Aktuelles Der THTR-Rundbrief

Newsletter XLIV

24. - ... September 2021

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25.09.2021 - Photovoltaik: Wie umweltschädlich sind Solarzellen?

Photovoltaik gilt als saubere Energiequelle, aber auch Solarzellen kommen nicht gänzlich ohne Schadstoffe und Emission von Klimagasen aus: bei der Herstellung und bei der Entsorgung. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Eine Stromerzeugungstechnik völlig ohne Umweltwirkungen gibt es nicht. Die Photovoltaik verursacht während der Nutzungsphase keine Emissionen und hat deshalb im Vergleich zu anderen Energieformen eine sehr gute Umweltbilanz. Bei der Produktion der Module und ihrer Entsorgung verbraucht jedoch auch die Sonnenenergie Ressourcen und verursacht Abfall.

Wie viel Energie frisst die Herstellung von Solarzellen?

"Die Geschichte, die immer mal wieder durch die Gegend geistert, dass Photovoltaikanlagen sich niemals energetisch amortisieren, ist Quatsch", betont Matthias Futterlieb vom Umweltbundesamt (UBA). In Deutschland brauchen Solarzellen im Normalfall ungefähr ein Jahr, bis sie so viel Energie produziert haben, wie zur Herstellung nötig war. Auch unter ungünstigen Bedingungen sind es nicht mehr als zwei Jahre. In Südeuropa reichen sogar acht Monate (Quellen: UBA, Fraunhofer ISE). Im Gegenzug kann eine Photovoltaik-Anlage über Jahrzehnte Strom produzieren. Die Hersteller geben eine Garantie für 25 bis 30 Jahre. In Wirklichkeit halten die Module in der Regel länger ...

 

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24.09.2021 - Forschungsreaktor Garching soll 2022 wieder anfahren – kein neuer Brennstoff

Seit 2020 steht der Garchinger Forschungsreaktor still, auch weil zu viel radioaktives C-14 ausgetreten war. Nun wird ein Wiederanfahren vorbereitet.

Der Forschungsreaktor FRM II in Garching soll im nächsten Jahr wieder anfahren. Geplant sei ein Zeitpunkt Anfang 2022, sagte eine FRM II-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Er wird vorerst weiter mit umstrittenem hochangereichertem Uran laufen. Dagegen protestieren Atomgegner seit langem.

Umstrittener Reaktor

Der Reaktor war wegen der Corona-Pandemie im März 2020 heruntergefahren worden. Wenig später entwich radioaktives C-14 über dem zulässigen Jahresgrenzwert, weil eine Filteranlage versehentlich nicht in Betrieb genommen worden war ...

 

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24.09.2021 - Kriegswaffen für 4,5 Milliarden Euro exportiert

Größter Abnehmer der deutschen Rüstungsindustrie in der laufenden Wahlperiode war Ägypten

Berlin. Die deutsche Rüstungsindustrie hat in der laufenden Wahlperiode Kriegswaffen für rund 4,5 Milliarden Euro exportiert. Rund ein Viertel davon ging mit 1,081 Milliarden Euro an Ägypten, das wegen Menschenrechtsverletzungen und seiner Verwicklung in die Konflikte im Jemen und in Libyen kritisiert wird. Auch Saudi-Arabien und die Türkei sind im Zeitraum seit Oktober 2017 unter den zehn wichtigsten Empfängerländern der Rüstungsindustrie

Union und SPD hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl 2017 auf einen Rüstungsexportstopp für alle »unmittelbar« am Jemen-Krieg beteiligten Länder verständigt. Für Saudi-Arabien wurde der Beschluss zwar teilweise durchgesetzt - aber erst im November 2018 nach der Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul ...

 

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Aktuelles+

 

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24. September 2021 - Kühlflüssigkeit ausgelaufen bei Panne am Atomreaktor Flamanville

rp-online.de

Flamanville/Frankreich Der einstige Prestigereaktor im französischen Flamanville sollte ursprünglich 2012 ans Netz gehen. Doch mehrere Baufehler verzögern den Start noch immer, die geplanten Kosten haben sich fast vervierfacht.

Bei einer erneuten Panne an dem im Bau befindlichen Druckwasser-Reaktor im französischen Flamanville ist Kühlflüssigkeit ausgelaufen. Das Ereignis sei als "signifikanter" Vorfall eingestuft worden, habe aber keine Folgen für die Sicherheit der Anlage oder die Gesundheit der Beschäftigten, teilte der Betreiber EDF am Freitag mit. Bei Wartungsarbeiten habe sich herausgestellt, dass etwa 74 Kilogramm Kühlflüssigkeit in dem EPR-Reaktor ausgetreten seien.

Insgesamt seien damit seit Jahresbeginn 172 Kilogramm Kühlflüssigkeit ausgelaufen. Es seien jedoch höchstens 100 Kilogramm im Jahr erlaubt. EDF habe umgehend Experten eingesetzt, um die undichte Stelle auszumachen und zu reparieren.

Das einstige Prestigeprojekt der französischen Atomindustrie gilt angesichts mehrerer Baufehler und explodierender Kosten mittlerweile als Misserfolg. Ursprünglich sollte der Reaktor 3,3 Milliarden Euro kosten und 2012 ans Netz gehen. Mittlerweile belaufen sich die Kosten auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Einem Bericht zufolge könnten die Kosten bis zur Inbetriebnahme auf über 19 Milliarden Euro steigen. Mit der Inbetriebnahme wird frühestens Ende 2022 gerechnet.

 

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24. September 2021 - Atomkraftwerk Brokdorf - Störung im Not-Nebenkühlwassersystem

iwr.de

Kiel - Im Kernkraftwerk Brokdorf ist Anfang der Woche eine Fehlfunktion im Not-Nebenkühlwassersystem festgestellt worden. Im Rahmen routinemäßig geplanter Arbeiten hatte die Preussen-Elektra-Betreibergesellschaft in einem von zwei Strängen des Systems einen Schieber manuell geschlossen.

Bei erneuter Betätigung zum Öffnen des Schiebers wurde festgestellt, dass der Schieber nicht öffnete, obwohl das Antriebsgestänge betätigt wurde. Die Reaktorsicherheitsbehörde hat zur Ursachenklärung und zur Festlegung von Instandsetzungsmaßnahmen Sachverständige hinzugezogen, teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein mit.

Das Not-Nebenkühlwassersystem ist ein Teil der sicherheitstechnisch wichtigen Nachkühlketten und dient der Nachzerfallswärmeabfuhr bei sehr unwahrscheinlichen Störfällen mit Einwirkungen von außen (EVA-Störfälle), wie z.B. Flugzeugabsturz. Das Not-Nebenkühlwassersystem ist redundant (2 x 100%) ausgeführt. Ein Strang ist demnach ausreichend zur Beherrschung von EVA-Störfällen. Der sich mehrere Meter unter Wasser befindliche und im Normalbetrieb geöffnete Schieber wird im Bedarfsfall (z.B. bei Wartungsarbeiten) geschlossen, um den Eintritt des Elbwassers in die Kraftwerksrohrleitung zu unterbinden.

Das Kernkraftwerk Brokdorf ist eines von drei Kernkraftwerken in Schleswig-Holstein. Das AKW Krümmel speist im Zuge der Atomgesetzänderung im Jahre 2011 keinen Strom mehr ins Netz, das Kernkraftwerk Brunsbüttel befindet sich bereits in der Stilllegung und im Abbau. Das AKW Brokdorf wird laut Atomgesetz spätestens Ende 2021 keinen Strom mehr produzieren.

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Jeden Tag passieren hier und da kleine Fehler ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Durchsuchen der reaktorpleite.de

mit den Stichworten:

       
  Panne Störung  
       

brachte u.a. folgendes Ergebnis:

 

INES (International Nuclear Event Scale) und die Liste der Störfälle und Unfälle in kerntechnische Anlagen

 

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Die Liste der Störungen beim THTR endet leider nicht mit der Abschaltung des Reaktors im Jahre 1989 ... Pleiten, Pech und THTR Pannenserie

 

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YouTube-Kanal "Reaktorpleite"

 

Bewegte Bilder zu den Themen: Atomkraft, Korruption, MiK, Rüstung, Klima-, Natur- und Umweltschutz ... 

 

3sat nano - Dr. Alex Rosen - 06:11

Warum die Katastrophe von Fukushima verharmlost wird

 

ZDF Abenteuer Forschung - Harald Lesch - 08:45

Forschung zur Nutzung der Atomkraft und zur Entsorgung von Atommüll

 

ZDF Magazin Royale - Jan Böhmermann - 18:21

Atommüll: Kein Endlager in Sicht!

 

Arte - Kenichi Watanabe - 01:23:55

Unsere schöne nukleare Welt

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 100 Videos zu den Themen: Atomkraft, MiK, Rüstung, Korruption, Klima-, Natur- und Umweltschutz ...

 

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News

 

Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Akw Störfall

https://www.ecosia.org/search?q=Akw+St%C3%B6rfall

 

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AtomkraftwerkePlag

 

Weitere Atomunfälle und Störfälle

Neben den Katastrophen von Fukushima und Tschernobyl haben sich weitere Atomunfälle ereignet, die zu großen radioaktiven Verseuchungen führten, wie in Majak oder Tomsk, oder Störfälle, die nur aufgrund glücklicher Umstände nicht in einem GAU endeten. Allein diese Ereignisse müssten ausreichen, die Gefahren der Nutzung "friedlicher" Atomenergie vor Augen zu führen.

Nach einer Schätzung aus dem Jahr 2012 verursachten die Unfälle zusammen mit den Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima Kosten in Höhe von 471 Mrd. US-Dollar ...

 

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Wikipedia

 

Störfall

Als Störfall bezeichnet man gemeinhin eine Störung des bestimmungsgemäßen Betriebes einer technischen Anlage, insbesondere der chemischen Industrie, oder eines Kernkraftwerkes. Bestimmungsgemäßer Betrieb ist der Betrieb, für den die Anlage technisch ausgelegt und von der zuständigen Behörde genehmigt ist ...

Kerntechnik

In der Kerntechnik ist in Deutschland ein Störfall gemäß § 1 Abs. 18 der Strahlenschutzverordnung ein „Ereignisablauf, bei dessen Eintreten der Betrieb der kerntechnischen Anlage, der Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlung oder die Tätigkeit aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden kann und für den die kerntechnische Anlage oder die Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlung auszulegen ist oder für den bei der Tätigkeit vorsorglich Schutzvorkehrungen vorzusehen sind.“ Er unterscheidet sich vom Unfall dadurch, dass sich die Auswirkungen auf die Anlage beschränken. Auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) entspricht ein Störfall in einer kerntechnischen Anlage der Stufe 2, ein Ernster Störfall der Stufe 3. Stufe 0 entspricht Pannen, die keine oder nur sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung haben. Ereignisse der Kategorie 1 sind Störungen, also Abweichungen vom normalen Betrieb ohne radiologische Auswirkung ...

 

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2021

 

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