Der Erfolg hat viele Namen: Dealmaker, Potus, Trumpl ...

Scherz beiseite, ohne die urangetriebenen Horror-Clowns sähe das Geschäft mit dem Uran weltweit eher schlecht aus.

12.10.2018 - Hoffnung für angeschlagene Atombranche

Artikel von Krim Delko aus www.nzz.ch

Seit der Katastrophe in Fukushima hat die Atombranche einen wahren nuklearen Winter erlebt. Insbesondere die Aktien von Uranminen sind stark gefallen. Doch in letzter Zeit ist das Interesse am Sektor in Hedge Fund Kreisen gestiegen. Politische Eingriffe und starke Förderkürzungen sind der Katalysator.

Von den vielen Produkten, die derzeit von der Trump-Administration mit Importtarifen belastet werden, ist eines lange unangetastet geblieben. Dabei handelt es sich um Uran, den Brennstoff für Kernkraftwerke und Basismaterial zur Herstellung von Atombomben. Die Amerikaner fördern laut Schätzungen nur gerade 5% des eigenen Bedarfs selbst. Es verwundert, dass ausgerechnet dieses problematische Material bisher nicht stärker reguliert wurde. Doch nun tut sich etwas in diesem Bereich. Handelsminister Wilbur Ross gab im Juli eine Untersuchung zur möglichen Erhebung von Tarifen in Auftrag. Die Herkunft des Urans soll genauer geprüft werden.

Förderer schränken sich ein

Das sind gute Nachrichten für die angeschlagene Uranindustrie, die seit Jahren unter tiefen Preisen leidet. Besonders zufrieden mit der Entscheidung Washingtons, die Uranimporte zu überprüfen, dürfte das Management von Energy Fuels sein. Das Unternehmen hat der Trump-Administration diesen Schritt ans Herz gelegt. Energy Fuels ist ein Uranförderer, der sich auf Minen in den USA konzentriert. Wegen Umweltbelastung und Gesundheitsrisiken sind in den USA zahlreiche Förderstellen geschlossen worden. Viele dieser Minen befinden sich in Teilen der epischen Wüstenlandschaft wie etwa dem Grand Canyon oder dem Monument Valley. Die Förderung von Uran ist dort vor Jahrzehnten abgebrochen worden. Das könnte sich bald ändern. Energy Fuels hat es geschafft, das Interesse der Trump-Administration zu wecken. Es ist durchaus möglich, dass die Förderverbote aufgehoben werden. Die Aktien von Energy Fuels haben im laufenden Jahr rund 70% zugelegt, was den Optimismus der Anleger spiegelt.

Doch die Uranminen sind nicht nur dank Trump auf dem Radar der Hedge-Funds. In den vergangenen Monaten hat sich in der Branche auch sonst einiges getan. Die Investoren zählen auch auf die Initiativen führender Produzenten, die Fördermengen zu drosseln. Kazatomprom, der staatlich geführte Förderer aus Kasachstan, will die Fördermengen kürzen. Man erhofft sich eine Erholung des Uranpreises und dementsprechend bessere Zeiten für die gesamte Uranbranche. Kazatomprom, einer der weltweit führenden Förderer, plant zudem ein IPO. Gemäss Timothy Gitzel, CEO des kanadischen Branchenleaders Cameco, hat die Branche unter anderem lange darunter gelitten, dass Staatsbetriebe die Produktion forciert haben, ohne dabei die Reaktion des Marktes zu berücksichtigen. Das geplante IPO von Kazatomprom könnte diesen Einflussfaktor reduzieren.

Analytiker schätzen, dass eine Uranmine einen Uranpreis von 70 bis 80 $ benötigt, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Doch der Spot-Preis liegt derzeit bei nicht einmal 30 $. Doch nun ist Bewegung in die Branche gekommen, neben Kazatomprom haben auch mehrere andere führende Hersteller Produktionskürzungen angekündigt.

Weitere Preiserholung steht an

Doch trotz diesen positiven Veränderungen haben sich die Aktien der Uranproduzenten nur wenig erholt. Die Titel von Cameco werden beispielsweise noch weit unter der Höchstmarke gehandelt. Dasselbe gilt für andere Förderer wie Denison Mines oder Uranium Energy. Bei der australischen Paladin Energy haben die ursprünglichen Aktionäre nach einer schmerzhaften Umschuldung fast alles verloren. Seit der Neukotierung im Februar tendieren die Aktien aber stabil.

Gemäss Hedge-Fund-Managern dürfte sich der Uranpreis bald stärker erholen. Während die Nachfrage in den USA und Europa stagniert, wächst der Bedarf in China und Indien, wo die Atomkraft weiterhin stark gefördert wird. Falls die USA die Importe aus gewissen Ländern erschweren, könnte das sogar noch schneller zu einer Erholung der Branche führen. Ein Beispiel für die neue Zuversicht ist das seit kurzem in London kotierte Anlagevehikel Yellow Cake, die billiges Uran am Spotmarkt kauft und hofft, es später zu höheren Preisen an Atomkraftwerke verkaufen zu können. Das macht auch die in Kanada kotierte Uranium Participation.

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