Newsletter XXVI 2022

Der THTR-Rundbrief

26. bis ... Juni

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Nuclear Power Accidents

Diese PDF-Datei enthält eine fast vollständige Liste der Unfälle und Freisetzungen von Radioaktivität, die bekannt geworden sind ...

Auszug aus der PDF-Datei für diesen Monat:

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04. Juni 2008 - (INES 0) - Akw Krsko, Ljubljana, SVN

08. Juni 1970 - (INES 4 | NAMS 3,6) - LLNL, CA, USA

09 Juni 1985 - (INES 4) - Akw Davis Besse, Oak Harbor, OH, USA

10. Juni 2009 - (INES 2) - Cadarache, FRA

10. Juni 1977 - (INES - Klass.!) - Akw Millstone, Waterford, CT, USA

13. Juni 1984 - (INES - Klass.!) - Akw Fort St. Vrain, CO, USA

14. Juni 1985 - (INES - Klass.!) - Constituyentes, Buenos Aires, ARG

16. Juni 2005 - (INES - Klass.!) - Akw Braidwood, IL, USA

17. Juni 1997 - (INES - Klass.!) - Arsamas-16, Sarow, RUS

18. Juni 1999 - (INES 2) - Akw Shika, JPN

18. Juni 1988 - (INES - Klass.!) - Akw Tihange-1, BEL

18. Juni 1982 - (INES - Klass.!) - Akw Oconee, SC, USA

19. Juni 1961 - (INES 3 | NAMS 4) - Sellafield, GBR

21. Juni 2013 - (INES - Klass.!) - Akw Kuosheng, Wanli, TWN

23. Juni 2012 - (INES 1) - Akw Rajasthan, IND

28. Juni 1992 - (INES 2) - Akw Barsebäck-2, SWE

29. Juni 2005 - (INES - Klass.!) - Akw Forsmark, SWE

30. Juni 1983 - (INES - Klass.!) - Akw Embalse, ARG

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Wir suchen aktuelle Informationen. Wer helfen kann, sende bitte eine Nachricht an: nukleare-welt@reaktorpleite.de

 

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01. Juli

 

Finnland | Endlager | Olkiluoto

Die ersten fünf Endlagerstollen im finnischen Endlager ausgehoben

Wie das finnische Entsorgungsunternehmen Posiva Oy mitteilte, ist der Aushub der ersten fünf Endlagerstollen im unterirdischen Endlager Onkalo bei Olkiluoto abgeschlossen worden.

Nach Angaben von Posiva wurde die letzte Sprengung am 18. Juni durchgeführt und das Ende des fünften Tunnels am 21. Juni fertig gestellt. Die Gesamtlänge der Tunnel, mit deren Ausbruch im Mai 2021 begonnen wurde, beträgt etwa 1700 Meter. Mit dem Aushub wurde die Firma YIT Suomi Oy beauftragt, die bereits seit mehreren Jahren Tunnel für Posiva aushob.

"Der Bau der Entsorgungstunnel wird nun mit der Verstärkung der Tunnel und der Nivellierung des Tunnelbodens fortgesetzt", sagte Programmleiter Kimmo Kemppainen.

Nach Angaben von Posiva werden in die ersten fünf Endlagerstollen Löcher gebohrt, die etwa 180 Endlagerkanister aufnehmen können ...

Übersetzt mit https://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

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Ägypten | Rosatom | WWER

Ägypten erteilt Baugenehmigung für russisches Atomkraftwerk

Die ägyptische Nuklear- und Strahlenschutzbehörde (ENRRA) hat dem staatlich-russischen Atomkonzern Rosatom die Genehmigung für den Bau eines Atomkraftwerks erteilt. Wie Rosatom mitteilt, ist die Baugenehmigung für den Block 1 des Atomkraftwerks El-Dabaa NPP am 29. Juni 2022 erteilt worden.
Der russische Staatskonzern Rosatom wird ein Atomkraftwerk bauen und betreiben, das auf dem russischen VVER-1200-Design basiert.

El-Dabaa NPP ist nach Angaben von Rosatom das erste Kernkraftwerk in Ägypten und (1. russische Akw) auf dem afrikanischen Kontinent. Die Anlage wird in der Stadt El Dabaa an der Mittelmeerküste gebaut, 300 km nordwestlich von Kairo. Vorgesehen ist, dass das gesamte AKW aus vier russischen Kraftwerksblöcken mit je 1.200 MW besteht ...

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Klimawandel | Warmwasserblase | Pazifik

Die Ursache des Blobs scheint geklärt

In den letzten Jahren machte sich immer wieder eine tödliche Warmwasserblase im Pazifik breit. Die Aufheizung der Erde ist der Grund für die Blob genannte Erscheinung.

Seit der Jahrtausendwende treten immer wieder verheerende Hitzewellen – Blob genannt – im nordöstlichen Pazifik vor der nordamerikanischen Westküste auf. Das bislang letzte Ereignis dauerte drei Jahre von 2019 bis 2021 und kostete zehntausende Wale, Seevögel und Robben das Leben. Ein Team um Armineh Barkhordarian von der Universität Hamburg hat dieses Phänomen untersucht. In »Nature Communications Earth and Environment« stellt es die Ursache für die sich häufenden Warmwasserblasen in der Region vor: den menschengemachten Klimawandel ...

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Photovoltaik | Wirkungsgrad | TPV-Zelle

Infrarot-Photovoltaik: Neue Zelle mit über 40 Prozent Wirkungsgrad

Wissenschaftler des renommierten MIT haben eine Variante einer Thermo-Photovoltaik (TPV)-Zelle vorgestellt, die Wärme mit einem Wirkungsgrad von über 40 Prozent in Strom umwandelt. Sie ist damit etwas effizienter als die üblichen Dampfturbinen. Der überwiegende Teil unserer Stromversorgung besteht daraus, auf irgendeine Weise Wasser heiß zu machen - mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe oder mit Kernspaltung - und den Dampf durch eine Turbine zu leiten. Der Wirkungsgrad ist hier letztlich begrenzt, da ein großer Teil der Wärme letztlich an die Umgebung abgegeben wird.

Eine andere Form, Wärme in Strom umzuwandeln, sind TPV-Zellen. Diese funktionieren im Grunde ganz ähnlich wie Solarzellen, nur dass sie statt des sichtbaren Lichtspektrums eben Photonen einfangen, die im Infrarot-Spektrum unterwegs sind. Das bisher beste Modell dieser Bauart brachte es unter Laborbedingungen auf einen Wirkungsgrad von 32 Prozent. Allerdings zeigt sich nun, dass hier noch deutliche Steigerungen möglich sind ...

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Umlage | Strompreis

EEG-Umlage entfällt seit heute vollständig

Die EEG-Umlage im Strompreis fällt ab heute (01.07.2022) vollständig weg. Zuletzt lag die EEG-Umlage bei 3,72 Cent je Kilowattstunde. Mit dem heutigen Tag wird sie auf null abgesenkt.

Die Absenkung der EEG-Umlage wurde am 20. Mai 2022 final vom Bundesrat beschlossen. Gleichzeitig wurde im Energiewirtschaftsrecht sichergestellt, dass die Umlageabsenkung im zweiten Halbjahr 2022 auch beim Endkunden ankommt. Stromlieferanten werden damit in den jeweiligen Vertragsverhältnissen gesetzlich verpflichtet, die Absenkung zum 01. Juli 2022 in vollem Umfang an ihre Kunden weiterzugeben ...

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Nato | Klimawandel

Wie die Nato den Klimawandel anerkennt und zugleich forciert

Nordatlantikpakt sorgt sich um Sicherheit durch Umweltschäden. Krieg in der Ukraine und Aufrüstung steigern diese Gefahr. Das wird verschleiert – wie auch andere Bedrohungen.

Dieser Tage geben Spitzenpolitiker weltweit Gedanken Raum, die sich gegenseitig ausschließen. Sie folgen einem Weg, der bei George Orwell vom "Doppelsprech" – Doublespeak – gekennzeichnet war. Er meinte damit eine Kommunikationsform, mit der von Regierungen, Unternehme und deren Lobbyisten absichtlich verschleiern, verfälschen oder die Bedeutung von Begriffen umkehren, um ihre Machtstrukturen aufrechtzuerhalten und auszubauen. Die berühmten Beispiele stehen am Ende von Orwells dystopischen Roman 1984, es sind die Parolen "Krieg ist Frieden", "Freiheit ist Sklaverei" und "Ignoranz ist Stärke".

Die Nato hat in ihrem Strategischen Konzept, das der Madrid-Gipfel Ende Juni 2022 beschlossen hat, den Klimawandel als "eine entscheidende Herausforderung unserer Zeit" anerkannt ...

 

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30. Juni

 

Würgassen | Schacht Konrad

Gutachten zu Würgassen: Kein Atommüll-Bereitstellungslager notwendig

Der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann ist sicher: Jetzt muss der Bund die Planungen, in Würgassen ein Lager zu errichten, stoppen.

Beverungen-Würgassen/Hannover. Das Ergebnis des neuen Gutachtens ist ein echter Hammer. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete des Landkreises Holzminden mitteilt, geht aus der Studie hervor, dass das Atommüll-Endlager in in Schacht Konrad auch ohne Bereitstellungslager betrieben werden könne. Als Standort für ein Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll war der Beverunger Ortsteil Würgassen von der Bundeszentrale für Zwischenlagerung favorisiert worden...

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Taxonomie | Investitionen

Experten warnen vor EU-Nachhaltigkeitssiegel für Atomkraft

Internationale Experten warnen nachdrücklich vor den Plänen der EU, Atomkraft als nachhaltige Investitionen einzustufen. In einem Brief an das EU-Parlament argumentieren Wissenschafter und Experten aus dem Bereich Kernenergie - unter federführender Beteiligung der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien -, warum Investitionen in die Nuklearenergie ökonomisch nicht sinnvoll und darüber hinaus gefährlich seien und zudem nicht geeignet, das Klimaproblem zu lösen.

Der am Donnerstag veröffentlichte Appell an EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und die Fraktionsvorsitzenden im EU-Parlament erfolgt kurz vor der Abstimmung des EU-Parlaments kommende Woche über die sogenannte Taxonomie-Verordnung zur Umsetzung der EU-Klimapläne. Um bis 2050 klimaneutral zu werden, hat die EU-Kommission vorgeschlagen, dass auch Investitionen in Atomkraft und Gas als klimafreundlich gelten sollen. Die Experten fordern das EU-Parlament auf, diesen Vorschlag abzulehnen.

Kernenergie sei "keineswegs eine nachhaltige Form der Energieerzeugung und Investitionen in diesem Bereich stünden dann für den dringend benötigten Ausbau erneuerbarer Energiequellen nicht mehr zur Verfügung", warnen die Experten. Atomenergie sei schlicht zu teuer und unwirtschaftlich, um einen relevanten Beitrag zur globalen Energieerzeugung zu leisten. Hinzu komme das Sicherheitsrisiko und die ungelösten Probleme des langlebigen radioaktiven Abfalls ...

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Schweden | Windpark

Windkraft: OX2 will größten Windpark der Welt vor Schwedens Küste errichten

Das schwedische Windkraftunternehmen OX2 hat den Antrag auf eine Genehmigung für einen Offshore-Windpark gestellt, dessen Leistung 5,5 GW betragen soll.

OX2 will den größten einzelnen Offshore-Windpark der Welt errichten. Das schwedische Windkraft-Unternehmen hat nun einen Genehmigungsantrag gestellt, um den Aurora genannten Windpark südlich der Insel Gotland und östlich der Insel Öland in der Ostsee bauen zu dürfen. Fertiggestellt sein könnte er 2030.

Der Vindpark Aurora soll sich aus bis zu 370 Windkraftanlagen mit einer maximalen Höhe von 370 Metern mit 230 Metern Rotordurchmessern zusammensetzen, gibt OX2 bekannt. Zusammen sollen sie 5,5 GW leisten, die Stromerzeugung pro Jahr soll sich auf etwa 24 TWh belaufen. Das entspreche dem Stromverbrauch von etwa 5 Millionen Haushalten oder etwa 17 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Schweden ...

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Argentinien

30. Juni 1983 - (INES - Klass.!) - Akw Embalse, ARG

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AtomkraftwerkePlag
Rechercheplattform zur Atomenergie

Embalse (Argentinien)

Verhinderter GAU 1983 und andere Störfälle

Am 30. Juni 1983 ereignete sich ein Störfall, den die Verantwortlichen vor der Öffentlichkeit verschwiegen: Laut "Spiegel" brach nach einem Versagen mehrerer Pumpen und aufgrund von Bedienfehlern der Sekundärkreislauf zusammen, das Wasser erhitzte sich immer weiter, radioaktiver Dampf und heißes Wasser schossen aus einem defekten Hilfsventil heraus. Nach mehr als drei Stunden konnten alle Ventile mit improvisierten Maßnahmen geschlossen werden, ein GAU wurde gerade noch verhindert ...

 

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29. Juni

 

Vereinigte Staaten | Akw Palisades | abgeschaltet

Alternde Atomkraftwerke in den USA - AKW Palisades endgültig abgeschaltet

In den USA setzt sich die schleichende Abschaltung alter Atomkraftwerke auch im Jahr 2022 weiter fort. Vor allem aus wirtschaftlichen Gründen und wegen fehlender Wettbewerbsfähigkeit werden US-Kernkraftwerke immer häufiger vor Ende der Betriebszeit stillgelegt. Eine staatliche AKW-Förderung soll den Abwärtstrend in den USA bremsen und eine Stilllegungswelle alter Atomkraftwerke bis nach 2030 hinauszögern.

In der Spitze standen in den USA einmal 112 Atomkraftwerke für die Stromproduktion zur Verfügung. Das war im Jahr 1990, seitdem nimmt die AKW-Zahl in den Vereinigten Staaten jährlich immer weiter ab. Mit der aktuellen Abschaltung des US-Atomkraftwerks Palisades im Covert Township am Ostufer des Michigansees sinkt die Zahl der aktiven Kernkraftwerke in den USA auf nur noch 92 Anlagen. 

US-Atomkraftwerk Palisade mit 850 MW Bruttoleistung endgültig vom Netz

Am 20. Mai 2022 ist das Atomkraftwerk Palisades des Energieversorgers Entergy Corp. zum letzten Mal heruntergefahren und außer Betrieb genommen worden. Aufgrund eines Dichtungsproblems ist das AKW damit 11 Tage früher vom Netz genommen worden als ursprünglich (31.05.2022) geplant. Der Druckwasserreaktor ist seit Ende 1971 in Betrieb und nun am Ende seiner Lebens- und Betriebszeit angekommen ...

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Assange | Anklage

Das Aufdecken von Verbrechen als Verbrechen

Julian Assange hat das eigentliche »arcanum« des amerikanischen Imperiums verraten – die Tatsache, dass Volksouveränität und Demokratie nur eine Farce sind – und dafür wird er von den Herrschenden und ihren Handlangern so abgrundtief gehasst. Ein Auszug.

Aus diesem Hass macht die Anklageschrift des United States Court For The Eastern District of Virginia, die am 23. Mai 2019 veröffentlicht wurde, keinen großen Hehl, schon im ersten Satz ist nicht von dem Journalisten Julian Assange die Rede, sondern von einem feindlichen »Geheimdienst des Volkes«:
»Julian Paul Assange ist das öffentliche Gesicht von ›WikiLeaks‹, einer Webseite, die er mit anderen als ›Geheimdienst des Volkes‹ gründete. Um Informationen zur Veröffentlichung zu erhalten, forderte WikiLeaks seine Quellen auf, legale Informationsschranken zu umgehen, die geschützten Informationen WikiLeaks zur öffentlichen Verbreitung zur Verfügung zu stellen und nach diesem illegalen Muster WikiLeaks weiter Informationen zu beschaffen und zur Verbreitung in der Öffentlichkeit zu liefern.«

Kein durch WikiLeaks-Publikationen verursachtes Opfer bekannt

Was folgt, sind Belege, wann und wie Assange dazu aufgerufen hat, WikiLeaks geheime und vertrauliche Informationen zur Verfügung zu stellen, und sodann die achtzehn Anklagepunkte, die die einzelnen WikiLeaks-Veröffentlichungen aus den Kriegen in Irak und Afghanistan, dem Lager in Guantanamo und den diplomatischen Depeschen betreffen. Sowie die Hilfe, die er Chelsea Manning bei der Entschlüsselung eines Passworts geleistet haben soll. Zwar ist bei einigen Punkten dann davon die Rede, dass durch diese Veröffentlichung »Leben und Freiheit« von Angehörigen oder Informanten der Vereinigten Staaten gefährdet sowie die »nationale Sicherheit« bedroht worden sei – doch irgendein konkreter Beleg für diese behauptete Gefährdung wird in der Anklageschrift an keiner Stelle benannt. Tatsächlich hatte ein Beamter des Verteidigungsministeriums schon 2013 vor einem Gericht bekundet, dass dem Pentagon kein durch WikiLeaks-Publikationen verursachtes Opfer bekannt sei ...

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Schweden | Forsmark

29. Juni 2005 - (INES - Klass.!) - Akw Forsmark, SWE

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Aus einem Zwischenlager gelangte radioaktives Wasser in die Ostsee.

Nuclear Power Accidents.pdf

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Wikipedia

Forsmark, 29. Juni 2005

Aus dem Zwischenlager für schwach und mittelstark strahlenden Abfall im schwedischen KKW Forsmark gelangte am 29. Juni 2005 radioaktives Wasser in die Ostsee. In den Gewässern in der Nähe des Kraftwerks wurde das Zehnfache des Normalwerts radioaktiven Cäsiums gemessen. Dies liegt laut schwedischem Strahlenschutzinstitut SSI jedoch noch innerhalb der zulässigen Grenzen. Schuld an dem Leck waren vermutlich korrodierte Blechbehälter mit radioaktivem Abfall.

Kernkraftwerk Forsmark

 

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28. Juni

 

Laufzeit | Sicherheitsüberprüfung 

Kretschmann gegen längere Laufzeiten der Atomkraftwerke in BW

Ministerpräsident Kretschmann stellt klar, dass die Atomkraftwerke in Baden-Württemberg regulär vom Netz gehen sollen. Und er übt heftige Kritik am Koalitionspartner CDU.

Im Streit um die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken hat sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit deutlichen Worten vom eigenen Koalitionspartner distanziert. "Mit Überschriften allein kommt man da nicht weiter", sagte er. "Es geht einfach nicht, wie die CDU sich das vorstellt."

[...]

Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen und den Planungen der Energieversorger, die sich auf das Abschaltdatum eingestellt hätten, führte der Ministerpräsident auch Sicherheitsbedenken an. Eigentlich hätten schon längst die periodischen Generalüberprüfungen der Atomkraftwerke angestanden. Das geschehe normalerweise alle zehn Jahre. Für das bis zum Ende des Jahres laufende Atomkraftwerk Neckarwestheim II sei die letzte Generalüberprüfung 2009 gemacht worden ...

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Windenergie | Ausbau

Kritik am Wind-an-Land-Gesetz: Juwi befürchtet Genehmigungsdelle bis 2026

Erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, mit dem Wind-an-Land-Gesetz (WaLG) den Ausbau der Windenergie in Deutschland zu beschleunigen. Der Mitte Juni vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf stößt jedoch auf heftige Kritik. Der Projektentwickler Juwi sieht die Gefahr, dass der Windenergieausbau bis Ende 2026 zum Erliegen zu kommen.

Mit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) werden die Ausbaukorridore und Ausschreibungsmengen auf das 80-Prozent-Ökostrom-Ziel bis 2030 neujustiert. Mit dem am 15. Juni 2022 im Kabinett beschlossenen Wind-an-Land-Gesetz (WaLG) plant die Bundesregierung zudem weitere entscheidende Weichenstellungen, die ebenfalls noch vor der Sommerpause im Parlament verabschiedet werden sollen. Während die EEG-Novelle klare Ausbauziele setzt und mit Ausbaupfaden hinterlegt ist, sieht Juwi beim Wind-an-Land Gesetz noch dringenden Korrekturbedarf ...

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Atomwaffen | Büchel

Büchel als potentielles Angriffsziel: Protestwoche gegen US-Atomwaffen in Deutschland

Die Friedensorganisationen Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und die Internationale Kampagne für ein Atomwaffenverbot (ICAN) mobilisieren Anfang Juli für eine Protestwoche gegen US-Atomwaffen in Deutschland. In einer Pressemitteilung vom Montag heißt es:

Mit dem Ukraine-Krieg wächst die Angst vor einem Atomkrieg. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass erstmals eine knappe Mehrheit der Befragten für den Verbleib der US-Atomwaffen in Deutschland ist. Gleichzeitig befürworten aber nur zwölf Prozent eine Modernisierung und Aufstockung – doch genau dieser Modernisierungsprozess ist bereits in vollem Gang. Ab 2023 werden voraussichtlich neue US-Atomwaffen in Deutschland stationiert.

Mit der IPPNW- und ICAN-Aktionswoche vom 5. bis 10. Juli 2022 klären wir dieses Jahr über die aktuelle Modernisierung auf und zeigen, dass die Bomben Büchel und Deutschland zum potentiellen Ziel eines konventionellen oder nuklearen Angriffs machen ...

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Verbrenner | CO2

EU-Minister zu Verbrennerverbot

Gespannte Blicke auf Deutschland

Über das geplante Verbot von Neuwagen mit Verbrennermotor ab 2035 stimmt heute der EU-Ministerrat ab. Deutschlands Position war zuletzt in der Ampel-Koalition umstritten. Umweltministerin Lemke will mit Ja stimmen, erwartet aber lange Verhandlungen.

Die EU-Kommission will es, das Europaparlament ebenfalls: Ein Aus für Neuwagen mit Verbrennermotoren ab 2035. Heute beschäftigen sich die EU-Umweltminister mit der zunehmend umstrittenen Frage.

Umweltministerin Steffi Lemke rechnet mit schwierigen Verhandlungen - möglicherweise bis in die Nacht. Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF kündigte sie an, die EU-Kommission bei dem Ziel unterstützen zu wollen, ab 2035 keine Pkw mehr zuzulassen, die CO2 ausstoßen ...

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Schweden | stillgelegtes Akw

28. Juni 1992 - (INES 2) - Akw Barsebäck-2, SWE

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AtomkraftwerkePlag
Rechercheplattform zur Atomenergie

Barsebäck (Schweden)

Risiken und Störfälle

Das Atomkraftwerk Barsebäck galt vor allem im benachbarten Dänemark als besonders gefährlich, da es nur 20 km entfernt von dessen Hauptstadt Kopenhagen auf der anderen Seite des Öresund liegt. Der Öresund ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas, und die Einflugschneise des Kopenhagener Flughafens liegt in der Nähe des Atomkraftwerks.

Am 28. Juli 1992 schoss in Barsebäck-2 aus einem defekten Ventil heißer Dampf in die Reaktorhalle und riss große Mengen von Steinwolle mit sich, die als Isoliermaterial gedient hatte. Die Steinwolle verstopfte innerhalb von 20 Minuten alle Filter des Notkühlsystems, einem Zeitraum, mit dem niemand gerechnet hatte. Da die normale Kühlung funktionierte, entging Schweden glücklicherweise einem schweren Unfall. Der Vorfall zog die vorübergehende Stilllegung von Barsebäck I und II, Oskarsham I und II und Ringhals sowie teure Umbaumaßnahmen nach sich. Dänemark forderte wie schon mehrmals zuvor die Schließung von Barsebäck ...

 

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27. Juni

 

Verzicht | Heizung

Die Energie wird knapp

Wenn Verzichten vom „Kann“ zum „Muss“ wird

Gas reicht nicht auf Dauer, Preise steigen: Bisher Gewohntes wird bald auch für die Mittelschicht zum Luxus. Das ist die neue Herausforderung.

Es gibt viele Menschen in Deutschland, die Erfahrung im Verzichten haben. Die einen kennen das bisher vor allem in freiwilliger Form. Sie wollen dünner werden und verzichten auf Zucker. Sie wollen gesünder leben und lassen den Alkohol weg. Oder sie versuchen, Klima und Umwelt zu schonen. Dann wird auf eine Flugreise verzichtet und stattdessen Zug gefahren.

Auf der anderen Seite gibt es jene, die verzichten schon lange, ohne eine Wahl zu haben. Für sie ist ein Kinobesuch Luxus, am 27. des Monats ist für den Einkauf im Supermarkt kein Geld mehr da, und im vergangenen Winter war die Heizung nur in einem Zimmer ihrer Wohnung voll aufgedreht. Für sie hört es sich zynisch an, wenn Politiker sagen, der Gürtel müsse enger geschnallt werden - denn sie wissen nicht, wo sie noch sparen sollen.

Was es heißt, nicht freiwillig zu verzichten, sondern dazu gezwungen zu sein: Das werden bald deutlich mehr Menschen in Deutschland erleben. Schon jetzt schwört die Bundesregierung das Land auf Entbehrungen ein ...

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Niederlande | Neubau Akw

Erstes Kraftwerk seit 50 Jahren: Niederlande kehren zum Atomstrom zurück

Das Kabinett wird diese Woche seine Pläne für zwei neue Atomkraftwerke in den Niederlanden vorstellen.

Die Regierung von Premierminister Mark Rutte hat bekannt gegeben, dass sie Pläne für den Bau von zwei Kernkraftwerken vorlegen wird. Diese Kraftwerke werden „eine gute Ergänzung zu allen nachhaltigen Energiequellen“ sein, sagte Klima- und Energieminister Rob Jetten.

„Wir setzen voll auf Wind, Sonne und andere nachhaltige Energiequellen. Aber wir wollen auch eine stabile CO2-freie Energiequelle in diesem Energiemix“, sagte Jetten laut NL Times.

Nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine im Februar und der Einstellung der Gaslieferungen an die Niederlande durch Gazprom, drängte eine Mehrheit im niederländischen Abgeordnetenhaus Jetten, weitere Pläne für die Kernenergie zu entwickeln ...

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Dänemark | erneuerbare Energien

Dänemark will Erneuerbare bis 2030 massiv ausbauen

Eine Mehrheit im dänischen Parlament hat sich für einen deutlichen Ausbau der Erneuerbaren ausgesprochen, teilte die Regierung am Wochenende mit. Zudem soll Gas zur Wärmeerzeugung bis 2035 aus Wohngebäuden verschwinden.

Damit könnte die Offshore-Windkraft bis 2030 um das Fünffache auf 12,9 GW wachsen, während die Erzeugung aus Windkraft an Land und PV bis dahin um das Vierfache auf 50 TWh pro Jahr steigen dürfte, hieß es ...

 

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26. Juni

 

Turbo Ausbau | erneuerbare Energien

Stromsystem müsste für Klimaneutralität bis 2035 massiv um- und ausgebaut werden

Bis 2035 müsste mit 845 TWh mehr als dreimal so viel Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden als heute, hat die Denkfabrik Agora Energiewende ermittelt.

Das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2035 auf 100 Prozent zu steigern, hält die Denkfabrik Agora Energiewende grundsätzlich für machbar. Dafür brauche es aber einen "echten Ausbauturbo" für die Erneuerbaren und die Energieinfrastruktur, geht aus einer von ihr veröffentlichten Studie hervor.

Auch angesichts der unter anderem durch Elektroautos, Wärmepumpen und Elektrolyseure steigenden Stromnachfrage müssten bis 2030 etwa 595 TWh Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, doppelt so viel wie heute, geht aus der Untersuchung hervor. Bis 2035 müssten es 845 TWh sein und damit mehr als dreimal so viel wie heute ...

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Atomkraft Debatte | Laufzeit Kosten 

Untote Atomkraft: Piepegal, was alles dagegen spricht

Und schon wieder soll uns der Atomstrom retten. Diesmal, weil Putin am Gashahn dreht. Um Argumente geht es dabei nicht, nur noch um Ideologie.

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Verlässlich ploppt genau zu diesem Zeitpunkt die nächste Atomkraft-Debatte auf. Diesmal stößt sie Christian Lindner, der deutsche Finanzminister von der FDP, an. Es dürfe „keine Denkverbote geben“, sagte Lindner, und er wolle vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ja bloß mal „darüber sprechen“: über eine Laufzeitverlängerung für die drei letzten deutschen Atommeiler. Ganz unschuldig ...

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Greenpeace | fossil | erneuerbare Energien

Greenpeace: G7-Staaten investieren zu wenig in erneuerbare Energien

Die G7-Staaten investieren einer Studie zufolge im Durchschnitt fast genauso viel Geld in die klimaschädlichen Brennstoffe Kohle, Öl und Gas wie in den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Umweltorganisation Greenpeace berichtet unter Berufung auf eine Analyse der New Economics Foundation (NEF), dass die sieben großen teilnehmenden Industriestaaten nicht einmal zehn Prozent der Summe investierten, die nötig wäre, um den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft entscheidend voranzubringen und die Erderwärmung auf möglichst unter 1,5 Grad Celsius zu beschränken.

„Es kann nicht sein, dass reiche Industriestaaten weiterhin enorme Summen in Energie stecken, die unser aller Lebensgrundlagen zerstören“, sagte Greenpeace-Energieexperte Jonas Ott vor Beginn des G7-Gipfels im bayerischen Elmau. Wolle man das 1,5-Grad-Ziel noch erreichen, müssten – statt weiterhin fossile Brennstoffe zu fördern – alle Mittel in den Ausbau der erneuerbaren Energien gelenkt werden ...

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Atommüll | Endlager | Olkiluoto

Terra X - die Wissens-Kolumne:

Atommüll endlagern - nur wo und wie?

Für alle, die jetzt die Verlängerung der AKW-Laufzeiten fordern: Wir wissen immer noch nicht, wohin mit dem alten Atommüll und sollten uns endlich für einen Standort entscheiden.

Die Zeit drängt, zurzeit lagert der schwach- bis mittelradioaktive Müll oberirdisch, die schlechteste aller Lösungen. Wie geht es mit ihm weiter? Und vor allem wo?

Im September 2020 ging ein Bild durch die Nachrichten, das einigen Trubel auslöste: eine Deutschlandkarte, auf der ungefähr die Hälfte der Landesfläche bunt eingefärbt war. Bunt bedeutete, im Untergrund befindet sich einer der drei Gesteinstypen, die für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle grundsätzlich in Frage kommen, in ausreichender Dicke und in geeigneter Tiefe.

Diese Karte (und der dazugehörige Bericht) ließ manche erleichtert aufatmen. Der seit Jahrzehnten heiß diskutierte Salzstock Gorleben wurde als ungeeignet beurteilt, da er die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt ...

 

IMHO

Gut gemacht und sehr informativ!

Das Atomendlager in 3D | Terra X - Atommüll - bald vor Deiner Haustür?!

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Folter | Assange | MIK militärisch-industrieller Komplex

Trotz UN-Antifolterkonvention:

Wo Folter "an der Tagesordnung" ist

Auf dem Papier verbieten 173 Staaten Folter, dennoch werden in vielen dieser Länder Kritiker in Haft misshandelt. Experten fürchten: Folter drohe in den USA auch Julian Assange.

Die Folterknechte dieser Welt bedienen sich unterschiedlichster Mittel, um eines zu erreichen - ihre Opfer zu zerbrechen oder gar völlig zu vernichten.

Schutz oft nur auf dem Papier

Die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen, seit 26. Juni 1987 in Kraft und inzwischen von 173 Staaten ratifiziert, soll Menschen schützen vor Handlungen, "durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden". In aktuellen Berichten zur Lage der Menschenrechte beklagen unabhängige Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen allerdings eine weltweite Tendenz zur stärkeren und brutaleren Unterdrückung kritischer Stimmen.

Laut Amnesty International werden Menschenrechtsaktivistinnen, Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen, Medienschaffende und Oppositionelle vermehrt "zum Ziel von rechtswidriger Inhaftierung, Folter und Verschwindenlassen" ...

 

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Aktuelles+ Hintergrundwissen

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Aktuelles+ 26. Juni

 

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erneuerbare EnergienAkw Reparatur | zuverlässig Unsicher

Studie: erneuerbare Energien zuverlässiger als Atomenergie

Laut einer neuen Studie des deutschen Forschungsinstituts DIW und der Technischen Universität Berlin ist die Kernenergie weit weniger zuverlässig ist als bisher angenommen. Die im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung (SES) durchgeführte Untersuchung wirft ernsthafte Fragen über die Tragfähigkeit der Kernenergie als langfristige Energielösung auf.

Atommeiler fallen immer häufiger aus

«Die Schweizer Atomkraftwerke unterliegen großen Unsicherheiten, etwa durch ungeplante sicherheitsbedingte Ausfälle oder verlängerte Revisions- und Reparaturzeiten», so Fabian Lüscher (33), Leiter Atomenergie bei der SES gegenüber dem Schweizerischen Blick. Die Forscher untersuchten die unterschiedlichen Atommeiler im Alpenland und interessierten sich besonders für die Zeiten von Stilllegungen. So musste etwa das AKW Beznau 1, zwischen 2015 und 2018 ganze 1100 Tage heruntergefahren werden. Das AKW Leibstadt musste 2016, 2018 und 2021 in längeren Phasen gewartet werden.

Besonders auffällig ist die Zunahme der Ausfälle der Kraftwerke im Laufe der Zeit. Während im Zeitraum zwischen 2011 und 2020 sieben ungeplante Schnellabschaltungen der Reaktoren in Leibstadt und drei Abschaltungen in Gösgen ausgeführt wurden, war es in den Jahren zuvor und seit 1995 insgesamt lediglich sechsmal zu Zwischenfällen gekommen. Dies hat unmittelbare Konsequenzen für die Versorgung der Schweiz.

Versorgungssicherheit in der Schweiz wohl nicht gegeben

«Die Sicherheit der Stromversorgung ist höher, wenn die Schweiz den Ausbau der Fotovoltaik vorantreibt und auf den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken verzichtet», zitiert Blick Studienautor Mario Kendziorski (32). «Schweizer Atomkraftwerke sind ein erhebliches Risiko für die Versorgungssicherheit.» Indes plant die Politik in Form des Bundesrates in Energieszenarien damit, sowohl das AKW Leibstadt als auch das AKW Gösgen bis ins Jahr 2035 weiterlaufen zu lassen. Laut der Studie würde dies aber die Versorgungssicherheit der Nation gefährden.

Eine ähnliche Gefährdung ist mittlerweile auch in Frankreich festzustellen, wo gleich mehrere AKWs aktuell gemeinsam vom Netzwerk genommen werden mussten. «Das zeigt, dass der gleichzeitige Ausfall mehrerer Kraftwerke eine sehr realistische Bedrohung ist», so Kendziorski. «Nicht nur wegen der Gefahr schwerer Unfälle ist es ratsam, auf Atomkraft zu verzichten und den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben. Es lohnt sich auch mit Blick auf die Versorgungssicherheit.»

Erneuerbare Energien wohl deutlich sicherer als AKWs

Für die Schweiz stellt die Studie zwei Szenarien für das Jahr 2035 auf. Das erste Szenario folgt den aktuellen Plänen zur Beibehaltung der Laufzeiten. Dem gegenüber wird ein Szenario gestellt, das annimmt, dass stattdessen Foltovoltaik-Anlagen gebaut werden, die 16 Terrawattstunden (TWh) stemmen könnten. Auch möglicher Stromhandel mit den Nachbarstaaten wurde berücksichtigt. Im Frühjahr, zwischen März und April, leisten die Speicherwasserkraftwerke aufgrund niedriger Stände die wenigste Leistung. Dann kann ein Ausfall im aktuellen Energiemix von Atommeilern besonders starke Konsequenzen mit sich ziehen.

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wäre ein vollständiger Umstieg auf regenerative Energien eine geeignete Möglichkeit. «Es gibt bei der Fotovoltaik gewisse Unsicherheiten bei der Prognose der Stromerzeugung», so Kendziorski ein. «Aber die sind viel besser kalkulierbar als bei der Atomkraft und können bei der Planung von vornherein berücksichtigt werden. Hinzu kommt, dass unmöglich alle Solarpanels gleichzeitig ausfallen. Bei Kernkraftwerken ist das augenscheinlich anders.»

 

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Hintergrundwissen

 

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reaktorpleite.de

 

Karte der nuklearen Welt:

Atomenergie ist gefährlich und die Reaktoren sind alt und marode ...

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Die interne Suche:

Korrosion im Akw

brachte u.a. folgende Ergebnisse:

 

3. Juni 2022 - Frankreichs Atomstrom-Pläne in Gefahr

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30. April 2022 - Atom-Frankreich: Dann waren nur 28 Reaktoren am Netz

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Fort St. Vrain 1985 - Der HTR Prototyp in den USA kannte auch schon Spannungskorrosionsrisse

 

 

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YouTube-Kanal - Reaktorpleite

 

euronews - 0:42

Korrosionsschäden: Frankreich schaltet weitere Atomkraftwerke ab

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swr - 05:06

Sicherheitsrisiko Kernkraftwerk Neckarwestheim?

 

Wird in einem neuen Fenster geöffnet! - YouTube-Kanal "Reaktorpleite" Playlist - Radioaktivität weltweit ... - https://www.youtube.com/playlist?list=PLJI6AtdHGth3FZbWsyyMMoIw-mT1Psuc5Playlist - Radioaktivität weltweit ...

In dieser Playlist finden sich über 150 Videos zum Thema

 

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Ecosia

Diese Suchmaschine pflanzt Bäume!

 

Stichwortsuche: Korrosion im Akw

https://www.ecosia.org/search?q=Korrosion im Akw

 

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Wikipedia

 

Spannungsrisskorrosion

Spannungsrisskorrosion ist die transkristalline (durch das Gefügekorn) oder interkristalline (entlang der Korngrenzen des Gefüges) Rissbildung in Werkstoffen unter dem gleichzeitigen Einfluss einer rein statischen Zugspannung oder mit überlagerter niederfrequenter Zugschwellspannung sowie eines speziellen Korrosionsmediums. Auch Zugspannungen in Form von Eigenspannungen sind wirksam ...

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Schwingungsrisskorrosion

Schwingungsrisskorrosion ist die transkristalline oder interkristalline Rissbildung in Werkstoffen aufgrund mechanischer Schwingungen. Das Auftreten dieser Korrosion hängt von der Beanspruchung ab und tritt meistens oberhalb eines spezifischen Grenzwertes auf. Im Gegensatz zur Spannungsrisskorrosion ist die Belastung zyklisch oder periodisch. Die Schwingungsrisskorrosion tritt plötzlich auf und ist äußerlich meistens nicht sichtbar ... 

 

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Newsletter XXV 2022 - 18. bis 25. Juni | Zeitungsartikel 2022

 

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