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17.12.2017

Japan: Gericht ordnet Reaktor-Aus an

Der Artikel erschien in www.klimaretter.info

Japan erlebt derzeit einen Atomausstieg durch die Hintertür. In dieser Woche entschied das oberste Gericht in Hiroshima, dass der einzige aktive Reaktor im Atomkraftwerk Ikata im Südwesten des Landes vom Netz genommen werden muss. Damit sind in Japan nur noch vier Blöcke in Betrieb. 2011, vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima, waren es noch 54 an 17 Standorten.

Das Gericht in Hiroshima begründete seine Verfügung mit Sicherheitsbedenken. Das AKW liege zu nah an einem aktiven Vulkan, nämlich dem Aso, der rund 130 Kilometer entfernt ist und zu den aktivsten Vulkanen Japans zählt. Die Risikoeinschätzung der Atomaufsichtsbehörde sei unzureichend und das Vorgehen der Behörde "irrational", hieß es zur Begründung.

Nach der Fukushima-Katastrophe 2011 waren sämtliche AKW Japans heruntergefahren worden. Reaktor 3 des AKW Ikata war im August 2016 wieder ans Netz gegangen. Die Stilllegungsverfügung des Gerichts gilt bis September 2018.

Japan ringt derzeit mit der Neuausrichtung seiner Energiepolitik. Nach dem Willen der konservativen Regierung soll die Atomenergie künftig rund ein Fünftel der Stromversorgung beisteuern. Vor Fukushima waren es rund 30 Prozent gewesen.

Auch neue Kohlekraftwerke will die Regierung von Shinzo Abe errichten. Allerdings finden sich kaum noch Geldgeber für neue Kohleblöcke. Dieses Jahr wurden bereits zwei Projekte von den Betreibern gestoppt.

Doch auch die Erneuerbaren spielen nun eine größere Rolle. Seit 2011 hat Japan die Kapazität seiner Wasser-, Solar- und Windkraftwerke auf 100.000 Megawatt mehr als verdoppelt. Zudem ist der Energieverbrauch dank einer beispielhaften Stromspar-Kampagne deutlich gesunken.

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