Aktuelles Zeitungsartikel 2017

Zeitungsartikel 2014

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17.12.2014 - Atomkonzerne sollen Milliarden in Fonds einzahlen

Michael Bauchmüller in www.sueddeutsche.de

Die Betreiber deutscher Atomkraftwerke sollen 17 Milliarden Euro in einen Fonds einzahlen. Dieser soll sicherstellen, dass die Kosten für die Entsorgung gedeckt sind.

Die Energiekonzerne haben für diesen Zweck bereits Rückstellungen gebildet - allerdings zweifelt die Bundesregierung daran, dass diese auch sicher zur Verfügung stehen.

Die Bundesregierung plant einen milliardenschweren Fonds, um den Rückbau und die Entsorgung der deutschen Atomkraftwerke sicherzustellen. Das geht aus einem internen Papier von Wirtschafts- und Umweltministerium hervor, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach sollen die AKW-Betreiber stufenweise etwa 17 Milliarden Euro in einen Fonds einzahlen, um die "langfristigen Verpflichtungen der Entsorgung" abzudecken. Nur das Geld für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Zwischenlagerung, etwa 19 Milliarden Euro, sollen die Konzerne aus Rückstellungen begleichen.

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06.12.2014 - E.On - Kritik an Abspaltung der Atomkraft

www.wiwo.de

Energieexperte Irrek fürchtet, dass die Abtrennung der Atom-Sparte vom E.On-Konzern dessen Haftung für die Abwicklungskosten mindert.

Der Bochumer Energieexperte Wolfgang Irrek befürchtet, dass der Düsseldorfer Energieriese E.On durch die angekündigte Auslagerung der Atomsparte auf eine neue Gesellschaft der künftigen Stilllegung von Kernanlagen wichtige notwendige Mittel entzieht. „Dadurch könnte sich die Abdeckung der Rückstellungen mit Geldmitteln etwa halbieren, weil die Rückbau- und Entsorgungslasten zusammen mit den Kraftwerken vollständig in den abzuwickelnden Unternehmensteil verschoben werden, die Vermögenswerte aber nur zum Teil“, sagte der Professor für Energiewirtschaft an der Hochschule Ruhr West in Bottrop der WirtschaftsWoche.

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02.12.2014 - Umweltministerin lehnt Verstaatlichung von Atom-Risiken ab

www.sueddeutsche.de

- Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) warnt davor, dass Atomkonzerne sich durch Neuausrichtungen aus der Verantwortung für die Kosten der Energiewende stehlen könnten.
- Justizminister Heiko Maas (SPD) hält diese Befürchtungen für unbegründet. Die Rechtslage sei eindeutig.

Umweltministerin Hendricks: Atomkonzerne dürfen sich nicht entziehen

Angesichts der Energiewendepläne großer Stromkonzerne hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) die Energiewirtschaft davor gewarnt, sich durch Neustrukturierungen der Verantwortung für die Kosten des Atomkraftwerk-Rückbaus zu entziehen. "Auch im Falle einer Unternehmensaufspaltung bleibt die Industrie selbstverständlich verantwortlich, die Kosten für die Stilllegung und den Rückbau der Atomkraftwerke sowie für die Entsorgung des Atommülls zu tragen", sagte Hendricks der Rheinischen Post. Eine "Verstaatlichung von Risiken nach jahrzehntelangen Gewinnen aus den Atomkraftwerken" komme nicht in Frage.

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21.11.2014 - Atomkraftwerk Hinkley Point in massiven Turbulenzen

Aus oekonews.at

Greenpeace: "Klage Österreichs ist wichtiger Todesstoß für AKW-Projekt"

Das britische Atomkraftwerksprojekt Hinkley Point steht vor massiven Schwierigkeiten. Das Teilhaber-Unternehmen Areva, das auch die Technologie für die Reaktoren bereitstellt, ist aktuell wegen Problemen bei ähnlichen Projekten in Frankreich und Finnland in eine existenzbedrohende finanzielle Krise geraten. Laut der britischen Zeitung "The Guardian" brach der Aktienkurs um fast ein Viertel ein, nachdem das Unternehmen Gewinnerwartungen zurücknehmen musste.

"Das Chaos um Hinkley Point beweist einmal mehr, dass Atomkraft keine zukunftsfähige Technologie ist.

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19.11.2014 - Wäre es an der Zeit, die Kohle- und Atomkonzerne zu enteignen?

Von Wolfgang Pomrehn, telepolis.de

Die Energie- und Klimawochenschau: Gabriel kann sich keinen Kohleausstieg vorstellen, Wissenschaftler und Opposition aber sehr wohl. Fragt sich, wer das alles finanzieren soll?

Hat er es nun gesagt oder nicht? Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel soll sich, so will der Spiegel erfahren haben, in einer nicht näher bezeichneten internen Runde vom deutschen Klimaschutzziel verabschiedet haben.

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12.11.2014 - Das Jülicher Milliarden-Problem

Von René Benden und Marlon Gego, aachener-nachrichten.de

Der ehemalige Jülicher Hochtemperaturreaktor wird von einer Halle in die andere gebracht, der Weg ist nicht weit, kaum 200 Meter. Seit Dienstag ist der Reaktor auf der Reise, bis er die 200 Meter zurückgelegt hat, werden Monate vergangen sein.

Wie viele, lässt sich auch heute noch nicht exakt abschätzen. Hunderte Menschen sind mit der 200 Meter langen Reise befasst, Techniker, Aufseher, Genehmigungsbehörden, Aufsichtsbehörden, Ministerien, Politiker. Um eine Ahnung davon zu bekommen, welch eine Bürde die Jülicher Atomforscher schon der jetzigen Generation von Politikern, Wissenschaftlern und vor allem Steuerzahlern hinterlassen haben, reicht es schon, den Aufwand für die 200 Meter lange Reise zu kennen.

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11.11.2014 - Kettenreaktion in der Atom-Behörde

Von Jürgen Döschner, tagesschau.de

Eigentlich ist die Atomenergie-Behörde IAEA nicht gerade bekannt für hitzige Debatten. Doch nun rumort es heftig hinter den Kulissen. Grund: Die Schweiz will eine weltweite und verbindliche Nachrüstungspflicht auch für ältere AKW festschreiben.

Die USA und Russland sind sich seit Langem mal wieder einig. Dafür gesorgt hat ausgerechnet die kleine Schweiz. Denn die Eidgenossen haben bei der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) einen Vorschlag eingebracht, die Sicherheitsregeln für Atomkraftwerke erheblich zu verschärfen. Rolf Stalder, Botschafter der Schweiz bei der IAEA in Wien, erläutert, dass die neuen Anlagen nach den neuen Sicherheitsstandards gebaut und die bestehenden in der Sicherheit nachgerüstet werden sollten.

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30.10.2014 - Frankreich: Unbekannte Drohnen überfliegen sieben AKW

SPIEGEL-ONLINE

Das Wachpersonal meldet mysteriöse Überflüge: Drohnen über sieben Atomkraftwerken haben die Behörden in Frankreich alarmiert.

Paris - Drohnen unbekannter Herkunft haben in den vergangenen Wochen sieben französische Atomkraftwerke überflogen. Der französische Stromkonzern und AKW-Betreiber EDF gab am Mittwochabend bekannt, deswegen Anzeige erstattet zu haben. Er betonte zugleich, die Überflüge seien "ohne Folgen für die Sicherheit oder den Betrieb der Anlagen" geblieben. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte dem Rundfunksender France Info, es seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Flugkörper zu identifizieren und zu neutralisieren.

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24.10.2014 - Nicht bereit für den Super-GAU

Sebastian Heiser in der taz

BERLIN taz | Deutschland ist nur unzureichend auf einen atomaren Super-GAU vorbereitet. Wie die taz.am wochenende unter Berufung auf interne Ministeriums-Akten berichtet, traten bei einer geheimen Übung der Krisenstäbe von Bund und Ländern eklatante Mängel zutage.

Nach einer simulierten Atom-Katastrophe im AKW Emsland wurde die Bevölkerung erst zu einem Zeitpunkt gewarnt, zu dem die radioaktive Wolke bereits Millionen Menschen erreicht hätte.

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01.10.2014 - E.on klagt auf Schadensersatz wegen Zwangsabschaltung

Spiegel online

Die Energieriesen E.on und RWE wollen nicht auf den Kosten für den Atomausstieg sitzenbleiben. Nach RWE prüft jetzt auch E.on, welche Erfolgsaussicht eine gerichtliche Auseinandersetzung hätte - in der ersten Etappe geht es um 380 Millionen Euro.

Düsseldorf - Der Energiekonzern E.on läutet im jahrzehntelangen Rechtstreit um die Atomkraft in Deutschland eine neue Runde ein. Der größte deutsche Versorger verklagt den Bund und mehrere Länder auf Schadensersatz in Höhe von rund 380 Millionen Euro.

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23.09.2014 - EU erlaubt Großbritannien Akw-Neubau auf Steuerzahlerkosten

Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Die EU-Kommission will Großbritannien den Bau eines neuen Atomkraftwerks mit Staatsgarantien erlauben. Damit werden künftig die Steuerzahler für die nukleare Sicherheit haften. Die Bewilligung der Förderung für die Risiko-Technologie könnte auch andere Länder zu Neubauten motivieren.

Die EU wird Großbritannien grünes Licht für den ersten Atomkraftwerksbau in Europa seit der Katastrophe von Fukushima geben. „Unsere Diskussionen mit den britischen Behörden haben zu einer Übereinkunft geführt“, teilte Kommissionssprecher Antoine Colombani am Montag in einer E-Mail mit. Auf dieser Grundlage werde Vize-Kommissionspräsident Joaquin Almunia seinen Kommissions-Kollegen empfehlen, eine positive Entscheidung in dieser Angelegenheit zu treffen.

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22.09.2014 - Tote, über die keiner spricht: Fukushima kostete bereits 1.700 Menschenleben

Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Mehr als drei Jahre nach der Katastrophe von Fukushima gibt es kaum Fortschritte bei den Aufräumarbeiten: Die Wasseraufbereitungsanlagen kämpfen mit technischen Ausfällen. Zudem häufen sich die Lecks in den Tanks, die das radioaktive Wasser auffangen. Zudem dürfen mehr als 130.000 ehemaligen Bewohner nicht zurückkehren und leben in Notunterkünften. Die Selbstmordrate steigt.

Der jährliche „World Nuclear Industry Status Report“ ist erschienen. Die Folgen der Katastrophe von Fukushima sind noch längst nicht eingedämmt. Noch immer leiden Bewohner und Dekontaminierungsarbeiter unter den Bedingungen vor Ort. Publiziert wurde er von Nuklear-Experte Mycle Schneider. Er ist Energie- und Atomexperte und berät Politiker, Institutionen und Nichtregierungsorganisationen.

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29.08.2014 - Die Angst vor einem zweiten Tschernobyl

15 AKW, nukleare Forschungsreaktoren, hochgiftiger Müll: Noch nie hat es in einem Land mit einer solchen Dichte von Nuklearanlagen einen Krieg gegeben wie jetzt in der Ukraine. Experten warnen vor der Gefahr eines zweiten Tschernobyl.

Jürgen Döschner, tagesschau.de

Betonklötze blockieren die Zufahrtstraße nach Energodar. Schwer bewaffnete Soldaten kontrollieren jedes Auto. Knapp 200 Kilometer sind es von hier bis Donezk, bis zum Kampfgebiet. 200 Kilometer zwischen Bomben, Granaten, Raketen und dem Atomkraftwerk Saporoschje.

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25.08.2014 - Schauprozess gegen Ecodefense

Bernhard Clasen, taz

Russlands bekannteste AKW-Gegner sollen bestraft werden. Der Anlass ist vermutlich eine Aktion gegen das in Kaliningrad geplante Atomkraftwerk.

BERLIN taz | Russlands bekannteste Anti-AKW-Gruppe steht ab Montag in Kaliningrad vor Gericht. Der Gruppe Ecodefense wird vom russischen Justizministerium vorgeworfen, sich wider besseres Wissen nicht in die Liste der „ausländischen Agenten“ eingetragen zu haben. Bei einer Verurteilung droht den Umweltschützern „nur“ eine Geldbuße in Höhe von 16.000 Euro.

Doch der Schaden könnte viel größer sein, glaubt Wladimir Sliwjak, der Sprecher der Gruppe. Er fürchtet eine Art Prangerwirkung. Laut einem 2012 verabschiedeten Gesetz über Nichtregierungsorganisationen müssen sich Vereinigungen, die für ihre politische Arbeit Geld aus dem Ausland erhalten, in eine Liste mit „ausländischen Agenten“ eintragen.

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24.08.2014 - Abschwung der Atomkraft beschleunigt sich

Reimar Paul, Weser Kurier

In Großbritannien und Belgien wurden zahlreiche Meiler heruntergefahren / Probleme häufen sich

Antwerpen. Die Atomkraft hat international einen schweren Stand. So beschleunigte sich der Abschwung der Kernkraft im vergangenen Jahr weiter: 2013 kamen nur noch 10,8 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Atomreaktoren, wie aus dem aktuellen World Nuclear Industry Status Report hervorgeht – der Spitzenwert hatte 1996 bei 17,6 Prozent gelegen. Teilweise ist der Rückgang zwar dem insgesamt steigenden Energieverbrauch geschuldet, aber auch in absoluten Zahlen geht die Atomstromproduktion zurück: 2359 Terawattstunden waren es 2013, der Höchstwert von 2660 Terawattstunden stammt aus dem Jahr 2006.

Zu schaffen macht der europäischen Atomwirtschaft zunehmend das hohe Alter der Meiler. In den vergangenen Wochen fielen deshalb gleich fünf britische und drei belgische AKW aus. Fraglich, ob und wann sie noch einmal ans Netz gehen können. Vielen Kraftwerken in Nachbarländern drohen ähnliche Schwierigkeiten.

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29.07.2014 - TV-Kritik: „AKW-Rückbau – Zu welchem Preis?“ (Arte): Strahlende Zukunft, Dienstag, 29. Juli um 20:15 Uhr

Tilmann P. Gangloff, www.fr-online.de

An der Arroganz der Atommacht hat sich in den letzten 25 Jahren nichts geändert, wie diese Arte-Dokumentation verdeutlicht: Der Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung des radioaktiven Mülls ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.

Die Katastrophe von Fukushima war eine späte Bestätigung für all jene, die schon vor Jahrzehnten gegen Atomkraft protestiert haben. Für grimmige Triumphgefühle aber gibt es keinen Anlass, denn im Grunde hat sich nicht viel geändert. Schon 1988/89 haben Bertram Verhaag und Claus Strigel mit „Restrisiko“, einem Film über den Protest gegen die oberpfälzische Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf, die Arroganz der Macht dokumentiert. Die Arte-Produktion „AKW-Rückbau – Zu welchem Preis?“ verdeutlicht, dass die Atomlobby heute noch genau so gut wie damals funktioniert.

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12.07.2014 - Fast 1000 heimliche Atomtransporte seit 2012

Birgit Marschall, rp-online.de

In Deutschland haben zwischen Anfang 2012 und Ende Mai 2014 insgesamt 988 Atomtransporte stattgefunden, von denen die Bevölkerung in der Regel nichts erfuhr. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

"Die jeweiligen Sicherungskategorien sowie die Routen können nicht veröffentlicht werden, da diese Angaben als Verschlusssache eingestuft sind", heißt es in der Antwort. Ein großer Anteil der Atomtransporte stand im Zusammenhang mit der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau: Allein 186 Mal hätten auf deutschen Straßen und Schienen Atomtransporte von und zur Uranfabrik in Gronau stattgefunden, wie aus den Daten des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hervorgeht.

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02.07.2014 - Brennelemente dürfen nicht mehr in Jülich bleiben

rp-online.de

Jülich - Die 152 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Brennelementen dürfen nicht länger im Lager am früheren Atomforschungszentrum Jülich bleiben. Die Atomaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Räumung angeordnet.

Das Forschungszentrum habe bis Ende September ein detailliertes Konzept zur Entfernung der Kernbrennstoffe aus dem Lager vorzulegen und für die dafür erforderlichen Genehmigungen zu sorgen, teilte das Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums am Mittwoch mit.

Grund sei eine Information des Bundesamts für Strahlenschutz, wonach eine Prognose zum Abschluss des laufenden Verfahrens für eine reguläre Genehmigung nicht möglich sei. Die Untersuchungen zur Erdbebensicherheit seien nicht abgeschlossen. "Deswegen werden jetzt Konsequenzen gezogen", sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums Mirjam Grotjahn. Das Land hatte die Lagerung zwei Mal in Übergangsregelungen erlaubt.

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04.06.2014 - Deutscher Atommüll soll in die USA

Elke Brandes und Ralf Streck, Telepolis

Getarnt als Material zur Wiederaufarbeitung soll Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich ins US-Atomwaffenzentrum in South Carolina verschifft werden

Atomkraftgegner in den USA haben herausgefunden, dass es seit drei Jahren konkrete Verhandlungen darüber gibt, Atommüll mit hoch angereichertem Uran aus dem havarierten AVR-Kugelhaufenreaktor im Forschungszentrum Jülich ins Atomwaffenzentrum Savannah River Site in South Carolina zu bringen. Tatsächlich drängt die Zeit, denn in Jülich musste die Betriebsgenehmigung für die Lagerung schon zwei Mal außerordentlich verlängert werden. Dass Atommüll in den USA sicher gelagert werden könnte, daran werden die Zweifel angesichts der Vorgänge in einem Lager für mittelradioaktiven Müll immer größer.

Immer mal wieder fallen negative Schlaglichter auf den 1988 havarierten und stillgelegten AVR-Kugelhaufenreaktors im Forschungszentrum Jülich (FJZ). Eine Expertenstudie kam 2008 zu dem Ergebnis, dass der Reaktor einst nur knapp an einer Katastrophe "vorbeigeschlittert" sei. Erst kürzlich wurde ein Bericht erstellt, der die wesentliche Kritikpunkte aus der Zeit bestätigte.

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12.05.2014 - Steigt das Krebsrisiko in der Nähe von alternden Atomkraftwerken?

Florian Rötzer, Telepolis

Steigt die Krebshäufigkeit bei Menschen, die in der Nähe eines AKW leben? 2007 hatte eine vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Auftrag gegebene epidemiologische Studie für Aufsehen gesorgt (Leukämie-Risiko für Kinder in der Nähe von AKWs höher). Sie konstatierte eine erhöhte Krebsrate bei Kleinkindern bis zu 5 Jahren, die im Umkreis von 5 km um ein AKW leben, die Leukämierate läge doppelt so hoch. Der damalige Umweltminister Gabriel ließ daraufhin die KiKK-Studie von der Strahlenschutzkommission (SSK) überprüfen. Sie kam 2008 zum Schluss, dass sie methodische Fehler enthalte und keinen Zusammenhang mit der Strahlenexposition durch Kernkraftwerke herstellen könne (Streit um die Ursache für erhöhtes Krebsrisiko von Kindern in der Nähe von AKWs).

Eine Studie aus den USA, die im März von der World Business Academy, einem Think-tank für wirtschaftliche Verantwortung veröffentlicht wurde, sieht nun Hinweise darauf, dass zumindest alternde Reaktoren die Krebsrate der über 460.000 Menschen in der näheren Umgebung erhöhen könnten.

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26.04.2014 - Fragiles Land, marode AKWs

BERNHARD CLASEN, taz

STRAHLUNG Die Krise in der Ukraine gefährdet 28 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl die Sicherheit der Atomkraftwerke. Das Land kauft jetzt US-Brennstäbe

MÖNCHENGLADBACH taz | 28 Jahre nach der atomaren Katastrophe in Tschernobyl steht die ukrainische Energiewirtschaft vor tief greifenden Problemen: vier alte Atomkraftwerke, zunehmende Spannungen mit dem russischen Nachbarn und Unruhe im Innern. Für viele in Westeuropa alles andere als beruhigende Aussichten.

Die ukrainische und die russische Atomwirtschaft sind eng miteinander verflochten. Alle vier ukrainischen Atomkraftwerke mit ihren 15 Kraftwerksblöcken sind sowjetischer Bauart. Die Brennstäbe, werden zum allergrößten Teil aus Russland geliefert, der abgebrannte Brennstoff geht als Atommüll an den Ural oder nach Sibirien. Aber die Spannungen nehmen zu.

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05.04.2014 - Unfall in US-Atomlager verstärkt Zweifel an Lagerung von Atommüll in Salz

Ralf Streck, Telepolis

Inzwischen wurde bekannt, dass in der WIPP Plutonium freigesetzt und mindestens 21 Arbeiter verstrahlt wurden

In deutschen Medien blieb bisher unbekannt, dass sich in der Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) im US-Bundesstaat New Mexico am 14. Februar ein Unfall ereignete. Scheibchenweise drangen auch in den USA nur langsam Informationen an die Öffentlichkeit, was in dem einzigen unterirdischen Atommülllager geschah. Inzwischen wurde bekannt, dass dabei 21 Arbeiter radioaktives Americium 241 eingeatmet haben sollen. Die Zahl wurde immer wieder nach oben korrigiert, nachdem - ohnehin erst am 27. Februar - zunächst von 13 gesprochen worden war.

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26.03.2014 - THTR-Forschung in NRW geht immer weiter!

Horst Blume

In der WDR-Fernsehsendung „Markt“ vom 17. März 2014 wurde aufgedeckt, dass im Forschungszentrum Jülich (FZJ) und an der RWTH Aachen erneut die Weichen für die Weiterentwicklung von Hochtemperaturreaktoren (HTR´s) gestellt worden sind.

Der kleine Forschungsreaktor in Jülich und der THTR 300 in Hamm-Uentrop mussten in den Jahren 1988 und 1989 nach zahlreichen Pannen und Störfällen stillgelegt werden. Trotz „Atomausstieg“ und der Reaktorkatastrophe in Fukushima und trotz der verheerenden Sicherheitsmängel dieser Reaktorlinie wurden seit Jahrzehnten (!) vom Land NRW und vom Bund viele Millionen Euro für seine Weiterendwicklung ausgegeben.

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12.03.2014 - Das Billionen-Dollar-Desaster

Schäden durch Atomkraft

Jürgen Döschner, tagesschau.de

Reaktorunfälle wie in Fukushima sind die sichtbaren Schäden der zivilen Nutzung der Atomkraft. Aber auch Fehlinvestitionen in Kraftwerke, die nie ans Netz gingen, summieren sich auf Hunderte Milliarden. WDR-Recherchen zeigen globale Kosten der friedlichen Nutzung der Atomenergie.

Tschernobyl und Fukushima sind die bislang größten, bekanntesten und teuersten Reaktor-Unfälle in der Geschichte der Atomkraft. Die beiden Atomkatastrophen haben zusammen Schäden in Höhe von mindestens 450 Milliarden US-Dollar verursacht. Doch es sind bei weitem nicht die einzigen Namen, die für eine gigantische Geld- und Wertevernichtung durch die friedliche Nutzung der Kernenergie stehen. Auch Wackersdorf, Kalkar, Zwentendorf in Österreich, das tschechische Temelin oder Kostroma in Russland und Hartsville, USA gehören in diese Reihe.

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19.02.2014 - Fukushima: Häufig Schilddrüsenkrebs

Manfred Kreiner, taz.de

ATOM Nach dem Reaktorunfall im März 2011 sind bisher 74 Kinder in der Region positiv getestet worden. Ärztevereinigung IPPNW kritisiert "systematische Verharmlosung" der Gesundheitsgefahren

BERLIN taz | In der Region um Fukushima sind bisher 33 an Schilddrüsenkrebs erkrankte Kinder operiert worden. Auf weitere 41 Kinder, die eine "positive" Gewebeprobe aufweisen, wartet ebenfalls eine Krebsoperation. Diese Zahlen nannte am Montag die Ärztevereinigung IPPNW (Ärzte gegen Atomkrieg). Die Erkrankungsrate bei Schilddrüsenkarzinomen sei damit von 0,35 je 100.000 Kinder vor der Reaktorkatastrophe vom März 2011 auf 13,0 angestiegen, sagte Alex Rosen, Vizevorsitzender der deutschen IPPNW-Sektion.

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31.01.2014 - Klage gegen Hersteller der Fukushima-Reaktoren

Florian Rötzer, Telepolis

Die Kläger wollen erreichen, dass sich Toshiba, General Electric und Hitachi an den Kosten beteiligen

Mehr als 1.400 Menschen, darunter 38 Einwohner von Fukushima und 357 Personen, die außerhalb von Japan leben, haben eine Klage gegen die drei Konzerne an einem Gericht in Tokyo eingereicht, die die havarierten Reaktoren des AKW Fukushima Daiichi hergestellt haben. Vorgeworfen wird Toshiba, General Electric und Hitachi, sie hätten notwendige Sicherheitsverbesserungen für die vier Reaktoren unterlassen.

Gefordert wird lediglich ein symbolischer Schadensersatz von 100 Yen für jeden Kläger, die mit ihrer Klage vor allem auf das Problem aufmerksam machen wollen, dass die Hersteller finanziell nicht zur Verantwortung gezogen werden. In Japan wie in vielen anderen Ländern genießen die Hersteller Immunität vor Schadensersatzforderungen bei Nuklearunfällen. Lediglich der Betreiber, in diesem Fall der Energiekonzern Tepco, kann für die entstandenen Schäden haftbar gemacht werden.

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21.01.2014 - Anklage in Russland gegen Ex-Manager von Rosatom

Bernhard Clasen, Neues Deutschland

Frühere Manager der russischen Atombehörde Rosatom sollen in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Demnächst beginnt der Prozess gegen sie.

Sechs frühere Top-Manager der russischen Atombehörde Rosatom werden sich demnächst als Angeklagte in einem Korruptionsprozess wiedersehen. Wie die Tageszeitung »Kommersant« am Montag berichtete, habe die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen nach drei Jahren abgeschlossen und bereits in der vergangenen Woche die Unterlagen an ein Moskauer Gericht übermittelt. Der Prozessbeginn ist noch nicht terminiert. Unter den Angeklagten befinden sich der frühere stellvertretende Rosatom-Chef Jewgenij Evstratov und der Generaldirektor des staatlichen »Zentrums für radiologische und atomare Sicherheit«, Sergej Kasakow. Die Manager werden unter anderem beschuldigt, ihre Position missbraucht zu haben, um in die eigene Tasche zu wirtschaften.

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