Aktuelles Zeitungsartikel 2017

Zeitungsartikel 2013

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27.12.2013 - Atomdeal mit Folgen - Privatisierung - die Uranfabrik im westfälischen Gronau soll verkauft werden – so geräuschlos wie möglich.

Verliert der Staat damit die Kontrolle über die Atomwaffen-Technik?

Felix Werdermann, 'Freitag'

Eigentlich ist Gronau ein beschaulicher Ort in Westfalen. Rund 45.000 Menschen leben hier, direkt an der Grenze zu Holland. Gronau ist aber auch der Ort eines gefährlichen Deals: Die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage soll verkauft werden – damit hätten plötzlich nicht mehr Staaten, sondern private Unternehmen die Kontrolle über eine Technologie, die zur Atomwaffenproduktion genutzt werden kann. Solch ein Angebot gibt es nicht alle Tage. Die Liste der Interessenten ist entsprechend lang, die potenziellen Käufer kommen aus aller Welt.

Umweltschützer warnen bereits vor „ernsthaften Sicherheitsproblemen“. Auch die Opposition im Bundestag versucht, das Thema an die Öffentlichkeit zu zerren, aber Linke und Grüne haben es nicht leicht – und mit der Großen Koalition dürfte es noch schwieriger werden.

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16.12.2013 - Gundersen warnt vor Erdbeben: Atomkraft-Werke sind weltweit gefährdet

Nuklear-Experte Arnold Gundersen hat keinen Zweifel: Die mehrfache Kernschmelze von Fukushima ist der schlimmste Industrie-Unfall, den die Menschheit je gesehen hat.

Der Pazifik müsse gerettet werden, um eine Zerstörung des globalen Ökosystems zu verhindern. Doch die größte Gefahr sieht Gundersen in der Tatsache, dass weltweit AKW des selben Typs betrieben werden. Diese seien alle gefährdet - doch die Atom-Lobby versucht, die Gefahren zu vertuschen.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:
Zurzeit finden im Reaktor-Gebäude 4 von Fukushima die Bergungsarbeiten der Brenn-Elemente statt. Wie schätzen Sie die derzeitige Lage ein?

Arnie Gundersen:
Insgesamt wurden 40 Brenn-Elemente geborgen. Ich denke. dass sie die einfachen Brenn-Elemente zuerst bergen. Sie picken sich sozusagen die Rosinen heraus. Sie fangen mit den einfachen an. Und sie hoffen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt, wenn sie zum schwierigen Teil gelangen.

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28.11.2013 - Pressemitteilung - Umweltministerium legt Bericht zum möglichen Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und dem ehemaligen Reaktor THTR Hamm vor

Auswertung des Epidemiologischen Krebsregisters NRW sieht keinen Einfluss auf Krebserkrankungen in der umliegenden Bevölkerung

++ S E N D E S P E R R F R I S T, 28. November 2013, 01:00 Uhr +++

Eine aktuelle Auswertung im Auftrag des NRW-Umweltministeriums sieht derzeit keinen Einfluss durch den ehemaligen Atomreaktor THTR Hamm auf Krebserkrankungen in der umliegenden Bevölkerung. Dies belegt ein Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters NRW, der die Raten der Krebserkrankungen der Bevölkerung untersucht hat. Es wurden dazu die Krebshäufigkeiten der umliegenden Kommunen Hamm, Beckum, Ahlen, Lippetal und Welver analysiert. „Die Menschen, die in der Nähe des ehemaligen Atom-Reaktors leben, brauchen Sicherheit, dass sie keinen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt sind, denn ihre gesundheitliche Unversehrtheit hat oberste Priorität“, erklärte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel bei der Vorlage des Berichts des Epidemiologischen Krebsregisters NRW in Düsseldorf. Allerdings wirft der Bericht auch eine offene Frage auf, der die Landesregierung nun mit Nachdruck nachgehen wird. Das Krebsregister NRW hat hier eine Auffälligkeit bei Erkrankungen an Schilddrüsenkrebs festgestellt. Hier wurde eine statistisch signifikant erhöhte Rate für Schilddrüsenkrebs bei Frauen in den Jahren 2008 bis 2010 festgestellt.

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13.11.2013 - »Wir stehen an einem sehr kritischen Punkt« - In Fukushima soll jetzt die Bergung der Brennelemente beginnen.

Wenn dabei etwas schief geht, droht der Nordhalbkugel atomare Katastrophe. Gespräch mit Sebastian Pflugbeil

Peter Wolter, 'junge Welt'

Der Physiker Sebastian Pflugbeil ist seit 1999 Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V. Er war in der letzten DDR-Regierung Minister ohne Geschäftsbereich

Sie sind soeben aus Japan zurückgekehrt, wo Sie sich über die Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Fukushima informiert haben. Wie haben Sie die Situation dort vorgefunden?

Ich habe in der Präfektur Fukushima verschiedene Orte besucht, viele Leute gesprochen und mir von besorgten Bürgern betriebene Meßstellen angeschaut. Mittlerweile gibt es davon über 100, dort werden Bodenproben und Nahrungsmittel untersucht. Ich habe mit Bürgermeistern gesprochen, mit Evakuierten und mit Leuten, die in der verstrahlten Zone geblieben sind – vor allem mit Müttern, die kleine Kinder haben. Die Männer sind leider nicht sehr gesprächig.

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26.10.2013 - Von Atomlobby gesteuert - Fukushima-Super-GAU: Ärzte werfen UN-Berichterstattern vor, Gesundheitsfolgen gezielt zu ­verharmlosen.

Unabhängige Experten rechnen mit bis zu 20000 Opfern

Jana Frielinghaus, 'junge Welt'

»Die Kernenergie ist eine Technologie, die sich für Japan nicht eignet. Und vielleicht für kein Land der Welt. Die Risiken sind nicht akzeptabel.« Das sagte Gregory Jaczko, früherer Vorsitzender der Nuklearaufsicht der USA, am 14. Oktober nach einer Inspektion der Atomkraftwerksruine im japanischen Fukushima. Trotz dieser Einschätzung, die immer mehr Experten teilen, wollen Japans und die globale AKW-Lobby die Hochrisikotechnologie auch nach dem Super-GAU vom 11. März 2011 um jeden Preis retten. Ihr Einfluß reicht weit in Institutionen hinein, die eigentlich unabhängige Einschätzungen liefern sollten. Das zeigt sich unter anderem an einem Bericht es Wissenschaftlichen Komitees der Vereinten Nationen für Strahlungsfolgen, UNSCEAR, zu den durch den Super-GAU von Fukushima hervorgerufenen Risiken, der am Freitag in New York veröffentlicht wurde.

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09.10.2013 - Fukushima - „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettung gelingt, geht gegen Null“

Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Der deutsche Physiker Sebastian Pfugbeil ist äußerst pessimistisch, dass eine elementare Katastrophe in Fukushima abgewendet werden kann. Die Folgen würden die gesamte Nordhalbkugel der Erde zu spüren bekommen. Pflugbeil: „Die Menschheit könnte beim Scheitern der Versuche, die gebrauchten Brennelemente des KKW Fukushima zu bergen, in einer bisher nicht gekannten Weise durch Strahlen geschädigt werden.“

Der deutsche Physiker Sebastian Pflugbeil hält die Situation in Fukushima für äußerst kritisch. Pflugbeil sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Menschheit könnte bei Scheitern der Versuche, die gebrauchten Brennelemente des KKW Fukushima zu bergen, in einer bisher nicht gekannten Weise durch Strahlen geschädigt werden.“ Pflugbeil glaubt zwar nicht, dass die Menschheit durch eine weitere Katastrophe in Fukushima ausgelöscht wird: „Die Menschheit ist sehr robust!“ Doch er ist sehr pessimistisch über die Möglichkeiten, dass die Lage noch unter Kontrolle gebracht werden kann.

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18.09.2013 - Uran-Anreicherer soll privatisiert werden - Atomdeal ohne Öffentlichkeit

taz.de

Der Verkauf von Urenco steht bevor. Die Firma reichert Uran an. Das Wirtschaftsministerium hält Details des Deals geheim. „Ein Skandal“, meinen die Linken.

BOCHUM taz | Das Bundeswirtschaftsministerium treibt die vollständige Privatisierung der Urananreicherungsfirma Urenco voran – ohne das Parlament und die Öffentlichkeit im Detail zu informieren. Selbst Bundestagsabgeordnete können nicht einmal unter Geheimschutzbedingungen Einzelheiten des Urenco-Verkaufs erfahren. Begründung: Die Informationen seien „geeignet, die Beziehungen Deutschlands“ zu Großbritannien und den Niederlanden „zu beeinträchtigen“, schreibt Röslers parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Otto an die Grünen-Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl.

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27.08.2013 - Teuere Hinterlassenschaft der Atomindustrie, 100 Jahre Atomruine

Andreas Wyputta, Taz

Das AKW Hamm wurde einst als Zukunft der Atomtechnik gepriesen. Jetzt steigen die Kosten für den Rückbau. Bis 2080 wird der Reaktor die Staatskasse belasten.

BOCHUM taz | Entsorgung und Abriss des Thorium-Hochtemperaturreaktors (THTR) im westfälischen Hamm werden teurer als bisher verkündet. Die Bundesregierung räumt ein, dass der für die Jahre 2033 bis 2044 geplante Rückbau des einstigen Vorzeige-AKWs mindestens 404 Millionen Euro kostet.

Bisher waren es offiziell 350 Millionen Euro. Hinzu kommen „Endlagervorausleistungen in Höhe von 210 Millionen Euro“, schreibt das Bundesforschungsministerium in einer der taz vorliegenden Antwort auf eine Anfrage der grünen Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl und Oliver Krischer.

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22.08.2013 - Fukushima und das ungelöste Wasserproblem

Florian Rötzer, Telepolis

Die Atomaufsichtsbehörde wird das neue Leck wohl als ernsthaften Störfall einstufen, aber neben auslaufenden provisorischen Tanks und überfließenden Gebäuden gelangen auch täglich mindestens 300 Tonnen kontaminiertes Grundwasser ins Meer

Das am Montag entdeckte Leck im AKW Fukushima wird der japanischen Atomsicherheitsbehörde vermutlich auf Stufe drei der internationalen Skala für Atomunfälle hochgestuft werden. Damit würde es als ernster Störfall (INES 3) gelten, was die Pläne der Regierung und der Konzerne durchkreuzen könnte, möglichst viele der aufgrund von Routineprüfungen abgeschalteten AKWs nach Sicherheitsprüfungen möglichst schnell wieder ans Netz zu bringen.

Aus einem Tank sind mindestens 300 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser (mutmaßlich 24 Billionen Becquerel) ausgetreten. Mittlerweile musste Tepco einräumen, dass bereits kontaminiertes Wasser ins Meer gelangt sein könne. 350 der insgesamt mehr als 1000 Tanks, in denen das Wasser aufbewahrt wird, das zum Kühlen der Reaktoren und Abklingbecken benötigt und abgepumpt wurde, sind als Provisorien gedacht gewesen und fassen jeweils 1000 Tonnen Wasser.

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25.07.2013 - EU: Mitgliedstaaten fördern Atomstrom stärker als Erneuerbare

Aus Deutsche Wirtschafts Nachrichten

In einem internen EU-Papier werden die staatlichen Beihilfen für Betreiber von Kernkraftwerken auf 35 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Erneuerbare Energien werden nur mit 30 Milliarden gefördert. Durch die Subventionen für Atomenergie werden die Strompreise künstlich billig gerechnet.

Die EU-Kommission schätzt die jährlichen Subventionen der Mitgliedsländer für die Atomkraft auf 35 Milliarden Euro. Damit wird mehr Steuergeld in die Kernkraft investiert wird als in den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger.

Die Zahlen entstammen einem internen Kommissions-Papier, das dem Informationsdienst dpa Insight EU vorliegt, berichtet der Kurier. In Erneuerbaren Energien wie Windkraft- und Solaranlagen flossen im Jahr 2011 demnach 30 Milliarden Euro. Auf fossile Energieträger wie Kohle entfielen 26 Milliarden Euro, auf Effizienzmaßnahmen – etwa Gebäudeisolierungen – nur 15 Milliarden Euro.

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13.07.2013 - Baustopp für Uran-Anlage: Chinas Regime knickt vor Bürgerprotesten ein

Sechs Milliarden Dollar wollte China sich seine neue Uran-Anlage kosten lassen - doch jetzt wurde das Bauprojekt gestoppt. Die Behörden reagieren damit auf massive Proteste der Bürger. Es ist nicht das erste Mal.

Aus Spiegel Online

Peking - Die chinesischen Behörden haben nach Protesten ihre Pläne zum Bau einer Uran-Wiederaufbereitungsanlage im Süden des Landes verworfen. "Aus Respekt vor dem Willen des Volkes" sei das Projekt gestoppt worden, hieß es am Samstag auf der Website der Stadtverwaltung von Heshan in der Provinz Guangdong.

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25.06.2013 - Wannseereaktor - Umstrittene Forschungsanlage in Berlin wird abgestellt

Von Ralf Nestler, Tagesspiegel

Wegen der Anlage in Wannsee wurden die BER-Flugrouten geändert - jetzt wird sie früher als ursprünglich geplant abgestellt. Der Abriss soll rund zehn Jahre dauern. Atomkraft-Gegnern geht das nicht schnell genug.

Der umstrittene Forschungsreaktor BER II in Wannsee wird 2020 abgeschaltet. Das teilte der Betreiber, das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), am Dienstag mit, nachdem der Aufsichtsrat einen entsprechenden Beschluss gefasst hatte. Der Reaktor erzeugt Neutronen, mit denen Wissenschaftler aus zahlreichen Ländern den inneren Aufbau sowie Eigenschaften von Werkstoffen untersuchen. Unter Forschern gilt er als moderne Anlage für wichtige Versuche, die Betreuung der Experimentatoren durch das HZB-Personal wird gelobt. Die Anlage wird aber auch kritisiert. Manche fürchten, dass im Unglücksfall große Mengen radioaktiver Strahlung freigesetzt werden könnten.

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06.06.2013 - Pressemitteilung - Urananreicherung: Urenco an die Börse?

Robin Wood
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

Atomkraftgegner: „Urananreicherung ist kein Spielzeug“

Die niederländische Regierung erwägt in Abstimmung mit der Bundesregierung und der britischen Regierung einen möglichen Börsengang der Urananreicherungsfirma Urenco. Dies geht aus einem jetzt bekannt gewordenen Brief des niederländischen Finanzministers Jeroen Dijsselbloem vom 23. Mai an das niederländische Parlament hervor (s. Quellenangabe unten). Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland, Robin Wood und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) halten diese Pläne für unverantwortlich. Sie fordern von der Bundesregierung ein klares Veto gegen den freien Verkauf der Urenco und außerdem die sofortige Stilllegung der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage in Gronau.

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17.05.2013 - Frachterbrand im Hamburger Hafen

Schiff hatte radioaktive Substanzen an Bord

Aus www.n-tv.de

Ein Brand auf einem Frachter im Hamburger Anfang des Monats hätte viel schlimmer ausgehen können. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte die "Atlantic Cartier" neben Munition und Raketentreibstoff auch radioaktives Material an Bord: Uran-Hexafluorid. Es wird für die industrielle Uran-Anreicherung benötigt.

Bei einem Frachterbrand im Hamburger Hafen vor rund zwei Wochen befanden sich außer Munitionsteilen und brennbarem Material auch hochgefährliche radioaktive Substanzen an Bord. Das geht aus der Antwort des Hamburger Senats auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsfraktion hervor, die diese jetzt in der Hansestadt veröffentlichte. Die "Atlantic Cartier", auf der es am 1. Mai zu einem Feuer gekommen war, hatte demnach unter anderem 8,9 Tonnen Uran-Hexaflourid, Munition, Treibladungen beziehungsweise Raketenbrennstoff und eine Fülle weiterer brennbarer Chemikalien geladen.

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13.05.2013 - UAA-Gronau: NRW-Atombombenschmiede heiß begehrt!

Horst Blume

Kurz nach der Katastrophe in Fukushima demonstrierten 15.000 Menschen in Gronau gegen den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau. Diese liefert den Brennstoff für ca. 35 Atomanlagen weltweit – obwohl die Bundesrepublik Deutschland sich von der Atomkraft angeblich verabschiedet hat. Ein offensichtlicher Widerspruch. Und obwohl die rotgrüne NRW-Landesregierung ebenfalls aus der Atomenergie aussteigen wollte, stimmte sie noch im Jahre 2005 einem deutlichen Ausbau der nuklearen Kapazitäten in der UAA zu. Noch ein Widerspruch.

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26.04.2013 - Der gefühlte Ausstieg

Von Jürgen Döschner, tagesschau.de

Seit dem Super-GAU von Fukushima und dem schwarz-gelben Ausstiegsbeschluss gilt in Deutschland das Thema Atomkraft gemeinhin als abgeschlossen. "Gefühlt" sind wir schon ausgestiegen. Doch die Realität sieht anders aus: Deutschland ist eine der führenden Atomstrom-Nationen weltweit.

"Deutsche Kernkraftwerke gehören zu den produktivsten der Welt" - so verkündete stolz das "Deutschen Atomforum" (DAtF), die Lobbyorganisation der deutschen Nuklearwirtschaft, Anfang dieser Woche in einer Pressemitteilung. Und in der Tat: In der angefügten Liste der "Top Ten" jener Atomreaktoren, die im vergangenen Jahr den meisten Strom lieferten, finden sich allein vier deutsche Kraftwerke. Gut zwei Jahre nach Fukushima und 27 Jahre nach Tschernobyl sei Deutschland noch weit von einem vollständigen Atomausstieg entfernt, meint denn auch Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atomkraft-Organisation "ausgestrahlt": "Deutschland ist heute noch der zweitgrößte Produzent von Atomstrom in der EU. Und so w ie dieser Ausstiegsfahrplan im Augenblick aussieht, wird das auch noch viele Jahre so bleiben."

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09.04.2013 - Auch das Ende der Atom-Ära wird kostspielig

Von Matthias Brake in Telepolis

Die Energie- und Klimawochenschau:
Klimawandel verursacht Eiszunahme der Antarktis, Abschied von den Klimazielen und ein neuer Anlauf der Endlagersuche

Als Ergebnis der Endlagergespräche sollen nun fünf Standorte auf ihre Tauglichkeit als Endlager für hochradioaktiven Müll untersucht werden. Diese Woche soll abschließend geklärt werden, wie die Neuauflage der Endlagersuche im Einzelnen ablaufen wird.

Das Bundesumweltministerium verzögert noch, es möchte keine konkrete Anzahl bei der Standortsuche festlegen, sondern erst einmal nur die Kostenseite klären und dann eine langwierige Bund-Länder-Kommission damit beauftragen, die noch ausstehenden Verfahrensfragen zu klären.

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18.02.2013 - Auslaufmodell Atomkraft

Gero Rueter, Deutsche Welle

Für neue Atomkraftwerke sieht es schlecht aus: Die Reaktoren werden teuer und unrentabel und deshalb auch immer weniger gebaut. Seit der Atomkatastrophe in Fukushima vor zwei Jahren hat sich dieser Trend verstärkt.

Saubere und günstige Energie - als solche wurde die Atomkraft noch in den 1970er Jahren angepriesen. Experten der internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) sagten der Atomkraft damals eine goldene Zukunft voraus: Bis zum Jahr 2000 sollten danach weltweit 3600 bis 5000 Gigawatt (GW) an Nuklearkapazität vorhanden sein. Ende 2012 waren 335 GW in Betrieb - weniger als ein Zehntel.

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19.01.2013 - Der Berliner Reaktor ist auf dem Sicherheitsstand von 1973

Anja Röhl, www.jungewelt.de

Gespräch mit Dietrich Antelmann. Über die Untrennbarkeit von atomarer Forschung und atomarer Bewaffnung, den Berliner Experimentalreaktor und die Notwendigkeit, ihn stillzulegen

Dietrich Antelmann ist Diplomkameralist und war Angestellter der Sozialversicherung. Seit dem sogenannten NATO-Doppelbeschluß von 1979 zur Stationierung von Raketen in Europa ist er in der Friedens- und Antiatomkraftwerksbewegung aktiv. Er wohnt in Berlin-Wannsee direkt neben dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Berlin für Materialien und Energie (früher Hahn-Meitner-Institut), auf dem sich der seit 1973 genutzte »Berliner Experimentierreaktor II« (BER II) befindet. Der Reaktor war nach einem schweren Störfall von Oktober 2010 bis März 2012 stillgelegt, nahm aber trotz der Katastrophe von Fukushima danach wieder den Betrieb auf.

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02.01.2013 - Atomlobby will Gorleben nicht aufgeben

Reimar Paul, Tagesspiegel

Ende November hatte Bundesumweltminister Altmaier einen Erkundungsstopp für den Salzstopp Gorleben verkündet. Jetzt rügt die Industrie die Motive - und droht mit dem Ende von Zahlungen.

Die Atomwirtschaft drängt weiter auf den Bau eines Endlagers in Gorleben. Nachdem der Chef von Eon-Kernkraft, Ralf Güldner, zunächst damit gedroht hatte, die Zahlungen für den Standort im Wendland einzustellen, warnt er nun vor einem längeren Betrieb der Zwischenlager an den Akw-Standorten. Wenn die Erkundung in Gorleben gestoppt bleibe und ein aufwendiges neues Endlager-Suchverfahren gestartet werde, habe das Folgen, sagte Güldner, der auch der Lobbyorganisation Deutsches Atomforum als Präsident vorsteht. So bestehe „durchaus ein gewisses Risiko, dass die Brennelemente, die in den dezentralen Zwischenlagern am Standort eingelagert sind, dort deutlich länger bleiben müssen, als das vorgesehen ist“.

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- Der THTR-Rundbrief wird von der 'BI Umweltschutz Hamm' herausgegeben und finanziert sich aus Spenden.

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Verwendungszweck: THTR Rundbrief
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