Zeitungsartikel 2019 Aktuell+.

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14.09.2019 - Hinter dem Atommüll-Endlager steht ein dickes Fragezeichen

Artikel aus www.aargauerzeitung.ch

Laut Pro Bözberg bestehen erhebliche die Sicherheit betreffende Zweifel bei den geplanten Atommüllagern in der Schweiz.

Der Bözberg ist einer von drei potenziellen Standorten, die von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) für die geologische Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle in der Schweiz bestimmt wurden. Die Vereinsorganisation Pro Bözberg setzt sich «als kantonal einsprache- und beschwerdelegitimierte Körperschaft kompromisslos dafür ein, dass in allen Fragen der nuklearen Entsorgung ausschliesslich Kriterien der höchstmöglichen Sicherheit zur Anwendung gelangen».

Um die Zusammenhänge in diesem komplexen Sachgebiet in eigener Kompetenz beurteilen zu können, erachtet es der Vorstand von Pro Bözberg als vordringliche Pflicht, sich nicht nur an Verlautbarungen der beteiligten Stellen zu orientieren, sondern aktiv und unabhängig auch die Entwicklung der nuklearen Entsorgung im Ausland zu verfolgen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Vor diesem Hintergrund hat eine sechsköpfige Delegation zwei für die nukleare Entsorgung in Frankreich zentrale Anlagen besucht: das Felslabor bei Bure, 450 Meter tief in einem Tongestein (vergleichbar dem Opalinuston der Nordschweiz) sowie das Lager Centre de l’Aube für schwach- und mittelaktive Abfälle. Die Teilnehmer haben die Reise in Eigenregie organisiert, vorbereitet und bezahlt.

Die Studienreise hat gemäss Medienmitteilung mehrere Haupterkenntnisse gebracht: Die Einlagerungskonzepte der französischen und schweizerischen Entsorgungspflichtigen für hochradioaktive Abfälle unterscheiden sich fundamental, so der Vorstand. Die Andra (französische Schwesterorganisation der Nagra) stehe kategorisch zum Primat einer technisch robust umsetzbaren, realitätsnah demonstrierbaren Rückholbarkeit der hochradioaktiven Abfälle.

Beim Thema Sicherheit bestehen laut Vorstand im Vergleich der bereits bestehenden Anlagen in Frankreich mit geplanten Installationen der Schweiz (zum Beispiel bei Villigen und Riniken) mehr als ernsthafte Zweifel, ob überhaupt ausreichend Platz zwischen Wald und Dorf für schlagkräftig schützbare Anlagen vorhanden ist.

Und: Kurzlebige schwach- und mittelaktive Abfälle lagern in Frankreich einbetoniert in zwei überwachten Oberflächenanlagen, fügt der Vorstand von Pro Bözberg an. Tiefenlager würden dafür nicht als zweckdienlich erachtet. Kurz: Die Teilnehmer der Studienreise sind der Auffassung, dass ein verstärkter Dialog der schweizerischen Entsorgungspflichtigen mit ihren französischen Kollegen auf der technisch-wissenschaftlichen Ebene gefördert, wenn nicht gar von den zuständigen Bundesbehörden gefordert werden sollte.

Denn wie dieser Augenschein in Frankreich gezeigt hat, besteht gemäss Pro Bözberg bereits auf der konzeptionellen Ebene seitens der Schweizer Tiefenlagerplanung ein erheblicher Erklärungsbedarf.

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Karte der nuklearen Welt:

Drei mögliche Endlagerstandorte nördlich von Zürich.

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Anti-Atomkraft-Bewegung

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https://www.nuclearwaste.info/

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https://www.atommuellreport.de/themen/endlagerung-international/einzelansicht/endlagerung-schweiz.html

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https://en.wikipedia.org/wiki/Category:Anti-nuclear_movement_by_country

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Aktuell+. Mehr Lesenswertes ...

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ASTRID ist tot! Generation IV am Ende?

15.09.2019 - Trotz Atom-Ausstieg: Subventionen für Frankreichs Flop-Reaktor

Frankreich zieht dem Forschungs-Reaktor Astrid den Stecker. Auch die Schweiz ist mit ihren Euratom-Subventionen daran beteiligt.

Der französische Forschungs-Reaktor Astrid (Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration) sollte den Einstieg in die 4. AKW-Generation garantieren. Als Nachfolge-Projekt des gescheiterten Schnellen Brüters Superphenix wurde Astrid als «inhärent sicher», «nachhaltig» und für den Klimaschutz angepriesen. Rund 740 Millionen Euro hat der natriumgekühlte Forschungs-Reaktor Astrid bis Ende 2017 verschlungen. 2025 sollte ein erster Prototyp in Betrieb gehen.

Doch jetzt ist Schluss ...

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14.09.2019 - Alternativer Antrieb - Wasserstoff - noch teuer, aber praktisch

Wasserstoff tanken ist fast so einfach wie bei Benzin und dauert nur fünf Minuten. Er ist noch teuer, könnte aber mittelfristig gegenüber der Batterie eine Alternative sein. 

Die Asiaten haben schon einen Blick darauf geworfen: Toyota und Hyundai sind gegenwärtig die einzigen Automobilhersteller, die Wasserstoffautos in Serie produzieren. In Deutschland gibt es nur ein Modell von Mercedes, das in kleiner Stückzahl einem begrenztem Publikum zur Verfügung steht.

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