China - Halbinsel Shandong - HTR-PM

04.01.2018

Erster HTR-PM-Behälterkopf in Position

Dieser Artikel erschien in www.world-nuclear-news.org und wurde übersetzt mit dem www.deepl.com/translator

Der Druckbehälterkopf wurde an einer der beiden gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren der Demonstrationsanlage HTR-PM in Shidaowan in der chinesischen Provinz Shandong installiert.

Der Druckbehälterkopf wurde am 27. Dezember auf Block 2 installiert, wie die China Nuclear Industry 23 Construction Company Limited (CNI23) mitteilte. In einem ca. 1 Stunde und 35 Minuten dauernden Arbeitsgang wurde das 80 Tonnen schwere Bauteil mit 76 Schrauben am Druckbehälter befestigt.

"Dies ist die erste Installation des Druckbehälterdeckels des weltweit ersten Gen IV-Reaktors, was darauf hindeutet, dass die interne Installation des Reaktordruckbehälters vor der Schließung abgeschlossen wurde", bemerkte CNI23.

Im Dezember 2012 begannen die Arbeiten an der Demonstrationsanlage HTR-PM, die mit zwei kleinen Reaktoren und einer Turbine ausgestattet ist, am Standort Shidaowan in China Huaneng. China Huaneng ist die federführende Organisation im Konsortium zum Bau der Demonstrationseinheiten zusammen mit der China Nuclear Engineering Corporation (CNEC) und dem Institut für Nuklear- und Neue Energietechnologie der Tsinghua-Universität, das führend in Forschung und Entwicklung ist. Chinergy, ein Joint Venture von Tsinghua und CNEC, ist der Hauptauftragnehmer für die Nuklearinsel.

Die beiden HTR-PM-Doppelreaktoren der Demonstrationsanlage werden eine einzige 210-MWe-Turbine antreiben.

Der Druckbehälter des ersten Reaktors wurde im März 2016 innerhalb des Reaktorsicherheitsgebäudes installiert. Der etwa 25 Meter hohe und rund 700 Tonnen schwere Behälter wurde von Shanghai Electric Nuclear Power Equipment hergestellt. Der zweite Druckbehälter wird noch in diesem Jahr installiert.

Die ersten Graphitmoderatorkugeln wurden im April letzten Jahres in den Kern des ersten Reaktors eingefüllt. Im Juli wurden die thermohydraulischen Parameter des Dampferzeugers validiert. Die Demonstration HTR-PM soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen und mit der Stromerzeugung beginnen.

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Kalter Kaffee als frisch serviert?! Revolution, Evolution oder Scharlatanerie?
Eine, schon lange geforderte, umfassende Studie zum Thema Radioaktivität und Gesundheit scheint jedenfalls angesagt.
Gesundheitspolitiker aller Länder - egal ... - kommt endlich aus den Puschen!

11.01.2018

Länger leben dank Radioaktivität

Dieser Artikel von Alex Reichmuth erschien in bazonline.ch

Wissenschaftler fordern eine Lockerung des Strahlenschutzes – aus gesundheitlichen Gründen.

Für viele Schweizer mag es gewöhnungsbedürftig wirken, was jüngst in Nuclear News zu lesen war, der Zeitschrift der Amerikanischen Wissenschafts-Vereinigung für Kerntechnik (American Nuclear Society). Die beiden Kernphysiker Jerry M. Cuttler und William H. Hannum setzten sich für einen Paradigmen-Wechsel beim Schutz vor Radioaktivität ein. «Es ist offensichtlich geworden, dass die Gesellschaft einen sehr hohen Preis bezahlt wegen der Angst vor tiefdosierter Strahlung», schrieben die Wissenschaftler. Ihr Plädoyer für eine drastische Lockerung der Grenzwerte begründeten sie damit, dass massvolle Radioaktivität das Abwehrsystem stimuliere und Organismen ermögliche, ihre Lebenserwartung zu erhöhen: «Studien haben gezeigt, dass tiefe Strahlungsdosen die Lebensspannen von Tieren und Menschen verlängern.»

Die beiden Autoren sind renommierte Fachleute. Der Kanadier Jerry Cuttler ist Strahlenexperte an der Universität Toronto und ehemaliger Präsident der Canadian Nuclear Society. Der Amerikaner William Hannum diente lange für das US-Departement Energie und war unter anderem für die Agentur für Kernenergie der OECD tätig.

Doch ist die Aussage, radioaktive Strahlung nütze der Gesundheit, nicht eine zynische Verdrehung der Wirklichkeit? Ist die Forderung nach einer Lockerung des Strahlenschutzes nicht ein menschenverachtendes Plädoyer zugunsten der Atomkraft? Jedenfalls ist die Bevölkerung in der Schweiz und in vielen anderen Ländern fest überzeugt, dass radioaktive Strahlung eine unvergleichliche Gefahr darstellt und schon geringste Dosen verheerend für die Gesundheit sind. Das zeigt sich etwa beim erbitterten Streit um die Lagerung radioaktiver Abfälle.

Bestrahlte Tiere sind im Vorteil

Doch Cuttler und Hannum können sich auf eine Vielzahl wissenschaftlicher Resultate abstützen, die tatsächlich darauf hinweisen, dass massvolle Radioaktivität die Gesundheit fördert und insbesondere die Häufigkeit von Krebs verringert. Unbestritten ist zwar, dass eine hohe Dosis, insbesondere wenn sie schlagartig erfolgt, schädlich bis tödlich sein kann. So gab es nach den Atombomben-Abwürfen 1945 über Hiroshima und Nagasaki unter den Bewohnern, die nicht unmittelbar durch die fürchterlichen Druck- und Hitzewellen zu Tode kamen, viele, die stark radioaktiv belastet wurden und einige Wochen oder Monate später an der sogenannten Strahlenkrankheit starben, die unter anderem mit inneren Blutungen einhergeht.

Die Folgen der Strahlung bei den Überlebenden der Atomexplosionen in Japan sind dank langjährigen Wissenschafts-Programmen der USA sehr gut erforscht. Sie zeigten Erstaunliches: Bei Menschen, die die Strahlenkrankheit überlebten, war die Rate, im Alter an Krebs (insbesondere Leukämie) zu erkranken, nur geringfügig erhöht. Bei denjenigen Überlebenden, die mutmasslich nur mässig bestrahlt worden waren, zeigte sich sogar ein tendenziell tieferes Risiko für Leukämie als bei der Gesamtbevölkerung Japans.

Ab den späten 1940er-Jahren gab es eine grosse Zahl von Tierversuchen mit nuklearer Bestrahlung – mit eindeutigen Resultaten: Massvolle radioaktive Strahlung fördert die Gesundheit, führt zu weniger Krebs und verlängert die Lebensspanne von Tieren. Die sogenannte Mega-Mouse-Study, bei der ab 1947 mit Millionen Mäusen experimentiert wurde, ergab eine um bis zu vierzig Prozent tiefere Krebssterblichkeit. Ebenso alterten manche Tiere nach der Bestrahlung langsamer. Versuche mit Hunden kamen zu ähnlichen Schlüssen: Eine Bestrahlung bis zu etwa 700 Millisievert (mSv) pro Jahr befördert deren Gesundheit.

Sievert ist die physikalische Einheit für die biologische Wirkung radioaktiver Strahlung. 700 mSv pro Jahr liegt 700 mal über dem Grenzwert, der in der Schweiz für die breite Bevölkerung gilt, und 35 mal über demjenigen für Mitarbeiter von Kernanlagen. Insbesondere liegt eine Belastung von 700 mSv pro Jahr auch weit über derjenigen in den Sperrzonen im Japan, die nach dem Unfall im AKW Fukushima verhängt wurden.

Aus dem All, aus dem Untergrund

Die Wirkung massvoller Strahlung bei Menschen ist weniger gut belegt als bei Tieren. Denn Bestrahlungs-Experimente, bei denen Menschen absichtlich einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt würden, sind natürlich nicht zulässig. Es gibt aber eine Vielzahl von Untersuchungen bei Personen, die nach Unfällen eine bestimmte Strahlung abbekommen haben, die berufsbedingt eine höhere Strahlendosis akzeptieren müssen, oder die aufgrund ihres Wohnorts einer erhöhten natürlichen Hintergrundstrahlung ausgesetzt sind.

Die natürliche Strahlung stammt aus dem Weltall, vor allem aber aus dem Untergrund. An gewissen Orten ist sie aus geologischen Gründen stark erhöht, etwa im indischen Bundesstaat Kerala oder in Guarapari in Brasilien. Der Ort mit der weltweit höchsten bekannten Strahlung ist der Kurort Ramsar im Iran, wo bis zu 260 mSv pro Jahr gemessen werden. Auch in der Schweiz liegt die natürliche Hintergrundstrahlung an vielen Orten um das Mehrfache über dem Grenzwert, der für Strahlung aus künstlichen Quellen gilt – vor allem in den Alpen. Natürliche und künstliche Strahlung unterscheiden sich aber nur durch ihre Herkunft, nicht in ihrer Wirkung auf Mensch und Tier.

Es gab eine ganze Reihe von Untersuchungen über den Gesundheitszustand der Bevölkerung in Kerala, Guarapari oder Ramsar. Dabei konnten keine negativen Effekte der Strahlung nachgewiesen werden. Studien in China, Indien oder in den USA haben zudem gezeigt, dass Bewohner von Gegenden mit erhöhter natürlicher Radioaktivität oftmals gesünder sind und weniger häufig an Krebs leiden als Bewohner in Gegenden mit tieferer Belastung. Ein Teil dieser Resultate weist allerdings methodische Mängel auf, weil andere Faktoren, die die Gesundheit beeinflussen (wie etwa das Rauchverhalten), ungenügend berücksichtigt wurden.

Auch der Gesundheitszustand von Mitarbeitern von Kernanlagen wurde mehrfach untersucht. Viele Resultate zeigen, dass bei erhöhter Belastung das Krebsrisiko sinkt. Eine Übersichtsstudie von 2011, die elf solche Erhebungen auswertete, kam zum Schluss, dass AKW-Mitarbeiter vierzig Prozent seltener an Krebs sterben als die übrige Bevölkerung.

Nach einem Störfall gesünder

Eine tiefere Sterblichkeit wegen Krebs und anderer Leiden ergab sich ebenfalls bei britischen Radiologen im Vergleich zur gesamten Ärzteschaft in ihrem Land. Radiologen waren vor allem in früheren Jahrzehnten einer deutlich höheren Strahlenbelastung als ihre Berufskollegen ausgesetzt.

Ein unerwartetes Ergebnis zeigte auch eine Untersuchung in Taiwan, wo ab 1982 etwa 10'000 Menschen einer stark erhöhten Strahlung ausgesetzt waren. Der Grund war, dass Stahl, der im Hausbau eingesetzt wurde, wegen eines Industrieunfalls durch strahlendes Cobalt-60 versetzt war. Die Strahlung, die die Betroffenen in ihren Wohnungen während Jahren abgekommen haben, war im Schnitt etwa so stark wie diejenige, die anfänglich in der Sperrzone um das AKW Fukushima herrschte. Die Auswertung zeigte aber, dass die Betroffenen signifikant seltener an Krebs litten als die übrige Bevölkerung Taiwans. Zudem gab es weniger Fälle angeborener Missbildungen.

2010 kam der ukrainische Medizinwissenschaftler Alexander Vaiserman in einer Übersichtsarbeit zum Schluss, dass der gesundheitliche Nutzen massvoller ionisierender Strahlung (zu der auch radioaktive Strahlung zählt) in mehr als 3000 Studien nachgewiesen wurde. Es gibt mittlerweile viele Strahlenbiologen, die überzeugt sind, dass massvolle Radioaktivität für Menschen von Vorteil sein könnte.

Davon wollen die meisten Präventivmediziner allerdings nichts wissen. Der Strahlenschutz orientiert sich weiterhin an der unbelegten Hypothese, dass schon geringste Dosen schädlich sind, und dass sich bei einer Verdoppelung der Strahlung auch die Gesundheitsrisiken verdoppeln. Demnach lautet das Ziel, jede noch so geringfügige Strahlenexposition zu vermeiden. Über die mutmasslichen Gesundheitsvorteile bei mässiger Belastung weiss man in der Öffentlichkeit so gut wie nichts.

Das war nicht immer so: In den 1920er- und 1930er-Jahren hatte Radioaktivität einen sehr guten Ruf. Es wurde sogar offensiv damit geworben. Viele Kurorte wie St. Blasien im Schwarzwald, Brambach in Sachsen oder Bad Gastein in Österreich strichen hervor, dass das Wasser in ihren Bädern mit radioaktivem Radon versetzt ist und betonten die Heilkraft, die daraus resultiere. Der Kurort Lurisia im italienischen Piemont setzte auf den Slogan «Lurisia – das radioaktivste Wasser der Welt», um das eigene Mineralwasser anzupreisen.

Trainingseffekt für den Körper

Erst nach den Atombomben-Abwürfen in Japan und dem Ende des Zweiten Weltkriegs griff die Angst vor jeglicher radioaktiver Strahlung um sich – mutmasslich bewusst von den Amerikanern befördert, zwecks Abschreckung. 1956 stellte die US-Akademie der Wissenschaften die erwähnte Hypothese auf, wonach auch bei geringfügiger Radioaktivität die Gesundheitsschäden gleichmässig mit der Dosis ansteigen. Rasch wurde diese Hypothese weltweit zur Grundlage des Strahlenschutzes gemacht.

In Wahrheit dürfte es so sein, dass massvolle Radioaktivität einen Trainingseffekt auf das Abwehrsystem der Körpers hat. Dieser besitzt wirkungsvolle Schutzmechanismen gegen DNA-Strangbrüche und mutierte Zellen, die täglich millionenfach auftreten und zur Entstehung von Krebs führen können. Radioaktive Strahlen fördern zwar grundsätzlich Strangbrüche und Mutationen. Erfolgt die Bestrahlung aber massvoll – so die medizinische These – werden die Reparaturmechanismen aktiviert, aber nicht überfordert und damit gestärkt.

Auch das Immunsystem verbessert durch mässige Bestrahlung vermutlich seine Fähigkeit, Krebszellen im Körper zu vernichten. Experimente mit Zellgewebe bestätigen, dass Zellen, die einer tiefen Dosis ausgesetzt werden, anschliessend widerstandsfähiger gegenüber starker Bestrahlung sind.

In der Medizin ist grundsätzlich bekannt, dass eine eigentlich schädliche Einwirkung auf Zellen, etwa durch giftige Substanzen, der Gesundheit nützen kann, sofern sie in tiefem Ausmass erfolgt. Man spricht vom Hormesis-Effekt. Dieser könnte auch bei radioaktiver Strahlung spielen. «Wir brauchen erhöhte Hintergrundstrahlung, um unsere Gesundheit zu verbessern», forderte darum schon 2005 John R. Cameron, inzwischen verstorbener amerikanischer Professor für medizinische Physik. Brisant ist, dass der gesundheitsfördernde Effekt am grössten zu sein scheint bei Strahlungsbelastungen, die denjenigen entsprechen, die in weiten Teilen der Sperrgebiete um die Havarie-Reaktoren in Tschernobyl und Fukushima herrschen.

Jedenfalls beklagten Jerry Cuttler und William Hannum in ihrem Plädoyer in Nuclear News, dass der Strahlenschutz heute unsinnig streng sei. Das führe auch dazu, dass die Anwendung radioaktiver Strahlung in der medizinischen Diagnostik und Behandlung stark eingeschränkt seien.

Weiter bewirke die übergrosse Angst vor jeglicher Radioaktivität absurderweise auch, dass der Schutz vor tatsächlich gefährlichen Strahlungsdosen leide. «Es gibt viele durch Waffenprogramme nuklear belastete Standorte, wo Sanierungen nötig sind, um übermässig strahlendes Material von der Umgebung fernzuhalten», schrieben die beiden Forscher. Die überhöhten Anforderungen trieben die Sanierungskosten in «astronomische» Höhen und behinderten damit die Eliminierung von strahlendem Material.

Cuttler und Hannum fordern nun «eine konstruktive Debatte, um sichere Grenzwerte zu bestimmen». An diesen solle sich der Strahlenschutz künftig orientieren. (Basler Zeitung)

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INWORKS-Studie
Die INWORKS-Studie beruht auf den Messdaten von 300.000 Arbeitern in Atomkraftwerken, diese Daten reichen bis zu 60 Jahre zurück.

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Radioaktivität, Gesundheit

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Da muss Donald jetzt aber ganz stark sein ...

03.01.2018

U.S.-Gericht zugunsten des Moratoriums gegen Uran-Abbau in Grand Canyon-Region

Der Artikel von petrapez erschien in www.radio-utopie.de

Kurz vor dem Jahreswechsel 2017/2018 gab es einen Grund zum Feiern: Uranerzbergmine in Arizona erhielt keine Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme und keine neuen Minen werden erschlossen

Bei all den Bemühungen des Imperialistischen Komplexes seine Interessen unter Einsatz von Gewalt und Gegenoffensiven in der realen und virtuellen Welt durchzusetzen, ist es wichtig, erfolgreiche Aktionen von Umweltschützern und der Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen, die sich dem Großkapital trotz angeblicher geringer Chancen bei Gericht durchsetzen.

Im November 2017 berichteten wir über das Thema Uranerz-Abbau im Grand Canyon Nationalpark und den Widerstand am Beispiel einer Stadt in Flagstaff: kein Uranbergbau und Transporte am Grand Canyon.

Über die Region bestand insgesamt ein Jahrzehnte altes Moratorium des Bundes gegen die Wiederaufnahme stillgelegter Minen. Im Jahr 2013 hatte der U.S. Forest Service die Wiedereröffnung der Mine genehmigt.

Seither und besonders nach dem Regierungswechsel in Washington versuchten die "Glücksritter" der National Mining Association erneut über ihre Lobbyisten im U.S.-Landwirtschaftsministerium vor Gericht Genehmigungen zur Inbetriebnahme durchzusetzen.

Am 12.Dezember 2017 entschied das Fünfte U.S.-Bundesberufungsgericht (Ninth Circuit Court of Appeals) in San Fransisco nach jahrelangen Prozessieren, dass das Moratorium in Kraft bleibt. Die Richter folgten den Argumenten der Vertreter der Zivilgesellschaft, dass der Schutz der Gewässer und der historischen heiligen Plätze der indigenen Stämme höhere Prioritäten einnehmen.

Letzte Instanz zur Aufhebung der Entscheidung des Berufungsgerichtes wäre eine Klageeinreichung vor dem Verfassungsgericht der Vereinigten Staaten von Amerika, ansonsten ist der Klageweg abgeschlossen und rechtlich bindend.

Quelle: https://kdminer.com/news/2018/jan/02/grand-canyon-uranium-mining-ban-upheld-court-sides/

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Karte der nuklearen Welt:
USA, Arizona, Canyon Mine

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03.01.2018

Studie: USA töten mit Atombomben hunderttausende Amerikaner

Der Artikel von John Dyer erschien in www.wienerzeitung.at

Durch Tests in Nevada sind offenbar mehr Amerikaner gestorben als durch die Bombenabwürfe in Japan.

Die USA sind das weltweit einzige Land, das bislang Atombomben in einem Krieg verwendet hat. Nun behauptet ein Forscher, dass durch die Atomwaffentests in Nevada in den 50er und 60er Jahren mehr Amerikaner ums Leben gekommen sind, als es bei den zwei Bombenangriffen in Japan im August 1945 Opfer gab. Deren Zahl wird in Japan auf 250.000 geschätzt.

Der Ökonom Keith Meyers von der Universität Arizona wies in einer Studie auf die schädlichen und vielfältigen Auswirkungen von Atomwaffentests auf Menschen hin. "Diese Studie zeigt, dass es mehr Opfer im Kalten Krieg gab, als bislang angenommen wurde." Im Mittelpunkt der These von Meyers steht der radioaktive Niederschlag, der sich auch in der Milch abgelagert hat, welche Amerikaner über Jahre getrunken haben. "Während der 50er Jahre wurde Milch in der Region verbraucht, in welcher sie hergestellt wurde." Er meint, dass zwischen 1951 und 1973 695.000 Amerikaner im Mittleren Westen und Nordosten der Vereinigten Staaten an Krebs erkrankt oder gestorben sind, die mit dem radioaktiven Isotop I-131 versetzte Milch getrunken haben. Dabei sei das dadurch entstandene Vorkommen an Todesfällen überraschenderweise nicht rund um das Testgelände am höchsten gewesen, sondern dort, wo der Fallout bereits moderat war.

100 Tests in Nevada

Bis 1949 wurden Atomwaffentests im Südpazifik durchgeführt. 1963 erfolgte ein Verbot von Tests unter freiem Himmel. Doch insgesamt sind rund 100 überirdische Atomwaffentests in Nevada durchgeführt worden. Oftmals sollten dadurch explizit die Auswirkungen auf Menschen und Tiere überprüft werden, wie Meyers erklärt. Die Verlagerung der Tests unter die Oberfläche habe rund 24 Millionen Menschen das Leben gerettet, erklärt der Wissenschafter. Dennoch würden auch heute noch einige Menschen unter den Folgen der Atomwaffentests leiden. "Durch diese Atomwaffentests wurden Millionen von Amerikanern den Auswirkungen von schädlichem radioaktivem Material ausgesetzt und viele leben bis heute mit den Folgen dieser Verschmutzung."

Einige dieser Opfer, die während der Atomwaffentest in New Mexico in der Region gelebt haben, machen nun auch öffentlich auf ihre Situation aufmerksam und fordern eine offizielle Entschuldigung. "Ich erinnere mich, als wäre es gestern passiert", sagt der 89-jährige Darryl Gilmore, der seinerzeit an der Universität von New Mexico Musik studiert hat. Damals habe es lediglich die Information gegeben, dass ein einsam gelegenes Munitionsdepot explodiert sei. Gilmore hat den Großteil seines Lebens mit Hautkrebs gekämpft.

Auch in Nordkorea dürfte die Gegend rund um das Atomtestgelände schwer radioaktiv verseucht sein. Flüchtlinge sprechen von einer seltsamen Häufung schwerer Krankheiten, für die die Ärzte keine Erklärung hätten.

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https://www.keithameyers.com/

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Karte der nuklearen Welt:
USA - Nevada Test Site -
Hier führten die USA von 1951 bis 1992 insgesamt 904 Nukleartests durch, davon ca. 100 oberirdische Tests, teilweise in Sichtweite von Las Vegas und seit dem Atomteststoppabkommen im Oktober 1963 ca. 804 unterirdische Tests, wobei mindestens 15 der unterirdischen Tests aus Versehen zu oberirdischen wurden, weil die immense Ladung das Deckgestein einfach wegriss.

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22.01.2018

SENDETERMIN: Montag den 22.01.2018 um 8:30 Uhr im SWR2

Die schleichende Vergiftung

Risiko Uran

Dieser Artikel von Peter Jaeggi erschien in www.swr.de

Das radioaktive Schwermetall Uran kommt natürlich in der Umwelt vor. Dort ist es ungefährlich. Gelangt es aber in den menschlichen Körper, wirkt es hochgiftig für die Zellen. Anfang 2017 fand ein Schweizer Arzt und Wissenschaftler im Urin seiner Patienten teilweise große Mengen Uran. Die gleiche Entdeckung machte ein Arzt in Düsseldorf. Woher der Stoff kam, ist bis heute rätselhaft.

Woher stammt Uran?

Uran kommt natürlich im Erdboden vor. Das radioaktive Element stammt aus der Entstehungszeit des Universums. In unseren Regionen sind die größten natürlichen Konzentrationen im Granit. Mehr als 99 Prozent dieses Natur-Urans bestehen aus dem Isotop Uran 238.

Ist Uran gesundheitsschädlich?

Früher wurde auf die niedrige Radioaktivität von Uran hingewiesen – die sei nicht gesundheitsschädlich. Doch das stimmt nicht: Uran ist ein sogenannter Alphastrahler, der zwar nur eine sehr geringe Reichweite hat, dafür eine sehr hohe Energie. Das bedeutet, dass Uran besonders gefährlich ist, wenn es vom Organismus aufgenommen wird und die Strahlung so die Zellkerne treffen kann. Und die enthalten unsere DNA, unsere Erbinformationen.

Mehrere Studien legen nahe, dass Kinder von mit Uran belasteten Eltern sehr wahrscheinlich ein größeres Risiko haben, mit Missbildungen geboren zu werden, sagt Thomas Carmine. Weil Uran die Erbsubstanz schädigen könne. In mehreren Experimenten und anhand von Einzelfällen sei zudem belegt worden, dass Uran das Risiko erhöht, an Knochenkrebs zu erkranken.

Wie wird Uran freigesetzt?

Normalerweise bleibt die Uran-Strahlung im Gestein gefangen. Gefährlich wird sie erst, wenn radioaktive Partikel vom Körper aufgenommen werden. Uran-238 hat eine Halbwertszeit von fast viereinhalb Milliarden Jahren. Es zerfällt in mehreren Schritten zu Folgeelementen wie Thorium, Radon, Radium und Polonium. Diese Zerfallsprodukte sind dabei erheblich radioaktiver als das Uran selbst.

Wie äußert sich eine Uran-Vergiftung?

Die ersten Symptome einer Uranvergiftung sind Müdigkeit, längere Erholungszeiten nach dem Sport beispielsweise. Leichte Depressivität. Wenn Sie höhere Uran-Konzentrationen haben, dann können auch Organe nachhaltig geschädigt werden. Vor allem die Nieren, das Knochenmark, die Leber und auch das Nervensystem.

Woher stammt das Uran, das 2017 im menschlichen Urin nachgewiesen wurde?

Der Krimi ist noch nicht gelöst, es gibt jedoch verschiedene Mosaiksteinchen:

  • Der Schweizer Mediziner Carmine ist sicher: „Es muss irgendwie Anfang des Jahres eine größere Menge Uran insofern freigesetzt worden sein, dass Menschen das inkorperiert haben. Auf welchem Weg auch immer Und sei es übers Trinkwasser, über die Nahrungskette oder inhalativ. Und ich denke mittlerweile, dass der Weg über die Einatmung der wahrscheinlichste ist, weil die regionale Verteilung sehr groß war.“
  • Eine entscheidende Rolle spielte offenbar auch das Wetter. Es herrschte damals nämlich eine ungewöhnlich lange austauscharme Wetterperiode. So konnten sich viele Schadstoffe, darunter Uran, in der bodennahen Luft anreichern. In der letzten Januarwoche und Mitte Februar 2017 entstanden windschwache Inversionswetterlagen. Dabei sind die oberen Luftschichten wärmer als die unteren und halten diese am Boden. Und genau in dieser Zeit fanden die Mediziner in der Schweiz und in Deutschland den uranbelasteten Urin.
  • Uranaerosole, die durch den Einsatz von Uranmunition freigesetzt werden. Uranmunition wird intensiv eingesetzt seit 1990 in weltweiten Konflikten. So auch im Irak, in Afghanistan, Lybien, der Ukraine und in Syrien. Bei einem Treffer mit dieser Munition beginnt das auf über 3.000 Grad Celsius erhitzte Metall zu brennen. So entsteht ein Uranoxid-Aerosol, eine Gaslösung mit feinen Uranpartikeln, die der Wind fortträgt und weiträumig verteilt.
  • Uranaerosole zum Beispiel aus dem Syrienkrieg können bis zu uns nach Mitteleuropa gelangen, sagt der Kernphysiker Martin Kalinowski. Er ist zuständig für weltweite Radioaktivitätsmessungen bei der „Organisation über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen“ mit Sitz in Wien.
  • Diese radioaktiven Schwebeteilchen können beliebig lange in der Luft bleiben und lange Reisen vornehmen, sie können aber auch als Staub zur Erde fallen oder von Regen und Schnee herunter gewaschen werden. Das ist nach einer langen Trockenperiode wahrscheinlich mit dem Uran geschehen, das Anfang 2017 in der Schweiz und im Raum Düsseldorf im Urin von Menschen gefunden worden ist.

Weitere Uran-Quellen in unserem Lebensumfeld

  • Uran gelangt durch die Verbrennung von Kohle in die Luft

Europas gefährlichste uranhaltige Quelle für Flugasche sind die beiden Uralt-Braunkohlekraftwerke in der Nähe von Pristina im Kosovo. Die Weltbank bezeichnete das Werk „Kosova A“ bereits vor vielen Jahren als die „größte punktuelle Quelle für Umweltverschmutzung in Europa“ – die schlimmste Dreckschleuder auf dem Kontinent. Dessen Schadstoffausstoß, verteilt über riesige Gebiete, überschreitet die europäischen Grenzwerte bisweilen um das 70-Fache.

  • Uran steckt in den meisten Phosphatdüngern und gelangt so in Ackerboden und Trinkwasser

Seit Jahrzehnten sammelt sich in unseren Ackerböden Uran. Enthalten ist es in den meisten Phosphatdüngern. Die meisten natürlichen Phosphatvorkommen waren früher Meere, die dann ausgetrocknet sind. Im Meerwasser ist Phosphat und Uran drin. Wenn das austrocknet, gibt es Ablagerungen. Deshalb stecken in solchen natürlichen Phosphaten erhebliche Mengen an Uran.

Allein die deutsche Landwirtschaft hat bisher in all diesen Jahrzehnten um die 15.000 Tonnen Uran ausgebracht. Konservativ geschätzt. Ein Teil davon sammelt sich nicht in den Ackerböden, sondern gelangt ins Grundwasser gelangt und damit in unser Trinkwasser. Deswegen ist verseuchtes uranbelastetes Trinkwasser die wohl unmittelbarste Gefahr, die vom Uran ausgeht.

Uran ist nicht primär wegen seiner Radioaktivität gefährlich, sondern wegen seiner toxischen Wirkung

Laut WHO-Richtlinien sollte ein Erwachsener weniger als ein Mikrogramm Uran pro Tag und Kilogramm Körpergewicht aufnehmen. Sonst drohen Langzeitschäden. Etwa der Niere. Der WHO-Wert ist oberstes Limit. Er wurde auf politischen Druck hin mehrmals nach oben korrigiert. Dennoch wird sorglos tonnenweise kontaminierter Dünger auf Äckern ausgebracht. Deshalb fordern Experten, dass endlich ein Grenzwert für Uran im Dünger festgelegt werden soll.

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Artikel vom 1.12.2016:
Pentagon bestätigt Einsatz von Uran-Munition in Syrien

Universität Oldenburg:
Informationen über Uran Munition (Depleted Uranium, DU)

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Foodwatch-Forderungen:
Sichere Grenzwerte, deutliche Warnhinweise

Deutsche Wasserakademie:
Uran Grenzwert

Umweltinstitut München e.V.:
Gefahr fürs Baby - Radioaktivität im Trink- und Mineralwasser

Contra Magazin:
170 Millionen Amerikaner trinken radioaktiv verseuchtes Leitungswasser

reaktorpleite:
Uranforschung - Uran im Trinkwasser

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Der Konsument:
Uran in Düngemitteln - Gift aus dem Garten

Bundesumweltamt:
Uran in Boden und Wasser (.pdf)

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INWORKS-Studie
Die INWORKS-Studie beruht auf den Messdaten von 300.000 Arbeitern in Atomkraftwerken, diese Daten reichen bis zu 60 Jahre zurück.

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