Aktuelles Der THTR-Rundbrief

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Auszug aus der PDF-Datei
Nuclear Power Incidents & Accidents + NAMS + INES

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02.12.1949 - (INES 4 - NAMS 3,8) Atomfabrik Hanford - Beim geheimen Experiment 'Green Run' wurden 259 bis 444 TBq Radioaktivität freigesetzt ...

06.12.1972 - (INES 3 - NAMS 1,6) Atomfabrik Sellafield - einer von vielen Störfällen in Sellafield ...

07.12.1975 - (INES 3) Akw Greifswald - Ein Elektriker löste auf der Primärseite des Block-Trafos des Blocks 1 einen Kurzschluss aus ...

19.12.1989 - (INES 3) Akw Vandellòs - Durch ein Feuer wurden die Sicherheitssysteme stark in Mitleidenschaft gezogen ...

31.12.1978 - (INES 4) Akw Belojarsk - Im Turbinenhaus des Block 2 vom Belojarsker KKW stürzte eine Deckenplatte auf einen Turbinenöltank und verursachte einen Großbrand. 8 Personen erlitten hohe Strahlendosen beim Organisieren der Reaktornotkühlung ...

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Gegen das Versammlungsgesetz:
Kundgebung vor dem Landtag am 08. Dez. um 10 Uhr

Das geplante Versammlungsgesetz der nordrhein-westfälischen Landesregierung geht in die nächste Runde und soll uns wohl als Weihnachtsgeschenk überreicht werden. Aller Voraussicht nach wird das Gesetz am 8. Dezember im Innenausschuss beraten und am 15. Dezember im Landtag verabschiedet. Durch die kurzfristige Ankündigung soll ein öffentlicher Diskurs verhindert und das autoritäre Gesetzesvorhaben ohne viel Aufhebens verabschiedet werden ...

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05.12.2021 - Wie steht es um den Ausstieg aus der Kernkraft in Belgien?

Laut einer aktuellen Studie zur Energieversorgung nach dem Atomausstieg wird es in Belgien nach der für 2025 geplanten Abschaltung der letzten Meiler nicht zu Black Outs durch zu wenig Stromproduktion kommen. Ende der Woche wurden dem Kernkabinett der belgischen Bundesregierung die Ergebnisse dieser Studie vorgelegt.

Bundesenergieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) und Chris Peeters CEO von Elia - dem Betreiberunternehmen des Hochspannungsnetzes in Belgien - hatten dem Kernkabinett die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie erläutert. Besprochen wurden die Versorgungssicherheit, die Kosten des Atomausstiegs, die Energiekosten für die Verbraucher und auch die Nachhaltigkeit der Alternativen im Hinblick auf die Klimaziele.

Die Grundzüge der Studie zum Atomausstieg in Belgien sind recht einfach erklärt. Es ist weder ein Engpass bei der Stromversorgung zu befürchten, noch ein wesentlicher Anstieg der Strompreise für die Verbraucher. Energieministerin Van der Straeten von den flämischen Grünen (Groen) verfolgt denn auch den bis 2025 zu vollziehenden Atomausstieg unseres Landes. Aber, sie trifft auf Widerstand in der eigenen Koalition. Die frankophonen Liberalen MR, allen voran deren Parteichef Georges-Louis Bouchez, bezweifeln die Richtigkeit dieses Schrittes ...

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„Mini-AKWs“

04.12.2021 - Die Verniedlichung der Atomkraft

Weltweit laufen derzeit Dutzende Projekte zur Entwicklung von SMRs („Small Modular Reactors“, kleinen Reaktoren). Diese „Mini-AKWs“ sind die neuen Hoffnungsträger von Atomindustrie und -staaten, entsprechend werden sie als flexibler, billiger und sicherer vermarktet als konventionelle Großreaktoren. In den Hintergrund tritt dabei, dass die Grundproblematik der Atomkraft genauso vorhanden ist.

„Mini-AKW mag nett klingen“, sagt Günter Pauritsch, Leiter des Centers für Energiewirtschaft und Infrastruktur der Österreichischen Energieagentur, im Gespräch mit ORF.at. Der Name täusche aber darüber hinweg, dass es ein Kraftwerk bleibe, von dem dieselben Sicherheitsrisiken ausgingen. Zwar würde im Fall eines Unfalls oder einer Kernschmelze – ob der geringeren Größe der SMRs – weniger nukleares Material freigesetzt. Um aber die Leistung eines großen Kraftwerks zu ersetzen, brauchte es eine Vielzahl an SMR-Anlagen, was wiederum die Gefahren potenzieren würde.

Mehr Reaktoren, so Pauritsch, würden mehr potenzielle Fehlerquellen darstellen und etwaigen Terroranschlägen eine breitere Angriffsfläche bieten. Mini-AKWs seien somit „viel weniger elegant“, als ihr Name suggeriere. Außerdem gab Pauritsch zu bedenken, dass SMRs derzeit in Europa und den USA nur „Konzepte“ seien, Vorhaben also, deren Funktionstüchtigkeit, Sicherheit und wirtschaftliche Rentabilität in den Sternen stünden ...

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03.12.2021 - Was die Autobauer bis jetzt verschlafen haben

Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) fordert ein engagiertes Handeln in der weltweiten Klimakrise.

Der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne) sieht die globale Klimakrise als größte Transformationsaufgabe der Menschheit. „Wenn wir diesen Wandel zur Klimaneutralität nicht gestalten, wird das Klima den Menschen großen Schaden zufügen. Deswegen rate ich, auf Transformation zu setzen“, sagte Trittin am Vorabend des WELT-Transformationsgipfels im Journalistenclub des Berliner Axel-Springer-Hauses. Dazu müsse man die genauen Kosten der weltweiten Klimakrise genau definieren und die Rahmenbedingungen für einen Wandel schaffen.
Nach dem Motto „Es gibt viel zu tun, warten wir es ab“ habe man seit Jahrzehnten sehr wertvolle Zeit verstreichen lassen, die fatalen Folgen der Klimakrise habe man in den letzten Monaten überall in der Welt, aber auch in Deutschland erlebt. 30 Jahre nach der Verabschiedung der Internationalen UN-Klimarahmenkonvention und trotzt des Wissens über die Ursachen der Klimakrise habe man so weitergemacht wie bisher, kritisierte Trittin in seiner Keynote ...

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02.12.2021 - IEA: 290 Gigawatt mehr - 2021 wieder neuer Rekord bei Erneuerbare Energien

Die globale Kapazität zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ist 2021 stärker gewachsen als je zuvor. Der Ausbau dürfte so weitergehen, meint die IEA.

In diesem Jahr werden weltweit Anlagen zur Gewinnung Erneuerbarer Energien mit einer Kapazität von 290 Gigawatt installiert, mehr als je zuvor in einem einzigen Jahr. Das hat die Internationale Energieagentur ermittelt und geht gleichzeitig davon aus, dass die Zuwachsrate noch steigen wird. Bis 2026 werde die globale Kapazität von Photovoltaikanlagen, Windkraftwerken und anderen Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien auf 4800 Gigawatt ansteigen, über 60 Prozent mehr als 2020. Das wäre dann außerdem mehr als die aktuelle Gesamtkapazität aller Stromkraftwerke auf Basis fossiler Energieträger und Atomkraftwerke der Welt zusammen. Erneuerbare werden damit für 95 Prozent des Wachstums der globalen Stromerzeugungskapazität verantwortlich sein ...

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Umfrage

02.12.2021 - Ein Drittel aller Eigenheimbesitzer plant bis 2024 eine Solaranlage

Berlin - Jeder Dritte Eigenheimbesitzer plant in den kommenden drei Jahren die Installation einer Solaranlage. Das geht aus einer deutschlandweiten, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor.

Für die Umfrage wurden online 1.041 Personen ab einem Alter von 16 Jahren befragt. Dabei gaben 14 Prozent der Befragten an, eine Anlage zur Stromerzeugung installieren zu wollen, sechs Prozent denken über eine Solarthermieanlage nach und zehn Prozent erwogen sogar, beides zu installieren. Hochgerechnet planen demnach nach AEE-Angaben etwa 2,8 Millionen Immobilienbesitzer die Installation einer PV-Anlage zur Stromgewinnung und etwa 1,9 Millionen die Errichtung einer Solarthermieanlage auf ihrem eigenen Dach ...

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OeEB und responsAbility:

02.12.2021 - 14 Mio. US-Dollar für Erneuerbare-Energie-Innovator Swimsol

Finanzierung ermöglicht Ausbau innovativer Solarlösungen auf Malediven - Weniger CO2-Emissionen, direkter Nutzen für Klima

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) und das auf Impact Investments spezialisierte nachhaltige Schweizer Investmenthaus responsAbility haben einen Syndikatskredit in Höhe von 14 Millionen US-Dollar für Swimsol abgeschlossen. Dieses österreichische Pionierunternehmen für erneuerbare Energien entwickelt schwimmende Solaranlagen und Aufdachanlagen für die Malediven und andere Inselstaaten.

Wo Platz an Land begrenzt ist, kommt Swimsol ins Spiel. Das österreichische Unternehmen bietet erschwingliche und langlebige Solarenergiesysteme für die tropischen Küstenregionen und hat eine eigene schwimmende Solarlösung entwickelt: SolarSea wurde 2014 auf den Markt gebracht und ist das weltweit erste kommerzielle Solarenergieprodukt für die Meeresoberfläche. Eine Lösung mit einem enormen Wirkungspotenzial, ist doch die Anzahl der Solarpaneele, die auf den Dächern installiert werden können, aufgrund der spärlichen Fläche auf den Inseln begrenzt ...

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01.12.2021 - Alternative Nobelpreise überreicht

Vier Vorkämpfer für Menschenrechte, das Klima und die Umwelt sind in Stockholm mit den diesjährigen Alternativen Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Alle vier Preisträgerinnen und Preisträger des Right Livelihood Awards nahmen die Auszeichnungen am Mittwochabend persönlich in der schwedischen Hauptstadt entgegen.

Zu ihnen zählen in diesem Jahr die Juristin Marthe Wandou aus Kamerun, der russische Umweltschützer Wladimir Sliwjak, die in Kanada für die Rechte von Ureinwohnern kämpfende Freda Huson sowie die in Indien ansässige Legal Initiative for Forest and Environment (Life).

Die Preisträger hatte die Right-Livelihood-Stiftung bereits Ende September bekanntgegeben. Wandou, Sliwjak, Huson und Life wurden für ihren jeweiligen Einsatz für Frauen- und Mädchenrechte, den Klima- und Umweltschutz sowie die Rechte von Ureinwohnern ausgezeichnet. Sie seien unerschrockene Mobilisierer, die zeigten, was Graswurzelbewegungen bewirken könnten, hatte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll bei der Preisbekanntgabe gesagt ...

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01.12.2021 - 24 Länder als Klimavorreiter

Nur eine kleine Gruppe von Ländern hat bereits langfristig sinkende Emissionen

Vorbildfunktion mit Schwächen: 24 Länder haben es bereits geschafft, ihre Treibhausgas-Emissionen seit mindestens dem Jahr 2008 nicht mehr weiter ansteigen zu lassen und sie sogar zu senken, wie eine Vergleichsstudie aufzeigt. Um eine Erderwärmung um zwei Grad einzuhalten, müssen aber selbst diese „vorbildlichen“ Länder ihre Emissionen noch stärker reduzieren – vor allem außerhalb des Energiesektors.

Erst vor kurzem ging die Weltklimakonferenz in Glasgow zu Ende. In der Abschlusserklärung haben sich die Staaten darauf geeinigt, ihre Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. So wollen die 197 Vertragspartner der UN-Klimarahmenkonvention es schaffen, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens doch noch einzuhalten. Obwohl dafür nur noch ein sehr begrenztes CO2-Emissionsbudget bleibt, geht der globale Trend der CO2-Emissionen weiterhin nach oben – trotz des vorübergehenden Rückgangs durch die Corona-Pandemie ...

 

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Aktuelles+

 

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01.12.2021 - Wie viele unserer Treibhausgasemissionen schlagen wir China zu?

Jutta Blume / Telepolis

"Made in China" steht auf vielen unserer Produkte, die Klimaverantwortung dafür aber tragen wir nicht. Dieser Umstand verzerrt auch die politische Debatte

Wenn es um die Reduktion von Kohlendioxidemissionen geht, richten sich die Augen der Welt immer wieder auf die größten Emittenten, und das sind dem Portal Our World in Data zufolge aktuell

- an erster Stelle China mit 10,67 Milliarden Tonnen, gefolgt von
- den USA mit 4,71 Milliarden Tonnen,
- der EU-28 mit 2,92 Milliarden Tonnen,
- Indien mit 2,44 Milliarden Tonnen und
- Russland mit 1,58 Milliarden Tonnen

reinem CO₂-Ausstoß, andere Treibhausgase ausgenommen.

Berechnet man die Emissionen aber pro Kopf und nicht in der Gesamtsumme pro Staat, dann sieht das Bild schon wieder anders aus und die Top 5 werden abgelöst von kleinen Inselstaaten und ölreichen Ländern auf der arabischen Halbinsel.

Chinas Pro-Kopf-Emissionen liegen mit 7,41 Tonnen nur bei gut der Hälfte der US-Menge mit 14,24 Tonnen. Indien hingegen macht sich mit 1,77 Tonnen sehr bescheiden aus. Doch auch die Pro-Kopf-Bilanz wird der Sache nicht gerecht. Schon seit Längerem wird kritisiert, dass manche Länder einen Teil ihrer CO₂-Emissionen de facto auslagern, indem sie den größeren Teil der im Land konsumierten Produkte importieren.

Im jetzigen System könnten die EU oder die USA ihr Wirtschaftssystem klimaneutral machen und dabei gleichzeitig Produkte importieren, die mit Kohlestrom in China produziert worden sind, in ihrer Klimabilanz würde das nicht auftauchen. Und gleichzeitig könnten sie mit dem Finger auf den vermeintlichen Klimasünder China zeigen, der seinen internationalen Verpflichtungen nicht nachkommt.

China, Indien und Russland sind eher Exporteure für den globalen Weltmarkt, während ein Großteil der EU und die USA mehr importieren, als dass sie exportieren. Und so lässt sich der produktbasierten CO₂-Bilanzierung eine konsumbasierte Bilanz gegenüberstellen. In dieser Betrachtungsweise sinken die Emissionen Chinas 2019 um fast zehn Prozent, die Indiens um acht Prozent, die Russlands sogar um knapp 15 und die Südafrikas sogar um 29 Prozent. Die USA gewinnen sieben Prozentpunkte dazu und die EU-28 sogar fast 21.

Andere Berechnung, andere Schlüsse

Werden die Pro-Kopf-Emissionen konsumbasiert berechnet, kommen die USA nun auf 17,1 Tonnen (übrigens weniger als die Hälfte des Werts von Spitzenreiter Luxemburg) und China nur noch auf 6,59 Tonnen. Auch wenn die Spanne größer wird – zu hoch wären Chinas Emissionen damit immer noch.

Was bringt also die jeweilige Betrachtungsweise in Bezug auf die globale Reduktion des CO₂-Ausstoßes? Denn unabhängig davon, wer für die jeweilige CO₂-Menge verantwortlich gemacht wird, um die Erderhitzung auf möglichst 1,5 Grad zu beschränken, müssen die Emissionen ja überall gegen null gehen.

Die Berechnungsart spielt eine große Rolle, wenn es um die Verteilung eines Restbudgets an Treibhausgas geht, das die Menschheit noch bis zur 1,5-Grad-Grenze bzw. Zwei-Grad-Grenze emittieren darf. Denn dieses Restbudget ist knapp.

Für das Einhalten der 1,5 Grad waren es Anfang 2020 noch 400 Gigatonnen. Nach Berechnungen des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) würde dieses Budget in sieben Jahren und acht Monaten aufgebraucht sein, wenn das Emissionsniveau auf dem heutigen Stand bliebe.

Michael Jakob und Jan Steckel vom MCC und Hauke Ward von der Universität Leiden haben dagegen einen Ansatz entwickelt, bei dem sowohl Produzenten– als auch Konsumentenländer einen Teil der Verantwortung tragen würden.

"Man kann Produktion und Konsum nicht voneinander trennen, das sind zwei Seiten einer Medaille und die sind beide mitverantwortlich", sagt Michael Jakob.

Economic benefit shared responibility (EBSR), haben die Ökonomen ihr Modell genannt. Dabei hat das Team die Verantwortung nicht einfach 50:50 aufgeteilt, sondern eine fundiertere Rechengrundlage gesucht. Diese war davon abhängig, wie "elastisch" die Wirtschaft eines Landes ist, das heißt, wie gut es auf die Erhöhung eines (noch fiktiven) CO₂-Preises reagieren könnte.

Russland ist dabei ein Beispiel für ein "inelastisches" Land, weil es stark vom Export von fossilen Rohstoffen abhängig ist. Russland würde demnach bei geteilter Verantwortung für Emissionen noch immer über 85 Prozent davon behalten. Zwischen den USA und China oder der EU und China sähe die Aufteilung gleichmäßiger aus.

Vorschlag eines globalen CO₂-Preises

"Von den insgesamt 2,16 Gt CO₂, die bei der Produktion chinesischer Exporte freigesetzt werden, entfallen 375 Mt CO₂ auf Exporte in die USA und 342 Mt CO₂ auf Exporte in die EU. Im Rahmen des EBSR werden 56 Prozent der Emissionen im Kontext der chinesischen Ausfuhren in die USA den USA und 44 Prozent China zugerechnet.

Für den Handel zwischen China und der EU liegen die entsprechenden Zahlen bei 53 Prozent und 47 Prozent", so die Berechnung der Wissenschaftler.

Michael Jakob betont aber, dass es sich hier nicht um exakte Daten handelt, sondern zunächst um einen Denkansatz. Und dass ein globaler CO₂-Preis, der die sozialen Kosten abbilden würde, solche Aufteilungen hinfällig machen würde. Allerdings mit der Einschränkung, dass ein angemessener hoher CO₂-Preis für die ärmsten Länder abgefedert werden müsste.

Noch komplizierter wird es, wenn berücksichtigt werden soll, dass die meisten Länder der Welt noch immer fossile Energieträger subventionieren, und das nicht zu knapp.

Nach Angaben des International Institute for Sustainable Development (IISD) 2020 stellten die G20 zwischen 2017 und 2019 jährlich 584 Milliarden US-Dollar an Subventionen für Produktion und Konsum von fossilen Energieträgern im In- und Ausland zur Verfügung. Allein 277 Milliarden US-Dollar flossen in die Produktion von Öl und Gas.

Für den internationalen Handel bedeutet dies, dass hier negative CO₂-Preise in die Bilanzen einfließen, und Subventionen die Strukturen von Produktion und Konsum mit prägen. Diese abzubauen wäre ein erster und wichtiger Schritt. Bereits 2009 haben die G20 vereinbar, mittelfristig "ineffiziente Subventionen" abbauen zu wollen, das wurde beim diesjährigen Gipfel noch einmal bekräftigt. Nur was gilt als ineffizient und gibt es auf der anderen Seite effiziente Subventionen, die erhalten bleiben sollen?

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

China baut die Kraftwerke, die wir uns lieber ersparen ...

 

The English version of this world map:

https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1fCmKdqlqSCNPo3We1TWZexPjgNDQOaLD

 

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Durchsuchen der reaktorpleite.de

mit den Stichworten:

       
  China Strom  
       

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

Akw Taishan-1, Evolutionary Power Reactor EPR

Whistleblower gibt Hinweise

28.11.2021 - Störfall in Atomkraftwerk in China geklärt

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21.09.2021 - Flüssiges Salz als Kühlmittel: China startet Testbetrieb von Thorium-Kernreaktor

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06.04.2015 - THTR in China: Ein Überfall und ein Haufen Kugeln ...

 

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YouTube-Kanal "Reaktorpleite"

 

Akw Taishan-1, Evolutionary Power Reactor EPR

AFP - 01:13

Bericht über möglichen Zwischenfall in chinesischem Atomkraftwerk

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Weltspiegel - 04:26

CO2-Ausstoß: China steht an der Spitze

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Weltspiegel - 05:14

Energiewende in China: Plötzlich Vorreiter beim Klimaschutz?

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 130 Videos zu den Themen:
Atom-, Solar- und Windenergie - Nuklearwaffen, Militärisch-industrieller Komplex (MiK) und Rüstung - Klima-, Natur- und Umweltschutz ...

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Kraftwerke China

https://www.ecosia.org/search?q=Kraftwerke+China

 

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AtomkraftwerkePlag -
Rechercheplattform zur Atomenergie

 

China

Heute sind in der Volksrepublik China 51 Reaktoren in Betrieb, darunter auch ein Schneller Brüter. 14 neue Einheiten werden gebaut ...

Im Dezember 2015 wurde bekannt, dass laut Chinas neuem 5-Jahresplan bis 2030 110 Atomkraftwerke in Betrieb sein sollen. Der Anteil der Atomkraft an der Energieerzeugung soll auf 10 % steigen ...

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Shidaowan (China)

Der Standort Shidaowan (auch genannt: Shidao Bay) befindet sich in der ostchinesischen Provinz Shandong bei der Stadt Weihai im Rongcheng Nuclear Power Industrial Park. Dort wird seit 2012 ein gasgekühlter Hochtemperaturreaktor mit zwei Modulen und einer Leistung von 211 MW errichtet. Die Einheit ist als Demonstrationsreaktor für größere kommerzielle Einheiten vorgesehen werden ...

Am 16. März 2013 wurde mit Bauarbeiten an einer Pilot-Brennelementefabrik bei Baotou in der autonomen Region Innere Mongolei begonnen, die Brennelemente für den HTR liefern soll ...

Ende 2021 erreichten beide Reaktoren eine sich selbsterhaltende Kettenreaktion (Kritikalität) ...

 

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Wikipedia

 

Chinas Energiewirtschaft

Durch die rasche Industrialisierung sowie den Anstieg des Lebensstandards (Lebensqualität) stieg der Energiebedarf stark an. Im Jahr 1985 wurde etwa dreizehnmal soviel Energie verbraucht wie im Jahr 1957. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Energie liegt im Vergleich niedrig bei etwa der Hälfte des internationalen Schnitts und bei etwa einem Zehntel des Pro-Kopf-Verbrauches der Vereinigten Staaten. Deshalb kann ein weiteres starkes Ansteigen des Energiebedarfs prognostiziert werden ...

Im September 2016 ratifizierte China den auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 beschlossenen Klimaschutzvertrag. Dieser sieht vor, die globale Erwärmung auf möglichst 1,5 °C, aber auf jeden Fall unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Kohle ist Chinas wichtigster Energieträger. 2015 lag der Anteil am chinesischen Gesamtenergieverbrauch bei 64,4 %, wobei der relative Anteil seit Jahren rückläufig ist, da der Kohleverbrauch weniger stark wächst als andere Energieträger. Im Stromsektor lag der Anteil der Kohle 2007 noch bei 83 %, bis 2015 fiel der Anteil mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und der Kernenergie auf 72 % ...

Die installierte Leistung der Wasserkraftwerke in China stellte 2016 mehr als ein Viertel der weltweiten Wasserkraftwerkskapazität dar. Der Anteil der Wasserkraftwerke an der installierten Leistung aller Kraftwerke in der Volksrepublik lag 2016 bei 20,2 %. Insgesamt existieren mehrere Hundert Wasserkraftwerken in China ... 

Die chinesischen Nationalen Energieagentur hat ihre Ausbauziele zuletzt um 30 % erhöht und 2015 Deutschland als größten Installateur von Photovoltaik sowohl insgesamt (21,3 GW) als auch pro Kopf der Bevölkerung der neu installierten Leistung (16,3 W) überholt. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien ca. 20 % des gesamten Primärenergiebedarfes decken ...

 

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