte ein Sprecher. Im kommenden Jahr beginnt dann der Abriss der Anlage. Die Arbeiten sollen zehn bis 15 Jahre dauern. Einiges Abbruchmaterial lässt sich recyclen. Hochradioaktiver Schrott muss für Tausende Jahre sicher gelagert werden.

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30.12.2019 - Ein Atomreaktor in Schweden vom Netz genommen

Im Südwesten Schwedens ist mit der Abwicklung eines Atomreaktors des jahrzehntealten Kernkraftwerks Ringhals begonnen worden. Nach mehr als 40 Jahren im Betrieb wurde die letzte Turbine des Reaktors Ringhals 2 am Montagmorgen vom Netz genommen, wie ein Sprecher des Haupteigentümers Vattenfall bestätigte. In einem nächsten Schritt soll Anfang Januar das verbliebene Brennmaterial herausgeholt werden. Der Rückbau des Reaktors wird einige Jahre in Anspruch nehmen: Sein Abriss soll in etwa zwei Jahren eingeleitet werden und dürfte dann mindestens acht Jahre dauern.

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30.12.2019 - Europa hat ab Dienstag einen deutschen Uraltmeiler weniger

Nach 40 Jahren wird zu Silvester auch Block 2 im Atomkraftwerk Philippsburg abgeschaltet, womit Südwestdeutschland sicherer wird

Am gestrigen Sonntag haben knapp 200 Atomkraftgegner am Atomkraftwerk Philippsburg gefeiert, dass auch Block 2 nun endgültig an Silvester nach 40 Jahren abgeschaltet wird. "Nachdem wir 30 Jahre lang oft vor dem Atomkraftwerk Philippsburg demonstriert haben, werden wir am Sonntag, dem 29.12.2019, um 12:00 Uhr, die endgültige Abschaltung des letzten badischen Atomreaktors 'feiern'", hatte die Anti-Atom Initiative Karlsruhe zu einer "symbolischen Abschiedsmahnwache am Haupteingang" eingeladen.

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