02.07.2014

Brennelemente dürfen nicht mehr in Jülich bleiben

rp-online.de

Jülich - Die 152 Castor-Behälter mit hoch radioaktiven Brennelementen dürfen nicht länger im Lager am früheren Atomforschungszentrum Jülich bleiben. Die Atomaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Räumung angeordnet.

Das Forschungszentrum habe bis Ende September ein detailliertes Konzept zur Entfernung der Kernbrennstoffe aus dem Lager vorzulegen und für die dafür erforderlichen Genehmigungen zu sorgen, teilte das Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums am Mittwoch mit.

Grund sei eine Information des Bundesamts für Strahlenschutz, wonach eine Prognose zum Abschluss des laufenden Verfahrens für eine reguläre Genehmigung nicht möglich sei. Die Untersuchungen zur Erdbebensicherheit seien nicht abgeschlossen. "Deswegen werden jetzt Konsequenzen gezogen", sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums Mirjam Grotjahn. Das Land hatte die Lagerung zwei Mal in Übergangsregelungen erlaubt.

Bund und Land hatten lange über die Lagerung gestritten. Die Brennelemente sollten jetzt vorerst in Jülich bleiben und später in das Herkunftsland USA gebracht werden. Das Forschungszentrum hatte beim Bundesamt für Strahlenschutz den Antrag für die weitere reguläre Lagerung bis Mitte 2016 gestellt. Vor einem Jahr hieß es schon, dass noch Unterlagen für das Verfahren fehlten.

Das Wirtschaftsministerium machte keine Angaben dazu, bis wann das Lager geräumt werden muss, wohin das strahlende Material gebracht wird und auf welchem Weg. Jetzt müsse das Forschungszentrum erst einmal ein detailliertes Konzept vorlegen. "Alles andere muss man dann sehen", sagte Grotjahn.

Das Forschungszentrum sei angewiesen, dem Ministerium monatlich in schriftlicher Form über den Fortgang der Vorbereitungen zur Entfernung der Kernbrennstoffe berichten.

Die CDU-Landtagsfraktion sah in der Anordnung einer Bestätigung ihrer Haltung. Die CDU habe seit 2008 einen Abtransport des radioaktiven Materials für nötig und sinnvoll gehalten. Ein Neubau des Zwischenlagers sei aus zeitlichen Gründen nicht möglich. "Übrig bleibt nur die Möglichkeit des Abtransports in eine moderne Aufbewahrungsstätte", hieß es in einer Mitteilung.

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