Aktuelles Zeitungsartikel 2018

Zeitungsartikel 2018

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16.04.2018

Atucha 1 Betriebsgenehmigung erneuert

Dieser Artikel erschien in world-nuclear-news.org

Die argentinische Atomaufsicht hat die Betriebsgenehmigung für den Kernreaktor Atucha 1 verlängert. Der 44 Jahre alte 362 MWe (brutto) Druckwasserreaktor - das erste Kernkraftwerk Lateinamerikas - kann bis 2024 in Betrieb genommen werden.

Am 9. April hat die Autoridad Regulatoria Nuclear (ARN) eine Änderung der Betriebsgenehmigung für Atucha 1 erlassen, die den Beginn der Stufe A des langfristigen Betriebs der Anlage genehmigt. ARN sagte, dass in dieser Phase Fortschritte bei der Vorbereitung des Modernisierungsprojekts der Anlage, das ihren Betrieb auf längere Sicht rentabel machen würde, in Phase B gemacht werden.

Die neue Genehmigung erlaubt Atucha 1 den Betrieb für fünf Jahre voller Stromerzeugung oder bis zum 29. September 2024, dem Enddatum der aktuellen periodischen Sicherheitsüberprüfung, je nachdem, was zuerst eintritt.

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11.04.2018

Hafenunternehmen verzichten auf Atomumschlag

Dieser Artikel erschien in www.ndr.de

Knapp 200 Mal im Jahr wird im Hamburger Hafen bisher atomare Fracht umgeschlagen - oder sie rollt durch die Stadt. Die Zahl dieser Transporte dürfte in Zukunft deutlich sinken: Der Hafenbetreiber HHLA und die Reederei Hapag-Lloyd wollen künftig in Hamburg keine atomaren Brennstoffe mehr umschlagen. In den vergangenen Jahren hatten Vertreter der Wirtschaftsbehörde mehrfach hinter verschlossenen Türen mit beiden Unternehmen verhandelt. Am Ende steht nun der freiwillige Verzicht der beiden Unternehmen. Aus der Wirtschaftsbehörde heißt es dazu: "Es gibt einen gesellschaftlichen und auch politischen Konsens im ganzen Land, aus der Atomenergie auszusteigen und auf erneuerbare Energien zu setzen." Da sei dieser Schritt nur konsequent.

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07.04.2018

China baut Thoriumreaktor in Gansu

Dieser Artikel von Peter Mühlbauer erschien in www.telepolis.de

Die neue Technologie könnte auch militärisch genutzt werden

Der vom Shanghaier Institut für angewandte Physik geplante experimentelle Thorium-Doppelreaktor TMSR ("Thorium Molten Salt Reactor") wird voraussichtlich im Minqin-Industriepark in der Stadt gebaut, die in der bislang wenig entwickelten Wüstenprovinz Gansu liegt. Die Frist für Bürgereinsprüche gegen den Plan lief dort am 2. April ab. Der stellvertretende Provinzgouverneur Huang Qiang lobte die Standortwahl für das mit 22 Milliarden Yuan (oder umgerechnet gut 2,8 Milliarden Euro) veranschlagte Projekt unter anderem wegen der kurzen Wege zu Mineralien, die den Brennstoff für das Kraftwerk liefern.

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03.04.2018

Türkei-Russland: Abhängigkeit durch Atomkraft?

Dieser Artikel von Aram Ekin Duran erschien in www.dw.com

Schon in den 1970er Jahren gab es erste Überlegungen, ein Atomkraftwerk an der türkischen Mittelmeerküste zu bauen. Nun soll das Projekt realisiert werden - mit russischer Hilfe. Experten sind skeptisch.

Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, geben an diesem Dienstag persönlich den Startschuss für den Bau des ersten Atomkraftwerks der Türkei per Videoschalte von Ankara aus. Das geplante AKW Akkuyu in der Provinz Mersin an der Mittelmeerküste ist ein türkisch-russisches Gemeinschaftsprojekt. Es soll 20 Milliarden Dollar kosten und einmal etwa zehn Prozent des Strombedarfs der Türkei decken.

Doch Experten zufolge ist noch nicht absehbar, wann die Türkei die geplante Stromleistung nutzen kann: Denn weder der Technologietransfer aus Russland noch der Zeitpunkt der Fertigstellung, sind bislang klar.

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28.03.2018

Energiewende in Frankreich über Stromspeicher?

Dieser Artikel von Ralf Streck erschien in www.telepolis.de

Der staatliche Atomstromkonzern EDF will Marktführer der Stromspeicherung werden, vermutlich auch für seinen Atomstrom

Acht Milliarden Euro will der französische Energiekonzern EDF nun bis 2035 investieren, um europäischer Marktführer der Stromspeicherung zu werden. Bisher hat der Konzern, an dem der Staat 83% hält, Kapazitäten von insgesamt fünf Gigawatt aufgebaut. Diese Speicherkapazität soll weltweit auf 15 Gigawatt verdreifacht werden. Das soll durch Pumpspeicher und durch Batterien erreicht werden. In der Speicherung soll, so schreibt die EDF, neben der Steigerung der Energieeffizienz und "den nuklearen und erneuerbaren Energien ein wesentlicher Hebel für die Energiewende liegen."

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Atomkraft als Altersvorsorge

21.03.2018

Wie Pensionsrücklagen für Beamte in Kernkraftwerke investiert werden

Dieser Artikel von Jakob Schlandt erschien in www.tagesspiegel.de

Ministerialbeamte haben Pensionsrücklagen in Energieaktien-Fonds und damit auch in Atomkraft investiert. Das steht im Widerspruch zum Atomausstieg der Regierung.

Da sage noch einer, die Atomkraft sei eine Technologie für Ewiggestrige. Das mögen die meisten Deutschen so sehen, aber findige Beamte im Innenministerium haben da zum Glück eine ganz andere Meinung. Sie haben Geld, richtig viel Geld, aus den Pensionsrücklagen für Beamte und Soldaten in europäische Kernkraftwerksbetreiber investiert und damit zuletzt ordentliche Wertzuwächse verzeichnen können.

Blöd bloß, dass das im eklatanten Widerspruch zur Atomausstiegspolitik der Bundesregierung steht. Und dass das Geld sogar zum Teil in den sogenannten „Schrottmeilern“ in Belgien steckt, die die Bundesregierung seit Jahren unbedingt abgeschaltet sehen möchte. Dort sind nämlich immer größere Risse in den Reaktordruckbehältern zu finden, die den deutschen Experten ziemliche Sorgen machen.

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Frankreich will Indien 6 EPR verkaufen ...

15.03.2018

Indien: Abkommen mit Frankreich für sechs EPR am Standort Jaitapur

Dieser Artikel erschien in www.nuklearforum.ch

Die Electricité de France (EDF) und die Nuclear Power Corporation of India Limited (NPCIL) haben am 10. März 2018 in Indien ein sogenanntes Industrial Agreement zum Bau von sechs EPR-Einheiten am Standort Jaitapur im Westen Indiens unterzeichnet.

Das Abkommen zwischen der EDF und der NPCIL wurde im Rahmen eines Staatsbesuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unterzeichnet, der am 9. März 2018 eine viertägige Reise nach Indien antrat. Nach Angaben der EDF beschreibt das Abkommen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Verantwortlichkeiten der Partner sowie einen Zeitplan für die nächsten Schritte. Es ist vorgesehen, dass der französische EPR-Anbieter für die ersten zwei geplanten Einheiten am Standort Jaitapur alle Ingenieursarbeiten durchführen sowie die Beschaffung der Komponenten übernimmt. Beim Bau der darauffolgenden Einheiten sollen zunehmend indische Unternehmen miteingebunden werden. Gemäss EDF ist die NPCIL als zukünftige Besitzerin und Betreiberin des Kernkraftwerks Jaitapur für die Einholung aller nötigen Bewilligungen und Nachweise verantwortlich.

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Finnland, EPR Olkiluoto 3, 15 Jahre Bauzeit und 7 Milliarden Euro Verlust, bis jetzt ...

13.03.2018

Fiasko-Reaktor noch teurer

Dieser Artikel von Reinhard Wolff erschien in www.klimaretter.info

Für die Konstrukteure des finnischen AKW Olkiluoto 3, Areva und Siemens, wird es noch einmal um mehrere hundert Millionen Euro teurer. Die Konzerne einigten sich außergerichtlich über die Verteilung der explodierenden Kosten des AWK-Neubaus. Die Gesamtverluste belaufen sich vermutlich auf mehr als sieben Milliarden.

Der Streit um die Kostenüberschreitungen beim finnischen AKW-Neubau Olkiluoto ist beigelegt. Die französische Areva und der deutsche Siemens-Konzern, die zusammen seit 2005 an dem ersten Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) bauen, haben sich jetzt außergerichtlich mit dem Bauherrn, dem finnischen Energieunternehmen TVO, geeinigt. Das Ergebnis: Für Siemens und Areva wird das Milliardengrab um nochmals knapp eine halbe Milliarde Euro teurer.

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Sieben Jahre nach Fukushima

10.03.2018

Japans Regierung kämpft um Eindruck von Normalität

Dieser Artikel von Jürgen Hanefeld erschien in www.deutschlandfunk.de

Am 11. März vor sieben Jahren kam es zur Atomkatastrophe von Fukushima. Jetzt werden immer mehr Besiedlungsverbote für Städte und Dörfer aufgehoben. Dass die Reststrahlung tatsächlich keine Gesundheitsgefahr mehr darstellt, davon lassen sich die Menschen aber nur schwer überzeugen.

Sie geben sich redlich Mühe, die Mitarbeiter im "Zentrum für Agrartechnologie" von Fukushima. Fische, Fleisch, Gemüse werden kleingehackt und in bleischweren Halbleiterdetektoren mindestens 30 Minuten lang auf Radioaktivität hin getestet. Mit wissenschaftlicher Akribie wird bewiesen, dass diese Proben einwandfrei sind.

"Alles, was angebaut oder gezüchtet ist, kann man bedenkenlos essen. Selbst die Pilze, die von Menschen kultiviert wurden, sind unschädlich", sagt der Vize-Direktor des Labors, Kenji Kusama. In den vergangenen sieben Jahren habe man hier 200.000 Produkte getestet. Auch wenn der Zahlenwirrwarr der Messtabellen für Laien kaum lesbar ist, am Ende steht meist: N.D., die englische Abkürzung für "nicht nachweisbar".

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05.03.2018

Luxemburg will Allianz gegen Atomkraft aufbauen

Dieser Artikel erschien in www.lessentiel.lu

Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine «Renaissance der Atomkraft» verhindern. Beide Länder klagen gegen die EU-Kommission.

Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine europaweite Allianz gegen die Förderung der Atomenergie gründen. Das geht aus einem Communiqué des luxemburgischen Umweltministeriums vom Montag hervor. Eine entsprechende Vereinbarung trafen die österreichische Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, und die luxemburgische Umwelt-Ministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister in Brüssel am Montag.

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Langanhaltende radioaktive Verseuchung

02.03.2018

Fukushima: Uran im Fallout nachgewiesen

Dieser Artikel erschien in www.scinexx.de

Mikropartikel aus Boden und Wasser enthalten langlebige Uran und Zirkonium-Nuklide

Langlebiger Fallout: Der Atomunfall von Fukushima könnte mehr Uran freigesetzt haben als gedacht. In Mikropartikeln aus dem Fallout haben Forscher nun zwei verschiedene Uranverbindungen nachgewiesen. Weil Uran eine extrem lange Halbwertszeit hat, könnte die radioaktive Kontamination demnach länger anhalten als bisher angenommen. Der Nachweis der Uranpartikel deutet zudem darauf hin, dass bei der Atomkatastrophe auch Teile des Kernbrennstoffs freiwurden.

Der Atomunfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war einer der schwersten in der Geschichte der Kernenergie. Durch den Ausfall des Kühlsystems kam es zu einer Kernschmelze, bei Explosionen wurden große Mengen radioaktiver Nuklide freigesetzt. Bis heute ist die Lage in den Reaktoren nur teilweise unter Kontrolle, es kommt im Umfeld der Anlage immer wieder zu Kontaminationen von Meer, Grundwasser und Boden.

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Proteste in Salamanca

26.02.2018

Entsteht in Spanien Europas größte Uran-Mine?

Dieser Artikel von Oliver Neuroth erschien in www.tagesschau.de

Die ersten Bagger eines internationalen Energie-Unternehmens stehen schon bereit. Doch Anwohner protestieren gegen das "Salamanca-Projekt".

"Exakt in diesem Gebiet soll es losgehen. Hier wollen sie als erstes nach Uran graben, es wird die zentrale Abbau-Zone." Jorge Rodriguez hält mit seinen Jeep an einem kleinen Feldweg an und zeigt auf eine hügelige Wiese. Auf ihr stehen ein paar Bäume, das Gelände ist eingezäunt. Am Tor hängt ein leuchtend gelbes Schild: "Prohibido el paso" ("Einfahrt verboten").

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Umweltproteste im Hamburger Hafen

23.02.2018

Aktionstag gegen Atomtransporte

Dieser Artikel von Sebastian Weiermann erschien in www.neues-deutschland.de

Atomkraftgegner protestieren bundesweit gegen Urantransporte

Seit dem deutschen Atomausstieg ist das Thema nukleare Energie und der problematische Transport von Uran aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden. Die belgischen Pannenreaktoren Tihange und Doel sorgen manchmal für ein wenig Aufregung, doch auch die ist in der Regel auf das Rheinland beschränkt.

Dabei gibt es kaum einen Grund zur Beruhigung. Die letzten deutschen Atomkraftwerke sollen zwar am 31. Dezember 2022 ihren Betrieb einstellen. Daran, dass die Bundesrepublik ein wichtiger Standort und Drehscheibe der weltweiten Atomindustrie ist, ändert das allerdings wenig. Eine Schließung der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau steht beispielsweise in den Sternen. Sie beliefert unter anderem die belgischen Pannenreaktoren.

Zahlreiche Anti-Atomkraftinitiativen haben sich für diesen Samstag jedoch einen anderen Fokus gesetzt. Sie wollen auf den Atomumschlagplatz im Hamburger Hafen aufmerksam machen und entlang der Transportroute von Urankonzentrat, das regelmäßig auf dem Schienenweg von Hamburg nach Frankreich gebracht wird, protestieren.

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Atomkraft

22.02.2018

Deutschland hält still

Dieser Artikel von Thorsten Knuf erschien in www.fr.de

Die Bundesregierung akzeptiert - anders als Österreich - einen umstrittenen AKW-Neubau in Ungarn.

Eigentlich ist die Sache ja klar: Mit Atomkraft will Deutschland nichts mehr zu tun haben. Jahrzehntelang wurde hierzulande erbittert über die Frage gestritten, ob die Erzeugung von Atomstrom wünschenswert und zu verantworten sei oder nicht. Dann geschah im März 2011 die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima. In Deutschland wurden quasi über Nacht aus Befürwortern der Atomkraft Gegner dieser Technologie. Mit breiter Mehrheit beschloss der Bundestag, dass bis 2022 alle verbliebenen deutschen Meiler vom Netz gehen müssen. Deutschland hat sich nun der Energiewende verschrieben, keine ernstzunehmende politische Kraft fordert den Ausstieg aus dem Atomausstieg.

Wenn allerdings im benachbarten Ausland neue Atomkraftwerke entstehen, drückt die schwarz-rote Koalition in Berlin regelmäßig beide Augen zu. Nach Informationen dieser Zeitung hat die geschäftsführende Bundesregierung entschieden, nichts zu unternehmen, was den umstrittenen Bau von zwei neuen Reaktoren am ungarischen AKW-Standort Paks stoppen könnte. Paks liegt südlich von Budapest. Bis zur deutschen Grenze sind es rund 440 Kilometer, bis zur österreichischen Hauptstadt Wien etwa 260. Im Falle eines großen Nuklearunfalls würden die Folgen in weiten Teilen Zentraleuropas zu spüren sein. Das Neubauvorhaben ist ein Prestigeprojekt des autoritären ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán.

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15.02.2018

THTR-Rückbau: Kosten und Gefahren als „etablierter Prozess“

Der Erhaltungsbetrieb des eingeschlossenen Thorium-Hochtemperatur Reaktors (THTR) dauert von 1997 bis 2027.

Vor zehn Jahren, am 17. 10. 2008, bestätigte der Ausschuss für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW die im Genehmigungsbescheid 7/12c gemachten Angaben, nachdem bis zum Ende des Jahres 2017 die Betreiber des THTR die atomrechtliche Aufsichtsbehörde zu informieren haben, wie lange der sichere Einschluss aufrecht erhalten und wann mit dem Abbau des Reaktors begonnen werden soll.

Was gibt es Neues?

Da bisher in der Öffentlichkeit nichts bekannt wurde, fragten wir als Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW detailliert nach (1) und erhielten nach fast vier Monaten am 7. Februar 2018 eine Antwort:

„Nach aktuellem Planungsstand beabsichtigt die Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH (HKG) als Betreiberin der Anlage den sicheren Einschluss bis 2027 aufrecht zu erhalten und ab 2028 mit der Vorbereitung der Anlage auf den vollständigen Abbau zu beginnen. (...) Anträge auf Änderung bestehender atomrechtlicher Genehmigungen oder zum Abbau des THTR 300 liegen dem MWIDE bisher nicht vor.“

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04.02.2018

Ist das Atomkraftwerk Tihange noch gefährlicher als angenommen?

Dieser Artikel von Ralf Streck erschien in www.telepolis.de

Die Reaktoren in Belgien sind Zeitbomben und dürften schon längst nicht mehr am Netz sein

Diese Tage gab es etwas Wirbel um Berichte über das belgische Atomkraftwerk Tihange. Der WDR-Hörfunk und das ARD-Magazins MONITOR haben behauptet, das AKW sei "deutlich gefährlicher als bislang bekannt". In einer Pressemitteilung wurde von einem Schreiben der belgischen Atomaufsicht (FANC) berichtet, "das eine deutliche Häufung von so genannten "Precursor"-Fällen im Atomreaktor Tihange-1 belegt". Es habe zwischen 2013 und 2015 insgesamt acht solcher Ereignisse in Tihange-1 gegeben. Das seien "mehr als die Hälfte aller "Precursor"-Fälle in ganz Belgien." Nach ihren Angaben sollen bisher angeblich "insbesondere die Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 als besonders riskant" gegolten haben.

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30.01.2018

South Carolina streitet über sein Atomkraft-Desaster

Dieser Artikel erschien in www.energiezukunft.eu

Nächste Runde in South Carolinas Milliarden-Desaster: Nachdem der Neubau von zwei Atomreaktoren aufgrund explodierender Kosten und Pleiten gestoppt wurde, bricht neuer Streit aus. Sollen die Stromkunden noch 60 Jahre für die Atomruine zahlen?

Im Jahr 2006 fiel der Startschuss für das hoffnungsvolle Projekt, das sich nach 12 Jahren mit den Begriffen Ruin und Bankrott passend beschreiben lässt. Damals beschlossenen Regierung und Kongress des Bundesstaats an der US-Ostküste, Energieversorgern beim Bau neuer Atomreaktoren großzügigen Spielraum zu gewähren. Sie durften einen Teil der laufenden Baukosten den Stromkunden in Rechnung stellen. Das war zwar unüblich, schien damals aber unproblematisch. Die Stromkosten waren hoch und der Bau der zwei neuen Reaktoren am Kernkraftstandort Virgil C. Summer, gut 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Columbia, war unstrittig. 11,5 Milliarden US-Dollar sollten sie kosten und ab 2018 Strom liefern.

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25.01.2018

Radon

Die unsichtbare Gefahr aus dem Untergrund

Dieser Artikel erschien in www.br.de

Man kann es nicht sehen, nicht fühlen, nicht riechen oder schmecken. Das Edelgas Radon ist jedoch die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Über den Boden kann das natürlich vorkommende radioaktive Gas in Häuser eindringen.

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas. Es entsteht durch radioaktiven Zerfall von Uran, das es überall auf der Welt in unterschiedlichen Konzentrationen im Boden gibt. Besonders hoch liegt die Radonkonzentration deshalb in Böden und Gesteinen, die viel Uran enthalten. "Wir haben zum Beispiel in Deutschland ein höheres Radonpotenzial in bestimmten Gegenden: In Bayern sind das der ostbayerische Wald und das Voralpenland, auch Gegenden bis hin zu München. Das liegt wirklich am Urangehalt. Zum Beispiel der Bayerische Wald - das sind eher Granitgebiete. Und Granit hat ein höheres Radonpotenzial", erläutert Michaela Kreuzer, Leiterin der Abteilung "Wirkungen und Risiken ionisierender Strahlung" am Bundesamt für Strahlenschutz.

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Na, dann wird ja alles gut ...

23.01.2018

Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano

Dieser Artikel erschien in www.donaukurier.de

Der französische Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano. Das Unternehmen kündigte die Umbenennung am Dienstag am Firmensitz in La Défense bei Paris an.

Der französische Atomkonzern New Areva heißt jetzt Orano. Das Unternehmen kündigte die Umbenennung am Dienstag am Firmensitz in La Défense bei Paris an. Der Name stehe für einen "Neuanfang", sagte Konzernchef Philippe Knoche. "Orano" spielt auf das griechische Wort Ouranos an, den Namen für den Planeten Uran.

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SENDETERMIN: Montag den 22.01.2018 um 8:30 Uhr im SWR2

Die schleichende Vergiftung

Risiko Uran

Dieser Artikel von Peter Jaeggi erschien in www.swr.de

Das radioaktive Schwermetall Uran kommt natürlich in der Umwelt vor. Dort ist es ungefährlich. Gelangt es aber in den menschlichen Körper, wirkt es hochgiftig für die Zellen. Anfang 2017 fand ein Schweizer Arzt und Wissenschaftler im Urin seiner Patienten teilweise große Mengen Uran. Die gleiche Entdeckung machte ein Arzt in Düsseldorf. Woher der Stoff kam, ist bis heute rätselhaft.

Woher stammt Uran?

Uran kommt natürlich im Erdboden vor. Das radioaktive Element stammt aus der Entstehungszeit des Universums. In unseren Regionen sind die größten natürlichen Konzentrationen im Granit. Mehr als 99 Prozent dieses Natur-Urans bestehen aus dem Isotop Uran 238.

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16.01.2018

Norwegens Staatsfonds zieht sich aus Rüstungsbranche zurück

Dieser Artikel erschien in deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligungen an mehreren Rüstungsfirmen verkauft.

Der norwegische Pensionsfonds, der größte Staatsfonds der Welt und gespeist aus den Öl-Einnahmen des Landes, hat neun weitere Unternehmen auf seine schwarze Liste gesetzt. Aus ethischen Gründen werde der Fonds sein Geld nicht in diese Firmen investieren, die Teile für Atomwaffen produzieren, teilte die Zentralbank des Landes als Verwalterin des Fonds am Dienstag laut AFP mit. Zu den Unternehmen gehören BAE Systems aus Großbritannien, Konzerne aus den USA und aus asiatischen Ländern.

Der Fonds ist eine Billion Dollar (818 Milliarden Euro) schwer und hat in rund 9.000 Firmen weltweit investiert. Dabei muss er Leitlinien beachten – so darf das Geld nicht in Unternehmen fließen, die Atomwaffen oder Tabakprodukte herstellen, die Menschenrechte verletzen, Kinderarbeit ausnutzen oder in Firmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle machen.

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Kalter Kaffee als frisch serviert?! Revolution, Evolution oder Scharlatanerie?
Eine, schon lange geforderte, umfassende Studie zum Thema Radioaktivität und Gesundheit scheint jedenfalls angesagt.
Gesundheitspolitiker aller Länder - egal ... - kommt endlich aus den Puschen!

11.01.2018

Länger leben dank Radioaktivität

Dieser Artikel von Alex Reichmuth erschien in bazonline.ch

Wissenschaftler fordern eine Lockerung des Strahlenschutzes – aus gesundheitlichen Gründen.

Für viele Schweizer mag es gewöhnungsbedürftig wirken, was jüngst in Nuclear News zu lesen war, der Zeitschrift der Amerikanischen Wissenschafts-Vereinigung für Kerntechnik (American Nuclear Society). Die beiden Kernphysiker Jerry M. Cuttler und William H. Hannum setzten sich für einen Paradigmen-Wechsel beim Schutz vor Radioaktivität ein. «Es ist offensichtlich geworden, dass die Gesellschaft einen sehr hohen Preis bezahlt wegen der Angst vor tiefdosierter Strahlung», schrieben die Wissenschaftler. Ihr Plädoyer für eine drastische Lockerung der Grenzwerte begründeten sie damit, dass massvolle Radioaktivität das Abwehrsystem stimuliere und Organismen ermögliche, ihre Lebenserwartung zu erhöhen: «Studien haben gezeigt, dass tiefe Strahlungsdosen die Lebensspannen von Tieren und Menschen verlängern.»

Die beiden Autoren sind renommierte Fachleute. Der Kanadier Jerry Cuttler ist Strahlenexperte an der Universität Toronto und ehemaliger Präsident der Canadian Nuclear Society. Der Amerikaner William Hannum diente lange für das US-Departement Energie und war unter anderem für die Agentur für Kernenergie der OECD tätig.

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China - Halbinsel Shandong - HTR-PM

04.01.2018

Erster HTR-PM-Behälterkopf in Position

Dieser Artikel erschien in www.world-nuclear-news.org und wurde übersetzt mit dem www.deepl.com/translator

Der Druckbehälterkopf wurde an einer der beiden gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren der Demonstrationsanlage HTR-PM in Shidaowan in der chinesischen Provinz Shandong installiert.

Der Druckbehälterkopf wurde am 27. Dezember auf Block 2 installiert, wie die China Nuclear Industry 23 Construction Company Limited (CNI23) mitteilte. In einem ca. 1 Stunde und 35 Minuten dauernden Arbeitsgang wurde das 80 Tonnen schwere Bauteil mit 76 Schrauben am Druckbehälter befestigt.

"Dies ist die erste Installation des Druckbehälterdeckels des weltweit ersten Gen IV-Reaktors, was darauf hindeutet, dass die interne Installation des Reaktordruckbehälters vor der Schließung abgeschlossen wurde", bemerkte CNI23.

Im Dezember 2012 begannen die Arbeiten an der Demonstrationsanlage HTR-PM, die mit zwei kleinen Reaktoren und einer Turbine ausgestattet ist, am Standort Shidaowan in China Huaneng.

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03.01.2018

Studie: USA töten mit Atombomben hunderttausende Amerikaner

Der Artikel von John Dyer erschien in www.wienerzeitung.at

Durch Tests in Nevada sind offenbar mehr Amerikaner gestorben als durch die Bombenabwürfe in Japan.

Die USA sind das weltweit einzige Land, das bislang Atombomben in einem Krieg verwendet hat. Nun behauptet ein Forscher, dass durch die Atomwaffentests in Nevada in den 50er und 60er Jahren mehr Amerikaner ums Leben gekommen sind, als es bei den zwei Bombenangriffen in Japan im August 1945 Opfer gab. Deren Zahl wird in Japan auf 250.000 geschätzt.

Der Ökonom Keith Meyers von der Universität Arizona wies in einer Studie auf die schädlichen und vielfältigen Auswirkungen von Atomwaffentests auf Menschen hin. "Diese Studie zeigt, dass es mehr Opfer im Kalten Krieg gab, als bislang angenommen wurde." Im Mittelpunkt der These von Meyers steht der radioaktive Niederschlag, der sich auch in der Milch abgelagert hat, welche Amerikaner über Jahre getrunken haben. "Während der 50er Jahre wurde Milch in der Region verbraucht, in welcher sie hergestellt wurde." Er meint, dass zwischen 1951 und 1973 695.000 Amerikaner im Mittleren Westen und Nordosten der Vereinigten Staaten an Krebs erkrankt oder gestorben sind, die mit dem radioaktiven Isotop I-131 versetzte Milch getrunken haben. Dabei sei das dadurch entstandene Vorkommen an Todesfällen überraschenderweise nicht rund um das Testgelände am höchsten gewesen, sondern dort, wo der Fallout bereits moderat war.

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Da muss Donald jetzt aber ganz stark sein ...

03.01.2018

U.S.-Gericht zugunsten des Moratoriums gegen Uran-Abbau in Grand Canyon-Region

Der Artikel von petrapez erschien in www.radio-utopie.de

Kurz vor dem Jahreswechsel 2017/2018 gab es einen Grund zum Feiern: Uranerzbergmine in Arizona erhielt keine Genehmigung zur Wiederinbetriebnahme und keine neuen Minen werden erschlossen

Bei all den Bemühungen des Imperialistischen Komplexes seine Interessen unter Einsatz von Gewalt und Gegenoffensiven in der realen und virtuellen Welt durchzusetzen, ist es wichtig, erfolgreiche Aktionen von Umweltschützern und der Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen, die sich dem Großkapital trotz angeblicher geringer Chancen bei Gericht durchsetzen.

Im November 2017 berichteten wir über das Thema Uranerz-Abbau im Grand Canyon Nationalpark und den Widerstand am Beispiel einer Stadt in Flagstaff: kein Uranbergbau und Transporte am Grand Canyon.

Über die Region bestand insgesamt ein Jahrzehnte altes Moratorium des Bundes gegen die Wiederaufnahme stillgelegter Minen. Im Jahr 2013 hatte der U.S. Forest Service die Wiedereröffnung der Mine genehmigt.

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