13.04.2015

Castor-Transporte aus Jülich in die USA endlich vom Tisch?

Auch Ahaus ist keine Option für Jülicher Atommüll!

AtomkraftgegnerInnen aus Jülich, dem Münsterland und dem gesamten Bundesgebiet sind sich einig: Sie fordern den Verbleib der 152 Castoren in einem sicheren Lager in Jülich. Weder die USA noch Ahaus sind sinnvolle Optionen für die 300.000 Brennelementekugeln!

Deutsche Ministerien zweifeln an USA-Option und US-Behörden verschieben mehrfach Umweltverträglichkeitsprüfung

Bezüglich der Export-Pläne in die USA sehen sich die Anti-Atomkraft-Initiativen inzwischen bestätigt: Ihre Zweifel an der rechtmäßigen Durchführung der Castor-Exporte, die sie im September 2014 mit zwei juristischen Gutachten untermauert hatten, werden nun laut Medienberichten offenbar von einigen Mitarbeitern der zuständigen Ministerien geteilt.

„Durch unsere Kontakte in die USA wissen wir, dass die Veröffentlichung der dortigen Umweltverträglichkeitsprüfung für die Annahme der Castoren nun ein drittes Mal verschoben wurde“ erklärt Marita Boslar aus Jülich. Diese Aufschiebe-Taktik löst jedoch nicht das Atommüllproblem; das hat das jahrelange Aussitzen in Jülich bereits gezeigt.

Ahaus als Plan B bringt keinen Sicherheitsgewinn

Mit Sorge sehen die AtomkraftgegnerInnen jedoch, dass nun die Castortransporte von Jülich nach Ahaus favorisiert werden. Ahaus ist zwar nicht wie Jülich ohne Genehmigung, aber ebenso wenig gegen Flugzeugabstürze und Terrorangriffe gesichert.

„In Ahaus gibt es keine Möglichkeiten beschädigte Castoren zu reparieren oder umzuladen, in Jülich hingegen schon, da die Castoren dort in den heißen Zellen beladen wurden“, erklärt Felix Ruwe von der BI-Ahaus

Vom Ahauser Zwischenlager aus lassen sich die Brennelementekugeln nicht ohne weiteres in ein noch zu findendes Atommülllager schicken. Vorher müssten sie noch mal konditioniert, also bearbeitet und umverpackt werden – vermutlich wieder in Jülich. „Damit verstoßen die Castortransporte von Jülich nach Ahaus gegen den rot-grünen Koalitionsvertrag; darin heißt es, dass die Brennelemente nur noch einmal und zwar in ein 'Endlager' transportiert werden sollen“, so Felix Ruwe.

Castor-Transporte auf NRW-Autobahnen bringen Risiko für alle

152 Castoren müssten über die Autobahnen in NRW von Jülich nach Ahaus gebracht werden. „Die Castortransporte von Jülich nach Ahaus bringen zusätzliche Transport-Risiken für unzählige Menschen an der Strecke aber keinen Fortschritt im Atommülldilemma“ so Michael Harengerd vom BUND NRW. „Wir haben in der Vergangenheit mit dem Autobahnaktionstag gezeigt, wie gut der Widerstand zwischen Jülich und Ahaus vernetzt ist – und wir werden mit den Protesten nicht warten bis die Castoren in Ahaus vor der Tür stehen“, fährt Michael Harengerd fort.

Die Anti-Atom-Initiativen werden weiterhin eng zusammenarbeiten und jeden Schritt des Forschungszentrums und der zuständigen Ministerien und Behörden verfolgen. „Gemeinsam werden wir uns querstellen, wenn die Castoren Jülich verlassen sollten – egal wohin“.

Kontakte für Rückfragen:

Michael Harengerd (BUND NRW): 0175-56574 90

Marita Boslar (Aktionsbündnis Westcastor Jülich): 0171-7642267

Felix Ruwe (BI Ahaus): 02561-6577

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Weiter zu: Zeitungsartikel 2015

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